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2026 Gebührenübersicht

Girokonto-Gebühren 2026: Kostenlose Konten + BGH-Urteil

2026 bieten ING, DKB, Comdirect und N26 unter bestimmten Bedingungen weiterhin kostenlose Girokonten an. Sparkasse, Volksbank und Deutsche Bank verlangen 5 bis 12 € monatlich. Mit dem richtigen Kontowechsel sparen Sie jährlich 60 bis 140 €.

Verfasst von: Checkalle Redaktion Letzte Aktualisierung: 18. Mai 2026 Lesezeit: 10 Minuten
Girokonto-Gebühren 2026 Vergleich Deutschland

Girokonto-Vergleich

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Das Wichtigste in Kürze

  • 2026 haben große Filialbanken ihre Kontoführungsgebühren erneut erhöht. Direktbanken und Neobanken halten ihre Gebühren niedrig.
  • ING, DKB und Comdirect bieten kostenlose Konten mit 700 € Mindestgeldeingang, N26 Standard kostenlos ohne Bedingungen.
  • BGH-Urteil XI ZR 26/20 (27. April 2021): Banken dürfen Gebühren nicht ohne aktive Zustimmung erhöhen. Gerückfordert: 3 Jahre rückwirkend.
  • §31 ZKG: Jeder in Deutschland wohnhafte Mensch hat ein Grundrecht auf Basiskonto kostenlos oder unter 100 € jährlich.
  • Kontowechsel ist kostenlos und dauert per Gesetz maximal 12 Werktage (ZKG §22-23).

Warum steigen die Girokonto-Gebühren 2026?

Die Girokonto-Gebühren in Deutschland sind in den letzten drei Jahren kontinuierlich gestiegen. Hinter dieser Entwicklung stecken drei wesentliche Ursachen. Erstens die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank: Banken litten unter der langen Phase von Negativzinsen (2014–2022) und verlorenen Einnahmen. Seit 2023 erhöht die EZB die Leitzinsen wieder, doch viele Banken haben bereits ihre Gebührenmodelle angepasst und behalten diese erhöhten Sätze bei. Zweitens die EU-Regulierung: Richtlinien wie DORA (Digital Operational Resilience Act) und PSD2 (Payment Services Directive 2) zwingen Banken zu massiven IT- und Compliance-Investitionen, die Filialbanken auf ihre Kunden umlegen. Drittens der Wettbewerbsdruck durch Neobanken: Während digitale Challenger wie N26, C24 und Tomorrow mit niedrigen Gebühren werben, verlieren traditionelle Filialbanken Kunden. Um diese Verluste zu kompensieren, erhöhen sie die Gebühren für bestehende Kunden.

Die Stiftung Warentest hat in ihrem Girokonten-Test 2025 ermittelt, dass die jährlichen Kontoführungskosten zwischen 0 € und 240 € schwanken. (Stiftung Warentest Girokonten Test 2025) Der Test identifizierte immerhin 14 Banken, die 0 € Girokonto-Gebühren anbieten – entweder bedingungslos oder mit moderaten Anforderungen.

Ein wegweisendes juristisches Ereignis: Der Bundesgerichtshof entschied am 27. April 2021 mit dem Urteil XI ZR 26/20, dass Banken ihre Gebühren nicht einseitig erhöhen dürfen, ohne dass der Kunde aktiv zustimmt. Dies war eine Zäsur für deutsche Verbraucher. Nach dieser Entscheidung mussten viele Banken ihre Kunden um Zustimmung bitten – wer nicht unterschrieb, durfte bei den alten Konditionen bleiben.

Girokonto-Gebühren-Vergleichstabelle 2026

Folgende Tabelle basiert auf den aktuellen Preis- und Leistungsverzeichnissen (PLV) der zehn größten und beliebtesten Banken in Deutschland. Die Sparkasse und Volksbank sind Verbünde mit hunderten dezentralisierten Instituten – deshalb fallen die Gebühren je nach lokaler Filiale unterschiedlich aus. Für genaue Informationen kontaktieren Sie Ihre Filiale oder besuchen Sie deren Website.

