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Ehrlicher Vergleich · Stand: 11. Mai 2026

Solaranlage mieten: Nachteile, Kosten & Anbieter-Vergleich 2026

Eine gemietete Solaranlage kostet dich über 20 Jahre laut Verbraucherzentrale und ADAC meist deutlich mehr als der Kauf. Hier siehst du die fünf größten Nachteile, den Anbieter-Vergleich für Enpal, 1Komma5°, DZ4 und Yello sowie die Punkte, an denen sich Mieten doch lohnt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Mietkosten: 50-300 €/Monat (Quelle: ADAC), Enpal startet ab 98 €/Monat.
  • Kaufkosten: 18.000-25.000 € einmalig für eine 10 kWp Anlage mit Speicher (Quelle: BSW-Solar).
  • Vertragsdauer: typisch 15-25 Jahre, vorzeitige Kündigung schwer.
  • Einspeisevergütung bekommt der Vermieter, nicht du.
  • Bessere Alternative: KfW-Kredit oder Solarkredit mit bis zu 100 % Finanzierung.
Unabhängige Quellen Kostenrechner inklusive 4 Anbieter im Vergleich
Solaranlage auf einem Einfamilienhaus in Deutschland

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Wie viel kostet die Solaranlagen-Miete wirklich?

Die genauen Kosten hängen von Anlagengröße, Speicher und Anbieter ab. Damit du eine ehrliche Größenordnung hast, hier die offiziellen Spannen aus aktuellen Quellen:

KostenpunktKauf (10 kWp + Speicher)Miete (10 kWp + Speicher)
Anschaffung18.000-25.000 € einmalig0 €
Monatliche Rate0 € (bzw. Kreditrate)50-300 € (ADAC-Spanne)
Wartung & Serviceca. 100-150 €/Jahrenthalten
Versicherung (PV)ca. 60-100 €/Jahrenthalten
Wechselrichter-Tausch (nach ~12-15 J.)1.500-2.500 €enthalten
Summe über 20 Jahreca. 21.000-29.000 €ca. 24.000-72.000 €
Eigentum am Endeja, Anlage gehört dirnein, oder Kaufoption zum Restwert

Quellen: ADAC Energie-Ratgeber (Mietpreis-Spanne), Verbraucherzentrale (Vertragsbedingungen), BSW-Solar Preisindex (Anschaffung). Werte für eine typische 10 kWp Anlage mit Speicher. Tatsächliche Kosten variieren je nach Standort, Dachausrichtung und Anbieter.

Die 5 größten Nachteile beim Solaranlage-Mieten

1. Höhere Gesamtkosten

Über 20 Jahre zahlst du bei der Miete in der Regel mehrere tausend Euro mehr als beim Kauf. Bei 150 €/Monat sind das 36.000 €, ein gekauftes System mit Speicher liegt bei 21.000-29.000 € inklusive Wartung. (Quelle: ADAC)

2. Kein Eigentum

Die Anlage gehört dir nicht. Beim Hausverkauf muss der Käufer den Mietvertrag übernehmen oder du löst ihn vorzeitig ab. Beides erschwert den Verkauf.

3. Lange Vertragsbindung

Mietverträge laufen typisch 15-25 Jahre (Quelle: ADAC). Vorzeitige Kündigung ist meist teuer oder ausgeschlossen. Kaufoptionsklauseln stehen oft über dem Marktwert der Anlage.

4. Einspeisevergütung verloren

Die EEG-Einspeisevergütung der Bundesnetzagentur (2026: 7,86 ct/kWh bei Volleinspeisung bis 10 kWp) bekommt der Vermieter. Du sparst nur über deinen Eigenverbrauch.

5. Eingeschränkte Flexibilität

Erweiterungen wie ein zweiter Speicher, eine Wallbox-Anbindung oder ein Modul-Tausch sind im Mietmodell oft nur über den Anbieter möglich und kostenpflichtig.

Anbieter-Vergleich: Enpal, 1Komma5°, DZ4 & Yello

Die vier bekanntesten Anbieter für Solaranlagen-Miete in Deutschland unterscheiden sich bei Einstiegspreis, Vertragsdauer und Service. Hier die Eckdaten nach öffentlich verfügbaren Anbieterangaben (Stand: Mai 2026):

AnbieterEinstieg abVertragsdauerBesonderheit
Enpalab 98 €/Monat20 JahreMarktführer, Komplettpaket inkl. Speicher und Wallbox-Option
1Komma5°individuell15-20 JahreHeartbeat-Energiemanagement, Strom-Flatrate-Option
DZ4individuell20 JahrePacht-Modell, ältester Anbieter im Markt, Kaufoption nach 10 Jahren
Yello Solarindividuell15-20 JahreTochter der EnBW, Bundling mit Stromtarif möglich

Worauf du beim Vergleich achten solltest: Welche Wartungsleistungen sind inklusive? Was passiert bei Modultausch nach 15 Jahren? Wie hoch ist die Kaufoption nach 10 Jahren? Wer trägt die Versicherung bei Sturmschäden?

Wann lohnt sich Solaranlage mieten trotzdem?

Kein Eigenkapital, kein Kredit

Wenn du die 18.000-25.000 € nicht hast und auch keinen Solarkredit aufnehmen willst, ist Miete eine Option. Vorher den KfW 270 prüfen.

