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Wann amortisiert sich eine Solaranlage 2026?

Eine Solaranlage zahlt sich typisch in 8 bis 12 Jahren ohne Speicher aus, mit Speicher in 10 bis 14 Jahren. Danach produzierst du 10 bis 17 Jahre lang fast kostenlosen Strom. Wir zeigen dir die Rechnung mit aktuellen 2026er Werten.

Von Checkalle · Stand: 11. Mai 2026 · Daten: Bundesnetzagentur

Mai 2026 geprüft
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Ohne Speicher

8 bis 12 Jahre

Mit Speicher

10 bis 14 Jahre

Lebensdauer

25 bis 30 Jahre

Rendite

5 bis 10 % p.a.

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Hinweis: Die Beispielrechnungen weiter unten zeigen typische Anlagen. Dein konkretes Ergebnis hängt vom Dach, Stromverbrauch und lokalen Bedingungen ab.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Ohne Speicher rechnet sich eine 10-kWp-Anlage nach 8 bis 12 Jahren, mit Speicher nach 10 bis 14 Jahren.
  • Eigenverbrauch ist der größte Hebel: Jede selbst genutzte kWh spart 30 bis 33 ct, die Einspeisung bringt nur 7,78 ct/kWh (Stand: Bundesnetzagentur, Februar 2026).
  • Nullsteuersatz seit Januar 2023: 0 % Umsatzsteuer auf Anlagen bis 30 kWp senkt den Kaufpreis direkt um rund 19 %.
  • E-Auto verkürzt die Amortisation oft um 2 bis 3 Jahre, weil dein Eigenverbrauch deutlich steigt.
  • Lebensdauer 25 bis 30 Jahre: Nach der Amortisation produzierst du 13 bis 18 Jahre lang fast kostenlosen Strom.

So berechnest du die Amortisation

Die Formel ist einfacher als du denkst. Du teilst deine Investition durch die jährliche Ersparnis. Was rauskommt, ist die Zahl der Jahre bis Break-even.

Amortisationszeit = Investition ÷ jährliche Ersparnis

Die jährliche Ersparnis setzt sich aus zwei Blöcken zusammen:

  • Eingesparte Stromkosten: Eigenverbrauch in kWh mal dein Strompreis. 2026 zahlen die meisten Haushalte 30 bis 33 ct/kWh.
  • Einspeisevergütung: Eingespeiste kWh mal 7,78 ct (Teileinspeisung, ≤ 10 kWp, Februar bis Juli 2026, Bundesnetzagentur).

Achtung: Ab August 2026 sinkt die Einspeisevergütung voraussichtlich um etwa 1 %. Wer 2026 noch baut, sichert sich die aktuellen Sätze für 20 Jahre.

Beispielrechnungen für typische Anlagen

Annahmen: 30 ct/kWh Strompreis, 7,78 ct/kWh Einspeisevergütung (BNetzA 2026), inklusive Nullsteuersatz. 150 Euro Wartung pro Jahr sind in der Rendite eingerechnet.

5 kWp ohne Speicher

Investition:9.000 €
Jahresertrag:5.000 kWh
Eigenverbrauch (35 %):1.750 kWh = 525 €
Einspeisung (65 %):3.250 kWh = 253 €
Jahresvorteil:778 €
Amortisation:ca. 11,6 Jahre

10 kWp ohne Speicher

Investition:15.000 €
Jahresertrag:10.000 kWh
Eigenverbrauch (30 %):3.000 kWh = 900 €
Einspeisung (70 %):7.000 kWh = 545 €
Jahresvorteil:1.445 €
Amortisation:ca. 10,4 Jahre

10 kWp + 10 kWh Speicher

Investition:23.000 €
Jahresertrag:10.000 kWh
Eigenverbrauch (70 %):7.000 kWh = 2.100 €
Einspeisung (30 %):3.000 kWh = 233 €
Jahresvorteil:2.333 €
Amortisation:ca. 9,9 Jahre

Werte sind Richtwerte. Dein Ergebnis kann je nach Standort, Dachausrichtung und Stromtarif abweichen. Eine konkrete Rechnung bekommst du über den Photovoltaik Anbieter Vergleich.