BankKategorieMonatsgebührBedingung für kostenlos
SparkasseFilialbank0–12 € / Monat (regional unterschiedlich)Jede Sparkasse bestimmt ihre eigene Gebührenordnung. Kostenlose Modelle für Studierende teilweise vorhanden.
Volksbank / RaiffeisenbankFilialbank0–11 € / Monat (regional unterschiedlich)Über 700 dezentralisierte lokale Institute. Jede bestimmt ihre Gebühren. Jugendkonten teilweise kostenlos bis 27 Jahren.
Deutsche BankFilialbank5,90 € / Monat (AktivKonto)BestKonto kostenlos ab 1.200 € monatlicher Eingang, sonst 11,90 € / Monat.
CommerzbankFilialbank0 € / Monat (KlassikKonto)700 € monatlicher Geldeingang ODER unter 28 Jahren, sonst 9,90 € / Monat.
INGDirektbank0 € / Monat (Girokonto)700 € monatlicher Geldeingang ODER unter 28 Jahren, sonst 4,90 € / Monat.
DKBDirektbank0 € / Monat (Aktivkunde)Aktivkunde: 700 € Geldeingang ODER unter 28 Jahren. Cash-Kunde 4,50 € / Monat.
ComdirectDirektbank0 € / Monat (Girokonto Aktiv)Drei Kartenumsätze ODER 700 € Geldeingang ODER unter 28 Jahren, sonst 4,90 € / Monat.
N26Neobank0 € / Monat (Standard)Standard kostenlos ohne Bedingungen. Smart 4,90 €/Monat, You 9,90 €/Monat, Metal 16,90 €/Monat.
TomorrowNeobank0 € / Monat (Now)Now kostenlos, Zero 7 €/Monat, Change 15 €/Monat. Nachhaltigkeitsfokus.
C24 BankNeobank0 € / Monat (Smart)Smart kostenlos. Plus 4,90 €/Monat, Max 9,90 €/Monat.

Quellen: Banken Preis- und Leistungsverzeichnisse Mai 2026, Stiftung Warentest Girokonten-Test 2025, Biallo.de Girokonto-Vergleich Februar 2026. Biallo Girokonto-Vergleich

Kostenlose Girokonten: Die Bedingungen

„Kostenlos" ist in der Bankenwelt oft eine Illusion – oder zumindest an Bedingungen geknüpft. Die folgenden Kategorien zeigen, welche Direktbanken und Neobanken tatsächlich kostenlose Girokonten mit realistischen oder keinen Bedingungen anbieten.

Direktbanken: Kostenlos mit Bedingungen

ING Girokonto (0 €): Kostenlos ab 700 € monatlichem Geldeingang ODER unter 28 Jahren. Ansonsten 4,90 € / Monat. Bei ING sind Sie Mitglied im Cash Group-Verbund mit etwa 9.000 Geldautomaten deutschlandweit – kostenlose Bargeldabhebung dort inklusive.

DKB Aktivkunde (0 €): Kostenlos mit Aktivkunde-Status (700 € Geldeingang ODER unter 28 Jahren). Gehört zum Cash Group-Verbund. DKB-Cash-Kunden zahlen 4,50 € / Monat.

Comdirect Girokonto Aktiv (0 €): Kostenlos ab drei Kartenumsätzen monatlich ODER 700 € Geldeingang ODER unter 28 Jahren. Sonst 4,90 € / Monat. Gehört zum CashPool-Verbund mit über 29.000 Automaten.

Neobanken: Kostenlos ohne Bedingungen

N26 Standard (0 €): Völlig kostenlos, ohne jede Bedingung. Video-Ident-Eröffnung etwa 10 Minuten. Kann auch ohne Anmeldung (Aufenthalts-bescheinigung) eröffnet werden – praktisch für Neuzuwanderer.

C24 Bank Smart (0 €): Kostenlos ohne Bedingungen. Spezialisiert auf Kunden ohne perfekte Schufa. Basis-Funktionen: SEPA-Überweisung, Direktbebit, Maestro-Karte.

Tomorrow Now (0 €): Kostenlos mit Fokus auf Nachhaltigkeit. App-basiert, Geldanlage mit grünem Gedanken. Höhere Tarife (Zero 7 €, Change 15 €) mit erweiterten Funktionen.

Altersabhängige Angebote (unter 28 Jahren)

Für unter 28-Jährige gibt es mehrere Optionen: Commerzbank KlassikKonto (kostenlos u28), Comdirect, ING, DKB – alle bieten Kostenlosigkeit für diese Altersgruppe. Nach dem 28. Geburtstag müssen Sie die Bedingungen (Geldeingang) erfüllen oder zahlen Gebühren.

