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Energie

Strompreise 2026: bis 868 € sparen

15. Januar 2025
12 Min.
CheckAlle Redaktion
Letzte Aktualisierung: 10. April 2026
Strom kostet 2026 im Schnitt 37,2 ct/kWh (BDEW). Finanztip empfiehlt aktuell 31,63 ct/kWh. Mit diesen 5 Tipps sparst du bis zu 868 EUR pro Jahr.

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Was kostet Strom 2026 wirklich?

Der Durchschnittspreis für Strom liegt laut BDEW im Januar 2026 bei 37,2 Cent pro kWh in Deutschland. Klingt viel? Für Neukunden sieht die Lage deutlich besser aus: Laut Verivox zahlst du als Neukunde aktuell zwischen 25,9 und 28 Cent pro kWh. Wer dagegen noch in der Grundversorgung hängt, zahlt mit rund 46 Cent pro kWh fast doppelt so viel.

Das heisst konkret: Ein 4-Personen-Haushalt mit 4.000 kWh Jahresverbrauch zahlt in der Grundversorgung ungefähr 1.840 EUR im Jahr. Mit einem günstigen Neukundentarif wären es nur rund 1.040 EUR. Die Differenz? Bis zu 868 EUR Ersparnis pro Jahr (Verivox, März 2026). Finanztip empfiehlt aktuell Tarife mit 31,63 Cent pro kWh (Stand: 7. April 2026).

Tarif-TypPreis pro kWhKosten bei 4.000 kWh/JahrQuelle
Grundversorgung~46 ct/kWh~1.840 EURVerivox März 2026
BDEW-Durchschnitt37,2 ct/kWh~1.488 EURBDEW Januar 2026
Finanztip-Empfehlung31,63 ct/kWh~1.265 EURFinanztip 07.04.2026
Neukunden günstig25,9-28 ct/kWh~1.036-1.120 EURVerivox März 2026

Woraus setzt sich der Strompreis zusammen?

Viele wissen gar nicht, wofür sie eigentlich bezahlen. Der Strompreis in Deutschland besteht aus drei grossen Blöcken (BDEW Strompreisanalyse Januar 2026):

Beschaffung und Vertrieb: 15,4 ct/kWh (41 Prozent)
Das ist der eigentliche Strompreis, den dein Anbieter an der Börse oder über langfristige Verträge zahlt. Hier liegt der größte Unterschied zwischen teuren und günstigen Tarifen.

Netzentgelte: 9,3 ct/kWh netto (25 Prozent)
Die Kosten für den Transport des Stroms. Diese Gebühr zahlst du immer, egal bei welchem Anbieter. 2026 sind die Netzentgelte in allen Bundesländern gesunken, im Schnitt um 2,2 ct/kWh (brutto).

Steuern, Abgaben und Umlagen: 12,6 ct/kWh (34 Prozent)
Dazu gehören Stromsteuer, Konzessionsabgabe und Mehrwertsteuer. Die EEG-Umlage entfällt seit 2023.

Strompreise nach Bundesland: Wo ist Strom am teuersten?

Die Strompreise in Deutschland unterscheiden sich je nach Region. Der Grund: unterschiedliche Netzentgelte.

  • Mecklenburg-Vorpommern: rund 25,6 ct/kWh (am günstigsten)
  • Bremen und Niedersachsen: rund 26-27 ct/kWh
  • Bayern und Baden-Wuerttemberg: rund 27-28 ct/kWh
  • Hamburg: rund 31 ct/kWh (am teuersten)

Wichtig: Diese Unterschiede gelten für Neukunden. In der Grundversorgung ist der Abstand noch größer.

Tipp 1: Raus aus der Grundversorgung

Wenn du noch bei deinem örtlichen Grundversorger bist, zahlst du mit Abstand am meisten. Der Wechsel ist der größte Hebel überhaupt. Allein dieser Schritt kann dir laut Verivox bei 4.000 kWh Jahresverbrauch bis zu 868 EUR pro Jahr sparen.

Keine Angst vor dem Wechsel: Dein Strom wird nicht abgestellt. Das Energiewirtschaftsgesetz (EnWG Paragraf 36) garantiert dir jederzeit eine Grundversorgung. Der Anbieterwechsel dauert maximal 3 Werktage (EnWG Paragraf 20a). Hier kannst du deinen Tarif direkt vergleichen.

Tipp 2: Preisgarantie für 12 Monate sichern

Finanztip empfiehlt Tarife mit mindestens 12 Monaten Preisgarantie. Der aktuell empfohlene Tarif liegt bei 31,63 Cent pro kWh mit voller Preisbindung (Stand: 7. April 2026). So bist du vor Preiserhöhungen geschützt.

Achte auf die Vertragslaufzeit. Maximal 12 Monate sind sinnvoll. Längere Verträge nehmen dir die Flexibilität, bei sinkenden Preisen zu wechseln. Und falls dein Anbieter doch die Preise erhöht: Du hast ein Sonderkündigungsrecht (EnWG Paragraf 41 Absatz 5). Dann kannst du innerhalb eines Monats kündigen.