Eigenverbrauch: dein größter Hebel

Wer Strom selbst nutzt, spart 30 bis 33 ct/kWh. Wer ihn einspeist, bekommt nur 7,78 ct/kWh. Der Unterschied ist Faktor vier. Genau hier liegt der Hebel für schnellere Amortisation.

Ohne Speicher bleibst du bei 25 bis 35 % Eigenverbrauch. Mit Speicher schaffst du 60 bis 80 %. Mit Wallbox und E-Auto sogar bis 85 %. So sieht der finanzielle Effekt aus:

  • 30 % Eigenverbrauch bei 10.000 kWh Ertrag: 3.000 kWh selbst = 900 Euro Ersparnis pro Jahr.
  • 70 % Eigenverbrauch: 7.000 kWh selbst = 2.100 Euro pro Jahr. Mehr als doppelt so viel.
  • Lastverschiebung ist gratis: Geschirrspüler, Waschmaschine, Trockner und Pool tagsüber laufen lassen.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, vor der Anlagenplanung zu prüfen, wann du tagsüber Strom brauchst. Wer wenig zu Hause ist, braucht entweder einen Speicher oder einen klugen Lastplan.

Teileinspeisung oder Volleinspeisung?

Zwei Modelle, zwei Sätze. Die meisten Privathaushalte fahren mit Teileinspeisung besser, weil Eigenverbrauch lukrativer ist als jede Vergütung.

Teileinspeisung (Standard)

7,78 ct/kWh für den Überschuss. Du nutzt Strom zuerst selbst, der Rest geht ins Netz. Bestes Modell, wenn du tagsüber zuhause bist oder einen Speicher hast.

Volleinspeisung

12,34 ct/kWh für den kompletten Ertrag. Lohnt sich nur, wenn du kaum tagsüber Strom brauchst und keinen Speicher hast. Vorab anmelden, vor dem ersten Einspeisen.

Die Wahl kannst du theoretisch jährlich ändern, in der Praxis ist Wechseln aber bürokratisch. Prüfe das Modell vor Inbetriebnahme.

E-Auto und Wallbox: Amortisation 2 bis 3 Jahre schneller

Ein E-Auto braucht 2.500 bis 3.500 kWh pro Jahr. Wer das aus der eigenen Anlage lädt, spart gegenüber öffentlicher Ladung deutlich. Rechnung für 3.000 kWh PV-Strom:

  • PV-Eigenstrom: 3.000 kWh selbst genutzt statt ins Netz gespeist = 663 Euro mehr pro Jahr (Eigenverbrauch 30 ct minus Einspeisung 7,78 ct = 22,22 ct Differenz pro kWh).
  • Gegen öffentliche Ladung (45 ct/kWh): zusätzliche Ersparnis bis 1.350 Euro pro Jahr.
  • Effekt auf Amortisation: typisch 2 bis 3 Jahre kürzer bei einer 10-kWp-Anlage.

Voraussetzung ist eine Wallbox mit Überschussladung. Sie lädt nur, wenn die Anlage genug Strom liefert. Damit holst du den maximalen Eigenverbrauch raus.

Förderung und Finanzierung

Eine Solaranlage ist ein größerer Brocken: 9.000 bis 25.000 Euro. Du musst das aber nicht aus eigenem Geld stemmen. Drei Wege funktionieren 2026:

  1. Nullsteuersatz statt Förderung. Seit Januar 2023 zahlst du 0 % Umsatzsteuer auf Anlagen bis 30 kWp. Das spart direkt rund 19 % gegenüber alten Preisen. Das ist die wichtigste Förderung, ohne Antrag.
  2. KfW-Kredit 270. Die Förderbank gibt zinsgünstige Kredite für PV-Anlagen, oft 4,5 bis 5,5 % effektiver Jahreszins. Der Antrag läuft über deine Hausbank. Details: KfW Kredit 270 Photovoltaik beantragen.
  3. Ratenkredit ohne Eigenkapital. Wer keine Eigenmittel hat, kann die Anlage komplett finanzieren. Bei guter Bonität bekommst du Zinsen ab 4 % p.a. Vergleich der Optionen: Solaranlage ohne Eigenkapital finanzieren.

Bundesweite Direktförderung für PV-Anlagen gibt es 2026 nicht mehr, der Bundeszuschuss endete 2023. Einzelne Bundesländer und Kommunen haben aber noch Programme. Prüfe das für dein Bundesland separat.