BGH-Urteil XI ZR 26/20: Rückforderung von Gebührenerhöhungen

Das Bundesgerichtshof-Urteil vom 27. April 2021 (XI ZR 26/20) ist eines der wichtigsten Urteile für deutsche Bankenkunden in den letzten 20 Jahren. (BGH XI ZR 26/20 Original-Urteilstext)

Das Gericht entschied: Banken dürfen Kontoführungsgebühren nicht einseitig erhöhen. Viele Banken argumentierten lange Zeit, dass Stillschweigen des Kunden einer Zustimmung gleichkommt („wenn Sie bis zum X nicht widersprechen, gilt Ihre Gebührenerhöhung als genehmigt"). Das BGH untersagte dies. Eine Bank muss den Kunden aktiv um schriftliche Zustimmung bitten. Wer nicht unterschreibt, zahlt die alten Gebühren weiter.

Rückforderung: Wie Sie vorgehen

  1. Schritt 1 – Dokumente sammeln: Kontohefts oder Kontoauszüge der letzten 3 Jahre. Notieren Sie die monatlichen Gebühren, die Sie gezahlt haben.
  2. Schritt 2 – Differenz berechnen: Was hätten Sie gezahlt, wenn Ihre Gebühren nicht erhöht worden wären? Diese Differenz ist rückforderbar.
  3. Schritt 3 – Musterbrief: Die Verbraucherzentrale stellt einen kostenlosen Musterbrief zur Rückforderung zur Verfügung. Füllen Sie diesen aus und schicken Sie ihn per Einschreiben an Ihre Bank.
  4. Schritt 4 – Wartezeit: Die Bank hat 6 Wochen Zeit zu antworten. Falls nicht, können Sie die Verbraucherschlichtungsstelle anrufen.

Die Verbraucherzentrale berichtet, dass durchschnittlich 50 bis 250 € pro Anfrage zurückgefordert werden. Bei mehreren Jahren Zahlungen können es auch deutlich mehr sein.

§31 ZKG: Das Basiskonto – Grundrecht für jeden

Das Zahlungskontengesetz (ZKG) §31 definiert in Deutschland ein Grundrecht: Jeder Mensch, der in Deutschland lebt, hat das Recht auf ein Basiskonto. Dieses Konto ist für alle zugänglich, unabhängig von der Kreditwürdigkeit oder Schufa-Bewertung. (BaFin Basiskonto-Leitfaden)

Wer hat Anspruch auf ein Basiskonto? Jede Person mit legalem Aufenthaltsrecht in Deutschland: Deutsche, EU-Bürger, Drittstaatsangehörige mit Aufenthaltserlaubnis, Geflüchtete, Flüchtlinge, Menschen ohne festen Wohnsitz. Sogar Personen mit negativer Schufa-Bewertung oder Eintrag ins Führungszeugnis können nicht abgelehnt werden.

Was bietet das Basiskonto?

  • SEPA-Überweisungen
  • Direktabbuchungen (Lastschriften)
  • Girocard / EC-Karte
  • Online- und Telefon-Banking
  • Bargeldabhebung (teilweise kostenlos)

Was bietet das Basiskonto nicht?

  • Kreditkarte
  • Dispozins (Überziehungskredit)
  • Sparprodukte
  • Vermögenverwaltung

Kosten: Das Basiskonto darf nicht unbegrenzt teuer sein. Die BaFin hat festgelegt, dass die Gebühren „angemessen" sein müssen – in der Praxis: 60 bis 100 € jährlich. Wenn Ihre Bank es ablehnt, Ihnen ein Basiskonto zu eröffnen, können Sie bei der BaFin Beschwerde einreichen.

