Solaranlage mieten: Nachteile, Kosten & Anbieter-Vergleich 2026
Eine gemietete Solaranlage kostet dich über 20 Jahre laut Verbraucherzentrale und ADAC meist deutlich mehr als der Kauf. Hier siehst du die fünf größten Nachteile, den Anbieter-Vergleich für Enpal, 1Komma5°, DZ4 und Yello sowie die Punkte, an denen sich Mieten doch lohnt.
Das Wichtigste in Kürze
- Mietkosten: 50-300 €/Monat (Quelle: ADAC), Enpal startet ab 98 €/Monat.
- Kaufkosten: 18.000-25.000 € einmalig für eine 10 kWp Anlage mit Speicher (Quelle: BSW-Solar).
- Vertragsdauer: typisch 15-25 Jahre, vorzeitige Kündigung schwer.
- Einspeisevergütung bekommt der Vermieter, nicht du.
- Bessere Alternative: KfW-Kredit oder Solarkredit mit bis zu 100 % Finanzierung.

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Wie viel kostet die Solaranlagen-Miete wirklich?
Die genauen Kosten hängen von Anlagengröße, Speicher und Anbieter ab. Damit du eine ehrliche Größenordnung hast, hier die offiziellen Spannen aus aktuellen Quellen:
| Kostenpunkt | Kauf (10 kWp + Speicher) | Miete (10 kWp + Speicher) |
|---|---|---|
| Anschaffung | 18.000-25.000 € einmalig | 0 € |
| Monatliche Rate | 0 € (bzw. Kreditrate) | 50-300 € (ADAC-Spanne) |
| Wartung & Service | ca. 100-150 €/Jahr | enthalten |
| Versicherung (PV) | ca. 60-100 €/Jahr | enthalten |
| Wechselrichter-Tausch (nach ~12-15 J.) | 1.500-2.500 € | enthalten |
| Summe über 20 Jahre | ca. 21.000-29.000 € | ca. 24.000-72.000 € |
| Eigentum am Ende | ja, Anlage gehört dir | nein, oder Kaufoption zum Restwert |
Quellen: ADAC Energie-Ratgeber (Mietpreis-Spanne), Verbraucherzentrale (Vertragsbedingungen), BSW-Solar Preisindex (Anschaffung). Werte für eine typische 10 kWp Anlage mit Speicher. Tatsächliche Kosten variieren je nach Standort, Dachausrichtung und Anbieter.
Die 5 größten Nachteile beim Solaranlage-Mieten
1. Höhere Gesamtkosten
Über 20 Jahre zahlst du bei der Miete in der Regel mehrere tausend Euro mehr als beim Kauf. Bei 150 €/Monat sind das 36.000 €, ein gekauftes System mit Speicher liegt bei 21.000-29.000 € inklusive Wartung. (Quelle: ADAC)
2. Kein Eigentum
Die Anlage gehört dir nicht. Beim Hausverkauf muss der Käufer den Mietvertrag übernehmen oder du löst ihn vorzeitig ab. Beides erschwert den Verkauf.
3. Lange Vertragsbindung
Mietverträge laufen typisch 15-25 Jahre (Quelle: ADAC). Vorzeitige Kündigung ist meist teuer oder ausgeschlossen. Kaufoptionsklauseln stehen oft über dem Marktwert der Anlage.
4. Einspeisevergütung verloren
Die EEG-Einspeisevergütung der Bundesnetzagentur (2026: 7,86 ct/kWh bei Volleinspeisung bis 10 kWp) bekommt der Vermieter. Du sparst nur über deinen Eigenverbrauch.
5. Eingeschränkte Flexibilität
Erweiterungen wie ein zweiter Speicher, eine Wallbox-Anbindung oder ein Modul-Tausch sind im Mietmodell oft nur über den Anbieter möglich und kostenpflichtig.