Tipp 3: Jährlich den Anbieter vergleichen

Wer regelmäßig wechselt, spart laut Finanztip im Schnitt rund 300 EUR pro Jahr. Der Trick: Neukundenboni und günstige Einstiegstarife nutzen. Nach 12 Monaten läuft der Bonus aus und die Preise steigen oft. Dann einfach wieder vergleichen.

Der Wechsel selbst ist unkompliziert: Postleitzahl und Jahresverbrauch eingeben, Tarif auswählen, fertig. Den Rest erledigt dein neuer Anbieter. Er kündigt den alten Vertrag und koordiniert die Umstellung. Jetzt kostenlos Tarife vergleichen.

Tipp 4: Stromverbrauch gezielt senken

Neben dem Tarifwechsel lohnt es sich, den eigenen Verbrauch unter die Lupe zu nehmen. Hier ein paar Massnahmen, die wirklich was bringen:

  • LED statt Gluehbirne: Spart bis zu 80 Prozent bei der Beleuchtung
  • Stand-by abschalten: Steckerleisten mit Schalter nutzen. Stand-by-Verbrauch kostet einen durchschnittlichen Haushalt rund 100 EUR im Jahr
  • Energielabel beachten: Seit 2021 gilt die neue EU-Skala von A bis G. Beim nächsten Geraetekauf auf A oder B achten
  • Waschmaschine bei 30 Grad: Reicht für normale Waesche und spart gegenüber 60 Grad rund 50 Prozent Energie
HaushaltEinfamilienhausMehrfamilienhaus
1 Person1.800 kWh1.200 kWh
2 Personen2.700 kWh1.900 kWh
3 Personen3.500 kWh2.400 kWh
4 Personen3.800 kWh2.600 kWh

Wer über eine Solaranlage ohne Eigenkapital nachdenkt, kann langfristig noch deutlich mehr sparen. Und mit einem KfW-Kredit 270 gibt es dafür günstige Finanzierungen.

Tipp 5: Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen nutzen

Erhöht dein Anbieter die Preise, musst du das nicht einfach hinnehmen. Laut EnWG Paragraf 41 Absatz 5 hast du bei jeder Preisaenderung ein Sonderkündigungsrecht. Du hast einen Monat Zeit, um den Vertrag zu kündigen und zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln.

Das gilt auch bei Umzuegen: Nach EnWG Paragraf 41b kannst du bei einem Wohnortwechsel deinen Stromvertrag mit sechs Wochen Frist kündigen. In der Grundversorgung reichen sogar zwei Wochen (StromGVV Paragraf 5).

Dynamische Stromtarife: Lohnt sich das 2026?

Seit 2025 müssen größere Versorger dynamische Tarife anbieten. Bei diesen Tarifen schwankt der Preis je nach Boersenstrompreis. In Zeiten mit viel Wind- und Sonnenenergie kann der Preis sogar negativ werden.

Lohnen tut sich das vor allem bei flexiblen Grossverbrauchern: Wärmepumpe, Wallbox für E-Auto oder Speicher. Für den durchschnittlichen Haushalt ist ein Festpreistarif mit 12 Monaten Preisgarantie die sicherere Wahl.

Was hat sich 2026 beim Strom geändert?

Drei wichtige Änderungen, die du kennen solltest:

  • Strompreisbremse ist weg: Die staatliche Preisdeckelung ist seit Ende 2023 ausgelaufen. Der Markt bestimmt die Preise wieder allein
  • 6,5 Milliarden EUR Netzentgelt-Zuschuss: Die Bundesregierung subventioniert 2026 die Netzentgelte. Das drückt den Strompreis etwas nach unten
  • Energy Sharing ab Juni 2026: Mit dem neuen EnWG Paragraf 42c können Nachbarn künftig Strom aus lokalen Solaranlagen direkt teilen. Kann für Mieter interessant werden

Deine Rechte als Stromkunde

Als Verbraucher hast du starke Rechte. Hier die wichtigsten:

  • Grundversorgung garantiert (EnWG Paragraf 36): Dein oertlicher Versorger muss dich immer mit Strom beliefern
  • Sonderkündigung bei Preiserhöhung (EnWG Paragraf 41 Abs. 5): Ein Monat Kündigungsfrist
  • Schneller Wechsel (EnWG Paragraf 20a): Maximal 3 Werktage
  • Kündigung bei Umzug (EnWG Paragraf 41b): 6 Wochen Frist
  • Grundversorgung kündigen (StromGVV Paragraf 5): Nur 2 Wochen Frist

Weitere Vergleiche, die sich lohnen

Strom ist oft nur der Anfang. Wer einmal angefangen hat zu vergleichen, findet überall Sparpotenzial:

Brauchst du gerade einen günstigen Ratenkredit? Auch hier lohnt sich der Vergleich.

Quellen: BDEW Strompreisanalyse Januar 2026, Finanztip Strompreisvergleich 17. März 2026, Verivox Strompreisindex März 2026, Bundesregierung (Netzentgelt-Zuschuss, Energy Sharing EnWG Paragraf 42c), Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), Stromgrundversorgungsverordnung (StromGVV).

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