Kontowechsel: ZKG §22-23 – Gesetzliche Pflicht für Banken

Seit 2016 ist der Kontowechsel in Deutschland ein gesetzlich geregeltes Verfahren. Die neue Bank hilft kostenlos, Daueraufträge und Lohnzahlungen von der alten Bank zu übernehmen. Dies ist in den §22 und §23 des Zahlungskontengesetzes definiert. (Zahlungskontengesetz §22-23 offizieller Wortlaut)

Der Wechselprozess Schritt für Schritt:

  1. Tag 0: Sie öffnen bei der neuen Bank ein Konto und beantragen den Kontowechselservice.
  2. Tag 0–5: Die neue Bank erfragt von Ihnen alle Zahlungen der letzten 13 Monate (Daueraufträge, Lohnzahlungen, Miete, Versicherungen etc.).
  3. Tag 5: Die neue Bank leitet diese Informationen an Ihre alte Bank weiter.
  4. Tag 5–10: Die alte Bank übermittelt alle Zahlungsdaten an die neue Bank.
  5. Tag 10–12: Die neue Bank richtet alle Daueraufträge und Lohnzahlungen ein. Arbeitgeber und Gläubiger werden informiert.
  6. Tag 12+: Sie können das alte Konto schließen, wenn alles übernommen wurde.

Gesetzliche Obergrenze: 12 Werktage. In der Praxis: 7–14 Tage. Kosten: 0 €, kostenlos.

Wenn die alte Bank für den Kontowechsel Gebühren verlangt oder zu lange wartet, können Sie bei der Verbraucherzentrale Beschwerde einreichen. Das ist gegen das Gesetz.

Versteckte Gebühren: PLV richtig lesen

„Kostenlos" ist ein Marketing-Wort. Was wirklich kostet, steht in der Preis- und Leistungsverzeichnis (PLV) – jede Bank muss diese öffentlich machen. Besuchen Sie die Website Ihrer Bank und suchen Sie nach „Preise", „Konditionen" oder „Gebührenordnung".

Die sieben häufigsten versteckten Gebühren:

1. Papierüberweisungen

Wenn Sie eine Überweisung per Formular am Schalter ausfüllen: 1,50–5 € pro Überweisung. Online-Überweisungen sind kostenlos und dauern auch schneller.

2. Geldautomaten-Gebühren

Geldabhebung an einem Geldautomaten, der nicht zum Verbund Ihrer Bank gehört: 3–7 € pro Abhebung. Nutzen Sie Automaten Ihrer Bankgruppe.

3. Devisenverwechslung

Wenn Sie im Ausland Geld in einer anderen Währung abheben oder zahlen: 1,5–3% Provision + Wechselkursaufschlag. Kann teuer werden.

4. Kartenverlängerung

Jedes Jahr muss Ihre Girocard erneuert werden. Manche Banken berechnen dafür 0–25 €. Fragen Sie gezielt danach.

5. Bareinzahlungen

Wenn Sie Bargeld auf Ihr Konto einzahlen: manche Direktbanken kosten 1–2 € pro 1.000 €, manche erlauben es kostenlos über Partner-Läden (z. B. REWE).

6. Dispozinsen

Wenn Sie Ihr Konto überziehen: 9–14% Zinsen pro Jahr! Das ist teuer. Manche Banken haben unterschiedliche Sätze je nach Bonität.

7. Kontoauszüge

Manche Filialbanken berechnen für Kontoauszüge per Post 1–3 € monatlich. Online-Auszüge sind immer kostenlos. Fragen Sie explizit nach.

Welche Bank passt zu mir?

Die richtige Bank hängt von Ihrem Lebensstil und Ihren Anforderungen ab:

Berufstätig mit Gehalt

Empfehlung: ING oder DKB.

Sie erzielen 700+ € monatlich: Kostenlos. Große ATM-Netze (Cash Group). Ausgezeichneter digitaler Service.

Student oder unter 28

Empfehlung: Comdirect oder DKB.

Altersrabatt kostenlos. Prämien, kostenlosen EC-Karte, Premium-Features inklusive.

Gig-Worker / Freelancer

Empfehlung: N26 Business oder Kontist.

Keine Mindesteingangsvoraussetzung. Geschäftskonto-Funktionen, Steuer-Tools, integr. Buchhaltung.

Schlechte oder keine Schufa

Empfehlung: N26 Standard oder C24 Smart.

Keine Schufa-Abfrage. Sofort eröffnet. Oder: Basiskonto bei jeder Filialbank (§31 ZKG).

Persönliche Beratung wichtig

Empfehlung: Sparkasse oder Volksbank.

Filialbank mit Berater vor Ort. Mehr Gebühren, aber persönlicher Service und Vor-Ort-Hilfe.

Nachhaltig leben

Empfehlung: Tomorrow oder Wise.

Grüne Finanzierung, transparente Ethik. Kostenlos oder günstig. Internationale Transfers easy.