Rundum-sorglos gewünscht

Wenn dich Wartung, Versicherung und Reparaturen nicht reizen, kann das Mietpaket entlasten. Du gibst Rendite ab für Bequemlichkeit.

Kapital arbeitet besser woanders

Wenn dein Kapital an anderer Stelle deutlich mehr Rendite bringt als die Stromersparnis, kann sich die Miete rechnen. Selten der Fall.

Bessere Alternative: KfW-Kredit 270 oder Solar-Kredit

Statt 15-25 Jahre Miete zu zahlen, kannst du die Solaranlage auch komplett finanzieren. Der KfW-Kredit 270 "Erneuerbare Energien, Standard" ist über deine Hausbank zu günstigen Zinsen erhältlich und finanziert bis zu 100 % der Investition. Am Ende gehört dir die Anlage und du erhältst die Einspeisevergütung. Quelle: KfW Bankengruppe .

Auch klassische Sofortkredite und Solar-Kredite sind eine Option. Vergleiche immer Effektivzins und Laufzeit. Ergänzend lohnt sich ein Blick auf regionale Förderprogramme über die Förderdatenbank des Bundes.

Wichtig: Eine Garantie auf Bewilligung gibt es bei keinem Kredit. Prüfe deine Bonität und vergleiche mehrere Angebote.

Häufige Fragen zur Solaranlagen-Miete

Was sind die Nachteile, wenn man eine Solaranlage mietet?
Die fünf wichtigsten Nachteile: Du zahlst über 20 Jahre meist deutlich mehr als beim Kauf, du wirst nicht Eigentümer, die Vertragslaufzeit liegt typisch bei 15-25 Jahren (Quelle: ADAC), die Einspeisevergütung erhält der Vermieter und beim Hausverkauf entstehen Komplikationen, weil der neue Eigentümer den Mietvertrag übernehmen muss.
Wie viel kostet eine Solaranlage zur Miete pro Monat?
Laut ADAC liegen die monatlichen Mietkosten zwischen 50 € und 300 €, abhängig von Anlagengröße, Speicher und Vertragsdauer. Enpal startet ab 98 €/Monat (Stand 2025). Für eine typische 10 kWp Anlage mit Speicher rechnest du mit 130-200 €/Monat. Über 20 Jahre summieren sich diese Beträge auf 24.000-72.000 €.
Welche Anbieter vermieten Solaranlagen in Deutschland?
Die bekanntesten Anbieter sind Enpal (Marktführer, ab 98 €/Monat), 1Komma5° (mit Heartbeat-Energiesystem), DZ4 (Pacht-Modell mit Kaufoption) und Yello Solar (EnBW-Tochter). Die Konditionen unterscheiden sich bei Mietdauer, Kaufoption, inkludierten Leistungen und monatlichem Preis.
Was passiert bei einem Hausverkauf mit der gemieteten Solaranlage?
Der Käufer muss den bestehenden Mietvertrag übernehmen oder du kaufst die Anlage zum Restwert ab. Beides kann den Hausverkauf erschweren. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass Käufer oft skeptisch sind, weil sie eine fremde Verpflichtung auf 15-25 Jahre erben. Plane diesen Fall vor Vertragsabschluss ein.
Gibt es eine günstigere Alternative zur Miete ohne Eigenkapital?
Ja. Der KfW-Kredit 270 "Erneuerbare Energien, Standard" finanziert deine Solaranlage zu 100 % über die Hausbank. Die Zinsen liegen aktuell deutlich unter den effektiven Mietkosten. Am Ende der Laufzeit gehört dir die Anlage, die Einspeisevergütung und der gesparte Strom. Quelle: KfW Bankengruppe.
Kann ich aus dem Mietvertrag vorzeitig aussteigen?
Vorzeitige Kündigungen sind in den meisten Mietverträgen nicht oder nur mit hohen Ablösekosten möglich. Übliche Optionen sind ein vorzeitiger Kauf nach 10 Jahren zum Restwert oder die Übernahme durch den Hauskäufer. Lies die Kündigungs- und Kaufoptionsklauseln vor Unterschrift sehr genau.
Wem gehört die Einspeisevergütung bei einer Mietanlage?
Bei einer gemieteten Solaranlage geht die Einspeisevergütung an den Vermieter, nicht an dich. Du sparst nur über den selbst genutzten Strom. Die Vergütung der Bundesnetzagentur beträgt 2026 bei Anlagen bis 10 kWp aktuell 7,86 ct/kWh für die Volleinspeisung. Dieser Betrag fließt komplett dem Eigentümer der Anlage zu.
Wann lohnt sich die Miete einer Solaranlage trotzdem?
Mieten kann sinnvoll sein, wenn du kein Eigenkapital hast und auch keinen Kredit aufnehmen willst, wenn du dich nicht um Wartung, Versicherung und Reparaturen kümmern möchtest oder wenn du dein Kapital anderweitig mit höherer Rendite einsetzt. In allen anderen Fällen ist der Kauf, oft per KfW 270, finanziell deutlich besser.

Quellen & weiterführende Informationen

Autorin/Autor: Checkalle Redaktion · Stand: 11. Mai 2026 · Wir aktualisieren Preise und Förderbedingungen mindestens einmal jährlich.

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