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Kfz-Direktversicherung 2026: Anbieter, Kosten und Wechsel

Eine Kfz-Direktversicherung schließt du ohne Vermittler direkt beim Versicherer ab, meist online. Weil keine Abschlussprovision an einen Vertreter fällt, kalkulieren Direktversicherer anders. Ob das für dich günstiger ist, hängt allerdings von deinem Fahrerprofil ab.

Ohne Vermittler
Abschluss online
eVB per E-Mail

Von der CheckAlle Redaktion · Letzte Aktualisierung:

Kfz-Tarife vergleichen

Der Rechner zeigt Angebote verschiedener Versicherer, darunter Direktanbieter ohne Vertreternetz.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Direktversicherer verkaufen ohne Vertreter oder Makler. Der gesetzliche Versicherungsschutz ist derselbe wie bei jedem anderen Anbieter, nur der Vertriebsweg unterscheidet sich.
  • Eine allgemeingültige Ersparnis gegenüber dem Vermittlervertrieb lässt sich nicht belegen. Finanztip fand im Oktober 2024 bei 32 Musterprofilen den größten Direktversicherer in neun Fällen als günstigsten Anbieter.
  • Der Durchschnittsbeitrag liegt laut GDV-Zahlen bei rund 256 Euro im Jahr für die Haftpflicht, 340 Euro mit Teilkasko und 590 Euro mit Vollkasko.
  • Sechs Direktversicherer sind derzeit im Neugeschäft aktiv. Zwei früher häufig genannte Marken, nexible und Friday, gibt es nicht mehr.

Was ist eine Kfz-Direktversicherung?

Der Unterschied liegt im Vertriebsweg, nicht im Schutz. Du schließt den Vertrag direkt beim Versicherer ab, über dessen Website, App oder Telefonhotline. Ein Vertreter, der eine Abschlussprovision erhält, ist nicht beteiligt.

Wichtig zur Einordnung: Versicherer mit Sitz in Deutschland stehen unter staatlicher Aufsicht, je nach Größe bei der BaFin oder der zuständigen Landesbehoerde. Anbieter mit Sitz in einem anderen EU-Land nutzen den europäischen Pass und unterstehen nach Angaben der BaFin primär der Aufsicht ihres Herkunftsstaates. Wie finanzstark ein Versicherer ist, sagt der Vertriebsweg nicht aus; maßgeblich ist die Solvenzquote, die jedes Unternehmen jährlich veröffentlicht.

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Beim Direktversicherer läuft der komplette Abschluss über Website oder App.

Direktversicherung oder klassischer Tarif?

Direktversicherer passt, wenn du…

  • deinen Vertrag selbst online verwalten willst
  • nur die Kfz-Police brauchst, keine gebündelten Verträge
  • Schäden per App oder Hotline meldest statt persönlich
  • bereit bist, Tarifdetails selbst zu vergleichen

Ein Vermittler passt eher, wenn du…

  • bei komplexen Schäden persönliche Beratung willst
  • mehrere Policen bei einem Ansprechpartner bündelst
  • einen festen Kontakt vor Ort bevorzugst
  • dir die Tarifauswahl abnehmen lassen möchtest
Vergleich von Direktversicherern und Anbietern mit Vermittlervertrieb
MerkmalDirektversichererAnbieter mit Vermittler
VertriebswegWebsite, App oder TelefonVertreter, Makler oder Filiale
BeratungDigital, je nach Anbieter zusätzlich HotlinePersönlich, meist fester Ansprechpartner
VertragsänderungSelbstständig im KundenportalMeist über den Vermittler
AbschlussprovisionFällt nicht anIm Beitrag einkalkuliert
VersicherungsschutzNach denselben gesetzlichen VorgabenNach denselben gesetzlichen Vorgaben
Bündelung mit anderen PolicenSelten, meist nur KfzHäufig, etwa mit Hausrat oder Haftpflicht

Diese Kfz-Direktversicherer gibt es

Sechs Anbieter verkaufen aktuell ohne Vertreternetz. Stand Juli 2026, Konzernzugehörigkeiten können sich ändern.