Was die Amortisation verkürzt

Hoher Eigenverbrauch

Jede selbst genutzte kWh spart 30 bis 33 ct, mehr als jede Vergütung.

Steigende Strompreise

Bei 35 ct statt 30 ct sinkt die Amortisationszeit um 1 bis 2 Jahre.

Sued-Dach mit 30 Grad Neigung

Optimaler Winkel bringt 10 bis 15 % mehr Ertrag als Ost-West.

Günstiger Einkauf

Anbietervergleich kann 20 bis 30 % sparen. Direkter Effekt auf die Amortisationszeit.

Was nach der Amortisation passiert

Jahre 12 bis 25: Reingewinn

Nach der Amortisation produziert die Anlage 13 bis 18 Jahre lang fast kostenlosen Strom. Wartung bleibt gering.

Gesamtrendite über 25 Jahre

Bei 15.000 Euro Investition und 1.445 Euro Jahresvorteil: über 25 Jahre rund 36.000 Euro Gesamtvorteil. Das sind etwa 240 % ROI.

Module halten 30 Jahre

Hersteller geben 25 bis 30 Jahre Leistungsgarantie auf mindestens 80 % Restleistung.

Höherer Immobilienwert

Studien zeigen eine Wertsteigerung von 3 bis 5 %, abhängig von Lage und Anlagenqualität.

Häufige Fragen zur Amortisation

Wann amortisiert sich eine Solaranlage 2026?
Eine typische 10-kWp-Anlage ohne Speicher zahlt sich nach 8 bis 12 Jahren aus. Mit Speicher dauert es 10 bis 14 Jahre. Entscheidend ist dein Eigenverbrauch: Je mehr du selbst nutzt, desto schneller geht es. Quelle: Berechnung mit aktuellen Strompreisen 30-33 ct/kWh und der Einspeisevergütung 7,78 ct/kWh (Bundesnetzagentur, Februar 2026).
Lohnt sich ein Speicher für die Amortisation?
Der Speicher verlängert die Amortisation um etwa 1 bis 2 Jahre, weil er 5.000 bis 10.000 Euro extra kostet. Dafür steigt dein Eigenverbrauch von 30 % auf 60 bis 80 %. Über 25 Jahre gerechnet bringt der Speicher meist mehr Geld als er kostet, vor allem wenn du abends viel Strom brauchst oder ein E-Auto lädst.
Wie hoch ist die Einspeisevergütung 2026?
Februar bis Juli 2026: 7,78 ct/kWh für Teileinspeisung bis 10 kWp. Volleinspeisung bringt 12,34 ct/kWh. Ab August 2026 sinkt die Vergütung voraussichtlich um etwa 1 %. Aktuelle Sätze veröffentlicht die Bundesnetzagentur halbjährlich.
Welche Strompreissteigerung sollte ich einrechnen?
Konservativ 2 bis 3 % pro Jahr. Historisch lagen die Steigerungen bei 3 bis 5 % pro Jahr (BDEW Strompreisanalyse). Je höher die Preise steigen, desto schneller rechnet sich deine Anlage, weil jede selbst verbrauchte Kilowattstunde mehr wert wird.
Welche Wartungskosten muss ich einplanen?
Etwa 100 bis 200 Euro pro Jahr für Versicherung, Reinigung und Prüfung. Nach 10 bis 15 Jahren kann ein Wechselrichtertausch anfallen, etwa 1.500 bis 2.500 Euro. Diese Posten sind in den Beispielrechnungen unten berücksichtigt.
Wie verkürzt ein E-Auto die Amortisation?
Wenn du 3.000 kWh pro Jahr direkt aus deiner Anlage lädst, sparst du gegenüber öffentlicher Ladung rund 600 bis 1.050 Euro. Die Amortisation verkürzt sich dadurch oft um 2 bis 3 Jahre. Eine Wallbox mit PV-Ueberschussladung holt diesen Effekt besonders gut raus.
Gibt es eine Mehrwertsteuer auf die Solaranlage?
Nein. Seit Januar 2023 gilt der Nullsteuersatz für Solaranlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden. Du zahlst beim Kauf 0 % Umsatzsteuer. Das senkt die Investition direkt um rund 19 % gegenüber der alten Regelung.

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