Anbieter-Vergleich: Enpal, 1Komma5°, DZ4 & Yello
Die vier bekanntesten Anbieter für Solaranlagen-Miete in Deutschland unterscheiden sich bei Einstiegspreis, Vertragsdauer und Service. Hier die Eckdaten nach öffentlich verfügbaren Anbieterangaben (Stand: Mai 2026):
| Anbieter | Einstieg ab | Vertragsdauer | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| Enpal | ab 98 €/Monat | 20 Jahre | Marktführer, Komplettpaket inkl. Speicher und Wallbox-Option |
| 1Komma5° | individuell | 15-20 Jahre | Heartbeat-Energiemanagement, Strom-Flatrate-Option |
| DZ4 | individuell | 20 Jahre | Pacht-Modell, ältester Anbieter im Markt, Kaufoption nach 10 Jahren |
| Yello Solar | individuell | 15-20 Jahre | Tochter der EnBW, Bundling mit Stromtarif möglich |
Worauf du beim Vergleich achten solltest: Welche Wartungsleistungen sind inklusive? Was passiert bei Modultausch nach 15 Jahren? Wie hoch ist die Kaufoption nach 10 Jahren? Wer trägt die Versicherung bei Sturmschäden?
Wann lohnt sich Solaranlage mieten trotzdem?
Kein Eigenkapital, kein Kredit
Wenn du die 18.000-25.000 € nicht hast und auch keinen Solarkredit aufnehmen willst, ist Miete eine Option. Vorher den KfW 270 prüfen.
Rundum-sorglos gewünscht
Wenn dich Wartung, Versicherung und Reparaturen nicht reizen, kann das Mietpaket entlasten. Du gibst Rendite ab für Bequemlichkeit.
Kapital arbeitet besser woanders
Wenn dein Kapital an anderer Stelle deutlich mehr Rendite bringt als die Stromersparnis, kann sich die Miete rechnen. Selten der Fall.
Bessere Alternative: KfW-Kredit 270 oder Solar-Kredit
Statt 15-25 Jahre Miete zu zahlen, kannst du die Solaranlage auch komplett finanzieren. Der KfW-Kredit 270 "Erneuerbare Energien, Standard" ist über deine Hausbank zu günstigen Zinsen erhältlich und finanziert bis zu 100 % der Investition. Am Ende gehört dir die Anlage und du erhältst die Einspeisevergütung. Quelle: KfW Bankengruppe .
Auch klassische Sofortkredite und Solar-Kredite sind eine Option. Vergleiche immer Effektivzins und Laufzeit. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf regionale Förderprogramme über die Förderdatenbank des Bundes.
Wichtig: Eine Garantie auf Bewilligung gibt es bei keinem Kredit. Prüfe deine Bonität und vergleiche mehrere Angebote.
Häufige Fragen zur Solaranlagen-Miete
Was sind die Nachteile, wenn man eine Solaranlage mietet?
Wie viel kostet eine Solaranlage zur Miete pro Monat?
Welche Anbieter vermieten Solaranlagen in Deutschland?
Was passiert bei einem Hausverkauf mit der gemieteten Solaranlage?
Gibt es eine günstigere Alternative zur Miete ohne Eigenkapital?
Kann ich aus dem Mietvertrag vorzeitig aussteigen?
Wem gehört die Einspeisevergütung bei einer Mietanlage?
Wann lohnt sich die Miete einer Solaranlage trotzdem?
Quellen & weiterführende Informationen
- · Verbraucherzentrale: Solaranlage mieten, eine Alternative zum Kauf?
- · ADAC: Solaranlage mieten, Vor- und Nachteile sowie Kosten
- · KfW 270: Erneuerbare Energien, Standard
- · Bundesnetzagentur: EEG-Einspeisevergütung
- · Förderdatenbank des Bundes (BMWK)
Autorin/Autor: Checkalle Redaktion · Stand: 11. Mai 2026 · Wir aktualisieren Preise und Förderbedingungen mindestens einmal jährlich.
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