Aktive Kfz-Direktversicherer in Deutschland und ihre Konzernzugehörigkeit
AnbieterGehört zuBesonderheit
HUK24HUK-COBURG VersicherungsgruppeReine Onlineversicherung, Beratung ausschließlich online
CosmosDirektGenerali DeutschlandKfz als Hauptprodukt, Service auch am Wochenende
DA DirektZurich Insurance GroupNeben Pkw auch Motorrad, Wohnwagen und Anhänger
AdmiralDirektItzehoer VersicherungenDirektvertriebstochter, nicht die britische Admiral Group
VertiMAPFRE-GruppeFrüher Direct Line, seit 2017 unter dem Namen Verti
Allianz DirectAllianz GruppeHat 2025 das Portfolio des Digitalversicherers Friday übernommen

Zwei Namen sind ueberholt. nexible hat sich schon vor der Wechselsaison 2022/2023 aus dem Kfz-Neugeschäft zurückgezogen und den Vertrieb 2025 ganz eingestellt. Friday wurde von der Baloise-Gruppe an Allianz Direct verkauft; Marke und Bestand sind übertragen. Wer diese Anbieter noch in älteren Vergleichslisten findet, kann dort keinen Vertrag mehr abschließen.

Was kostet eine Kfz-Versicherung?

Der Durchschnittsbeitrag liegt bei rund 256 Euro im Jahr für die reine Haftpflicht. Mit Teilkasko sind es etwa 340 Euro, mit Vollkasko rund 590 Euro. Die beiden Kaskowerte enthalten den Haftpflichtanteil bereits. Die Zahlen stammen aus der GDV-Statistik zur durchschnittlichen Jahresprämie und sind bei Finanztip aufbereitet (Stand August 2025).

Dein persönlicher Beitrag weicht davon fast immer ab. Fünf Faktoren bestimmen ihn: die Typklasse deines Fahrzeugs, die Regionalklasse deines Wohnorts, deine Schadenfreiheitsklasse, der eingetragene Fahrerkreis und die Jahresfahrleistung. Zwei Nachbarn mit demselben Auto zahlen deshalb selten denselben Preis.

Und die häufigste Frage: Ist der Direktversicherer nun billiger? Belegen lässt sich das nicht pauschal. Weder Stiftung Warentest noch der GDV oder die Verbraucherzentrale veröffentlichen einen Preisvergleich nach Vertriebsweg. Finanztip hat im Oktober 2024 32 Musterprofile durchgerechnet; HUK24 als größter Direktversicherer lag dabei in neun von 32 Fällen vorn. In den übrigen Fällen war ein anderer Anbieter günstiger. Der Kostenvorteil aus der wegfallenden Provision ist real, aber er entscheidet nicht allein über den Preis.

Welche Nachteile hat eine Direktversicherung?

Du trägst die Tarifauswahl selbst. Niemand prüft für dich, ob die Deckungssumme passt oder ob ein Baustein fehlt, den du eigentlich brauchst. Das ist der eigentliche Preis des günstigeren Vertriebswegs.

Die Erreichbarkeit unterscheidet sich ausserdem stärker, als viele erwarten. Die HUK24 beschreibt sich selbst als reine Onlineversicherung; Kommunikation und Beratung laufen dort ausschließlich online, eine Telefonhotline gibt es nicht. Andere Direktversicherer wie CosmosDirekt bieten dagegen einen Telefonservice mit festen Zeiten an. Wer im Schadenfall lieber jemanden anruft, sollte diesen Punkt vor Abschluss prüfen statt danach.

Und wenn du mehrere Verträge bündeln willst, Hausrat, Haftpflicht, Leben, dann findest du das bei Direktversicherern kaum. Die meisten führen nur wenige Sparten.

Wie läuft die Schadenmeldung?

Über Onlineformular, App oder Schadenhotline, je nach Anbieter. Fotos und Belege lädst du direkt hoch, den Bearbeitungsstand siehst du im Kundenportal.

Ob das schneller geht als bei einem Versicherer mit Vermittlernetz, ist offen. Eine unabhängige Untersuchung, die die Regulierungsgeschwindigkeit beider Gruppen vergleicht, gibt es nicht. Die Kundenbefragungen des Deutschen Instituts für Service-Qualität stellen Direkt- und Filialversicherer zwar gegenüber, messen aber Preis-Leistung und Service, nicht die Dauer der Schadenregulierung. Wer hier eine klare Aussage liest, sollte nach der Quelle fragen.

So wechselst du zum Direktversicherer

Bei den üblichen Jahresvertraegen mit Versicherungsjahr bis zum 31. Dezember muss die Kündigung spätestens am 30. November beim bisherigen Versicherer eingehen. Dieses Datum steht allerdings in keinem Gesetz. Es ergibt sich aus dem Vertrag: Paragraf 11 VVG lässt Kündigungsfristen zwischen einem und drei Monaten zu. Läuft dein Versicherungsjahr nicht bis Jahresende, gilt ein anderer Stichtag. Schau also in deine Police, statt dich auf den 30. November zu verlassen.