Häufig gestellte Fragen

Gibt es 2026 noch kostenlose Girokonten?

Ja. Direktbanken wie ING, DKB und Comdirect bieten kostenlose Girokonten mit Bedingungen an (typisch: 700 € monatlicher Geldeingang oder unter 28 Jahren). Neobanken wie N26 Standard und C24 Bank Smart sind kostenlos ohne Bedingungen. Quelle: Preis- und Leistungsverzeichnisse (PLV) der Banken Mai 2026.

Warum steigen die Girokonto-Gebühren 2026?

Drei Hauptgründe: (1) EZB-Geldpolitik: Banken verloren Einnahmen durch lange Negativzinsen, erhöhen jetzt Gebühren. (2) Regulierung (DORA, PSD2): IT- und Compliance-Kosten steigen, Filialbanken geben das an Kunden weiter. (3) Wettbewerbsdruck von Neobanken: Filialbanken verlieren Kunden, erhöhen Gebühren für bestehende. Quelle: Stiftung Warentest Girokonten-Test 2025.

Kann die Bank einfach die Gebühren erhöhen?

Nein. Das Bundesgerichtshof-Urteil vom 27. April 2021 (XI ZR 26/20) untersagt Banken, Gebühren ohne aktive schriftliche Zustimmung zu erhöhen. Stillschweigen gilt nicht als Zustimmung. Zu viel gezahlte Gebühren können Sie rückwirkend 3 Jahre geltend machen. Quelle: BGH Urteil XI ZR 26/20, Verbraucherzentrale.

Wie lange dauert ein Kontowechsel?

Das Zahlungskontengesetz (ZKG) §22-23 schreibt vor: Die neue Bank hat maximal 12 Werktage, um Daueraufträge und Lohnzahlungen zur alten Bank zu überführen. In der Praxis dauert es 7–14 Werktage. Der Service ist kostenlos.

Kann ich Kontoführungsgebühren von der Steuer absetzen?

Ja. Das Finanzamt akzeptiert pauschal 16 € pro Jahr als Werbungskosten (Einkünfte aus Arbeit). Höhere Gebühren können Sie mit Belegen ansetzen, brauchten dann aber Kontoauszüge oder PLV-Dokumente.

Was ist ein Basiskonto (§31 ZKG)?

Basiskonto ist das Grundrecht für jeden, der in Deutschland wohnhaft ist: kostenlos (oder maximal 60–100 € jährlich), ohne Schufa-Prüfung. Jede Bank muss es anbieten. Sygnalinäciar, geflüchtete Menschen und Obdachlose sind eingeschlossen. Quelle: BaFin Basiskonto-Leitfaden, §31 ZKG.

Welche Bank passt zu mir als Freelancer?

Für Selbstständige: N26 Business (kostenlos mit Buchhaltungs-App), Kontist (0 €, Steuertools, Elster-Integration) oder Wise (Multi-Currency, keine Schufa). Keine Mindesteingangsvoraussetzung, Dispokredit optional.

Gibt es Bargeldabhebung bei Direktbanken kostenlos?

Ja. ING und DKB sind im Cash Group (Aachener Bank, Commerzbank, Deutsche Bank, Postbank) über 9.000 Automaten. Comdirect nutzt CashPool (über 29.000 Automaten in Deutschland + Österreich). Kostenlos bis zur monatlichen Gebührenersparnis.

Lohnt sich ein Wechsel bei 5 € Gebühren monatlich?

Sehr. 5 € × 12 Monate = 60 € jährlich. In 10 Jahren sind das 600 €. Ein kostenloses Konto bei Direktbank oder Neobank spart diese Summe. Der Wechsel selbst dauert maximal 30 Minuten und kostet nichts.

Welche versteckten Gebühren sollte ich in der PLV prüfen?

Die 7 wichtigsten: (1) Papierüberweisungen 1,50–5 €, (2) Fremd-ATM-Gebühren 4–7 €, (3) Devisengebühren 1,5–3%, (4) Kartenverlängerung 0–25 €, (5) Bareinzahlung 1–2 € pro 1.000 €, (6) Dispozinsen 9–14% jährlich, (7) Kontoauszug Papier 1–3 € monatlich. Preis- und Leistungsverzeichnis (PLV) des Kreditinstituts einsehen!

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