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Versicherungen vergleichen 2026

Du brauchst eine Krankenversicherung und (wenn du Auto fährst) eine KFZ-Haftpflicht. Alles andere ist freiwillig — für die meisten Haushalte aber sinnvoll. Auf dieser Seite findest du, was Pflicht ist, was sich rechnet und wo du seriös vergleichen kannst.

Letzte Aktualisierung: 4. Mai 2026 von Checkalle

Das Wichtigste in Kürze

  • Pflicht für alle: Krankenversicherung — gesetzlich oder privat (§ 193 VVG).
  • Pflicht je nach Lage: KFZ-Haftpflicht bei eigenem Auto (§ 1 PflVG), Hundehaftpflicht in einigen Bundesländern.
  • Sinnvoll, nicht Pflicht: Privathaftpflicht, Berufsunfähigkeit, Hausrat — empfohlen u. a. von der Verbraucherzentrale.
  • Drei bis fünf Verträge reichen für die meisten Haushalte — mehr ist oft Doppelversicherung.
  • Beiträge variieren bei gleicher Leistung deutlich zwischen Anbietern (Quelle: Stiftung Warentest, GDV).

Welche Versicherung brauchst du wirklich?

Nicht jede Versicherung lohnt sich. Wir teilen die wichtigsten Tarife in drei Gruppen — Pflicht, sinnvoll, optional. Die Kostenrahmen sind Richtwerte aus den jährlich veröffentlichten GDV-Marktdaten und Stiftung-Warentest-Auswertungen. Dein eigener Beitrag kann je nach Alter, Wohnort und Tarif spürbar abweichen.

VersicherungStatusKosten (Richtwert 2026)Wer profitiert
Krankenversicherung (GKV / PKV)PflichtGKV: 14,6 % vom Brutto + Zusatzbeitrag · PKV: ab ca. 250 € / MonatAlle in Deutschland Lebenden
KFZ-HaftpflichtPflicht (bei Auto)200-700 € / JahrAlle Fahrzeughalter
HundehaftpflichtTeils Pflicht50-150 € / JahrHundehalter (u. a. BE, HH, NI, MV, ST)
PrivathaftpflichtSehr empfohlen50-100 € / JahrJeder Erwachsene
Berufsunfähigkeit (BU)Sehr empfohlenab ca. 30 € / MonatBerufstätige, vor allem junge
HausratEmpfohlen60-120 € / JahrMieter mit teurem Inventar
WohngebäudeEmpfohlen200-500 € / JahrEigentümer von Häusern
RisikolebensversicherungBei Familie / Kredit100-300 € / JahrFamilienernährer, Kreditnehmer
Rechtsschutz · Reise · Glas · ZahnOptionalje 50-300 € / JahrNach individuellem Bedarf

Quelle: GDV-Marktstatistik 2025/26, Stiftung Warentest, Verbraucherzentrale.

Neben diesen Klassikern gibt es Pflichtversicherungen für spezielle Fälle: Wer eine Drohne fliegt, braucht zwingend eine Halter-Haftpflicht. Im Drohnenversicherung Vergleich findest du passende Tarife ab rund 5 € im Monat.

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Unabhängige Quellen

Wenn du tiefer einsteigen willst, sind diese Stellen ein guter Startpunkt — alle unabhängig vom Vertrieb:

Häufige Fragen zu Versicherungen

Welche Versicherungen sind in Deutschland Pflicht?

Pflicht für alle in Deutschland Lebenden ist die Krankenversicherung (gesetzlich oder privat, § 193 VVG). Wer ein Auto auf den eigenen Namen zulässt, braucht zusätzlich eine KFZ-Haftpflicht (§ 1 PflVG). In einigen Bundesländern (u. a. Berlin, Hamburg, Niedersachsen) ist auch eine Hundehaftpflicht vorgeschrieben. Alle anderen Versicherungen sind freiwillig.

Welche Versicherungen sind sinnvoll, aber nicht Pflicht?

Die Verbraucherzentrale empfiehlt drei freiwillige Verträge als Basisschutz: Privathaftpflicht (für Schäden gegenüber Dritten), Berufsunfähigkeit (zur Absicherung des Einkommens) und Hausrat (für teure Wohnungsausstattung). Für Eigentümer kommt eine Wohngebäudeversicherung dazu.

Wie viele Versicherungen brauche ich wirklich?

Für die meisten Haushalte reichen drei bis fünf Verträge: Krankenversicherung (Pflicht), KFZ-Haftpflicht (wenn Auto vorhanden), Privathaftpflicht, Berufsunfähigkeit sowie je nach Wohnsituation Hausrat oder Wohngebäude. Mehr Verträge bedeuten oft Doppelversicherung und höhere Kosten ohne Mehrnutzen.

Was kostet eine durchschnittliche Versicherung in Deutschland?

Privathaftpflicht: rund 50-100 € pro Jahr. KFZ-Haftpflicht je nach Fahrzeug, SF-Klasse und Region: 200-700 €. Hausrat: 60-120 €. Berufsunfähigkeit ab etwa 30 € pro Monat (je nach Alter und Beruf). Werte stammen aus den Marktdaten des GDV und Tests von Stiftung Warentest.

Lohnt sich ein Versicherungsvergleich?

In den meisten Fällen ja. Bei gleicher Leistung unterscheiden sich Beiträge zwischen Anbietern oft deutlich. Stiftung Warentest weist regelmäßig auf Einsparpotenziale im dreistelligen Bereich pro Jahr hin, vor allem bei KFZ und Privathaftpflicht.

Wie kann ich meine Versicherung wechseln?

In drei Schritten: Kündigungsfrist im aktuellen Vertrag prüfen, mit einem Vergleichsrechner einen passenden Tarif finden, schriftlich kündigen oder den neuen Anbieter kündigen lassen. Bei der KFZ-Versicherung ist der 30. November Stichtag für den Wechsel zum 1. Januar.

Welche Versicherungen sind für Berufstätige besonders wichtig?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung steht bei Verbraucherschützern weit oben, weil sie das Einkommen absichert, falls du längere Zeit nicht arbeiten kannst. Privathaftpflicht und eine solide Krankenversicherung gehören ebenfalls zur Grundausstattung.

Wann lohnt sich eine private Krankenversicherung (PKV)?

Eine PKV kommt vor allem für Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze (Stand 2025: 73.800 € brutto pro Jahr; der Wert wird jährlich vom Bundesgesundheitsministerium angepasst), Selbstständige und Beamte in Frage. Wichtig: Der Wechsel ist langfristig — eine Rückkehr in die GKV ist nach 55 oft nur eingeschränkt möglich.

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