Es gibt einen zweiten Weg raus. Erhöht dein Versicherer die Prämie, ohne den Leistungsumfang entsprechend zu ändern, greift Paragraf 40 Absatz 1 VVG. Du kannst dann innerhalb eines Monats nach Zugang der Mitteilung kündigen. Der Versicherer muss dich in dieser Mitteilung ausdrücklich auf dieses Recht hinweisen.

Die Kündigung selbst bleibt deine Aufgabe. Viele Anbieter stellen dafür ein vorbereitetes Schreiben oder einen Kündigungsservice bereit, verpflichtet dazu ist aber keiner. Verlass dich nicht darauf, dass der neue Versicherer das automatisch erledigt. Deine schadenfreien Jahre gehen beim Wechsel nicht verloren: Der alte Versicherer meldet den Schadenverlauf elektronisch an den neuen. Wie dieser Verlauf dann in einen Rabattsatz umgerechnet wird, legt jeder Anbieter in seinen eigenen Bedingungen fest, die Prozentwerte unterscheiden sich also.

Die eVB-Nummer bekommst du nach dem Abschluss meist sofort per E-Mail oder SMS. Sie besteht aus sieben Zeichen, Ziffern und Großbuchstaben gemischt; die Buchstaben I und O werden nicht verwendet. Wie lange sie gilt, entscheidet jeder Versicherer selbst, laut ADAC sind höchstens 730 Tage möglich. Die Ausstellung ist kostenlos, auch dann, wenn du am Ende gar kein Fahrzeug zulässt. Brauchst du sie schnell, findest du die Details unter eVB-Nummer sofort online. Die vollständige Wechselanleitung steht im Kfz-Versicherungsvergleich, was sich zur Saison ändert, fasst der Beitrag zu den Gründen für steigende Kfz-Beiträge zusammen.

Fünf Fehler beim Wechsel zum Direktversicherer

Die meisten Pannen beim Anbieterwechsel haben nichts mit dem Tarif zu tun, sondern mit Annahmen, die sich hartnäckig halten.

Sich blind auf den 30. November verlassen. Das Datum passt nur, wenn dein Versicherungsjahr am 31. Dezember endet und die Frist einen Monat beträgt. Läuft der Vertrag anders, verschiebt sich der Stichtag. Ein Blick in die Police dauert zwei Minuten und ersetzt das Raten.

Darauf bauen, dass der Neue kündigt. Viele Anbieter stellen ein vorbereitetes Schreiben bereit, verpflichtet ist dazu aber keiner. Geht die Kündigung zu spät ein, läuft der alte Vertrag ein weiteres Jahr.

Mit veralteten Anbieterlisten arbeiten. nexible und Friday stehen noch in vielen Übersichten, obwohl bei beiden kein Abschluss mehr möglich ist. Ein Vergleichsergebnis, das solche Namen führt, ist nicht aktuell.

Nur auf den Vertriebsweg schauen. Ob direkt oder über einen Vermittler gekauft wird, erklärt den Preis nicht allein. In der Finanztip-Abfrage von Oktober 2024 lag der größte Direktversicherer in neun von 32 Profilen vorn, in den übrigen ein anderer Anbieter.

Die eVB-Gültigkeit als feste Größe behandeln. Es gibt keine einheitliche Frist. Jeder Versicherer legt sie selbst fest, laut ADAC sind höchstens 730 Tage möglich. Wenn zwischen Abschluss und Zulassung Zeit vergeht, prüfe das Ablaufdatum in deiner Bestätigung.

Wenn ohnehin ein Fahrzeugwechsel ansteht, lohnt daneben ein Blick auf die Finanzierung. Der Autokredit-Vergleich zeigt, welche Rate zu deinem Budget passt.

Fünf Stellschrauben für den Beitrag

Auch zwischen Direktversicherern gibt es Preisunterschiede. Diese Punkte kannst du selbst beeinflussen:

  • Eine höhere Selbstbeteiligung senkt den Beitrag. 150 Euro in der Teilkasko und 300 Euro in der Vollkasko sind ein gängiger Mittelweg.
  • Jährliche Zahlung statt monatlicher Raten spart den Ratenzahlungszuschlag, den viele Versicherer erheben.
  • Werkstattbindung akzeptieren, falls dir die freie Werkstattwahl nicht wichtig ist. Der Nachlass steht in den Bedingungen des jeweiligen Tarifs.
  • Jahresfahrleistung realistisch angeben. Wer zu hoch schätzt, zahlt zu viel; wer zu niedrig angibt, riskiert eine Nachberechnung.
  • Fahrerkreis eng halten. Fährt nur du oder ihr zu zweit, gehört das auch so in den Vertrag.

Ausführlicher stehen die Möglichkeiten unter Auto günstig versichern. Steht ohnehin ein Fahrzeugwechsel an, hilft dir der Autokredit-Vergleich bei der Finanzierung.

Häufige Fragen zur Kfz-Direktversicherung

Eine Kfz-Direktversicherung schließt du direkt beim Versicherer ab, ohne Vertreter oder Makler dazwischen. Der Vertrieb läuft über Website, App oder Telefon. Weil keine Abschlussprovision an einen Vermittler fällt, kalkulieren Direktversicherer ihre Beiträge anders. Der gesetzliche Versicherungsschutz ist derselbe wie bei jedem anderen Anbieter.

Nicht automatisch. Eine belastbare Zahl für den Preisunterschied zwischen Direkt- und Vermittlervertrieb gibt es nicht: Weder Stiftung Warentest noch Finanztip, Verbraucherzentrale oder der GDV veröffentlichen dazu einen Kanalvergleich. Finanztip hat im Oktober 2024 32 Musterprofile abgefragt; der größte Direktversicherer HUK24 hatte dabei in neun von 32 Fällen den günstigsten Tarif. Welcher Anbieter für dich am billigsten ist, hängt vom Fahrerprofil ab.

Zu den bekannten Direktversicherern zählen HUK24 (HUK-COBURG Versicherungsgruppe), CosmosDirekt (Generali Deutschland), DA Direkt (Zurich Insurance Group), AdmiralDirekt (Direktvertriebstochter der Itzehoer Versicherungen), Verti (MAPFRE-Gruppe) und Allianz Direct (Allianz Gruppe). Stand: Juli 2026. Der Markt verändert sich, Konzernzugehörigkeiten können wechseln.

Der Durchschnittsbeitrag liegt laut GDV-Zahlen bei rund 256 Euro pro Jahr für die reine Kfz-Haftpflicht, bei rund 340 Euro mit Teilkasko und bei rund 590 Euro mit Vollkasko. Die Kaskowerte enthalten den Haftpflichtanteil bereits. Dein persönlicher Beitrag weicht davon ab: Typklasse, Regionalklasse, Schadenfreiheitsklasse, Fahrerkreis und Jahresfahrleistung bestimmen den Preis.

Du hast keinen festen Ansprechpartner vor Ort und trägst die Tarifauswahl selbst. Auch die Erreichbarkeit unterscheidet sich stark: Die HUK24 arbeitet nach eigenen Angaben als reine Onlineversicherung, Kommunikation und Beratung laufen ausschließlich online. Wer mehrere Verträge bündeln oder bei komplexen Schäden persönlich beraten werden will, fährt mit einem Vermittler oft besser.

Über Onlineformular, App oder Schadenhotline, je nach Anbieter. Ob die Regulierung dadurch schneller läuft als bei einem Versicherer mit Vermittlernetz, ist durch keine unabhängige Untersuchung belegt. Die Kundenbefragungen des Deutschen Instituts für Service-Qualität stellen beide Gruppen zwar gegenüber, prüfen aber Preis-Leistung und Service, nicht die Regulierungsgeschwindigkeit.

Der 30. November ist keine gesetzliche Frist, sondern das Rechenergebnis der üblichen Verträge: Läuft dein Versicherungsjahr bis zum 31. Dezember und beträgt die Kündigungsfrist einen Monat, muss die Kündigung bis 30. November zugehen. Das VVG selbst nennt kein festes Datum, sondern erlaubt in Paragraf 11 Absatz 3 Fristen zwischen einem und drei Monaten. Prüfe deshalb immer deine Police.

In der Regel ja. Nach dem Onlineabschluss stellen die meisten Versicherer die eVB elektronisch bereit, per E-Mail oder SMS. Die HUK24 weist darauf hin, dass die Übermittlung in Ausnahmefällen bis zum nächsten Werktag dauern kann. Die eVB besteht aus sieben Zeichen, Ziffern und Großbuchstaben gemischt. Wie lange sie gilt, legt jeder Versicherer selbst fest; laut ADAC sind maximal 730 Tage möglich.

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