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Klimaschutz 2026

Von Checkalle Energie-Redaktion · Letzte Aktualisierung:

CO2-Preis 2026
CO2-Steuer im Korridor 55–65 €, Auktionen bei 65 €

Der CO2-Preis 2026, oft auch CO2-Steuer 2026 genannt, liegt gesetzlich zwischen 55 und 65 € pro Tonne. Seit dem 1. Juli versteigert der Bund die Zertifikate an der EEX in Leipzig, und bisher lag jeder Zuschlag am oberen Ende: 65 €. Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas sind dadurch teurer geworden. Was das für dich bedeutet und wo du gegensteuern kannst, steht hier.

Das Wichtigste in Kürze

  • Gesetzlicher Korridor 2026: 55 bis 65 € pro Tonne CO₂. Alle bisherigen Auktionen endeten beim Höchstpreis von 65 € (Stand 5. September 2026).
  • Die Versteigerungen laufen seit dem 1. Juli jeden Mittwoch an der EEX. Weil die 65-Euro-Regel die Tagesmenge verdoppelt, ist die Jahresmenge nach Berechnung des Verbands MEW voraussichtlich am 9. September ausverkauft. Nachverkauf: 3. November bis 3. Dezember zu 68 €.
  • Bei 65 €/t: Benzin +18,5 ct/L, Diesel +20,7 ct/L, Heizöl +20,7 ct/L, Erdgas +1,4 ct/kWh (jeweils inkl. MwSt.).
  • Klimageld gibt es 2026 nicht. Entlastet wird über niedrigere Netzentgelte (Bundeszuschuss 6,5 Mrd. €) und den Wegfall der Gasspeicherumlage.
  • 2027 bleibt der Korridor bei 55 bis 65 € (Kabinettsbeschluss vom 12. August 2026, Bundestag steht noch aus). Ab 2028 übernimmt das EU-weite ETS 2, ohne gesetzlichen Mindestpreis.

CO2-Preis 2026 Tabelle: Aufschläge für alle Brennstoffe

Der Auktionspreis von 65 € ist der Preis, den die Brennstoffhändler 2026 tatsächlich zahlen. Die Spalte 68 € gilt für Zertifikate aus dem Nachverkauf. Der Mindestpreis von 55 € kam bei keiner Auktion zum Tragen. Alle Werte inkl. MwSt. (Quellen: Finanztip, Stand 28. August 2026; DEHSt).

BrennstoffAuktionspreis 65 €/tNachverkauf 68 €/tBeispielhaushaltMehrkosten pro Jahr
Benzin
+18,5 ct/L+19,4 ct/L15.000 km, 7 L/100 kmca. 195 €
Diesel
+20,7 ct/L+21,6 ct/L15.000 km, 6 L/100 kmca. 185 €
Heizöl EL
+20,7 ct/L+21,6 ct/L2.000 L pro Jahrca. 414 €
Erdgas
+1,4 ct/kWh+1,5 ct/kWh15.000 kWh pro Jahrca. 210 €

Jahreswerte sind Aufschlag mal Verbrauch bei 65 €/t, gerundet. Der Nachverkaufspreis von 68 € gilt vom 3. November bis 3. Dezember 2026 (Quelle: DEHSt).

CO2-Preis Entwicklung 2021–2028

Vom Festpreis (bis 2025) über die Korridor-Auktion (2026 und 2027) zum EU-Markt ETS 2 (ab 2028).

25 €
2021
30 €
2022
30 €
2023
45 €
2024
55 €
2025
65 €
2026
55–65 €*
2027
CO₂-Preis in Euro pro Tonne. 2026: Zuschlagspreis der Auktionen. *2027: Korridor laut Gesetzentwurf vom 12. August 2026, Bundestag und Bundesrat stehen aus.

EEX-Versteigerung 2026: Wie der Preis entsteht

Der CO2-Preis 2026 entsteht in wöchentlichen Versteigerungen: Der Bund versteigert die Emissionszertifikate (nEZ) jeden Mittwoch an der Energiebörse EEX in Leipzig, begrenzt durch den gesetzlichen Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne. Bis 2025 stand der CO₂-Preis noch im Gesetz: 25 € beim Start 2021, zuletzt 55 €. Seit 2026 gibt es nur noch diesen Rahmen. Der Bund versteigert die Zertifikate (nEZ) an der EEX in Leipzig, und das Gesetz setzt einen Mindestpreis von 55 € und einen Höchstpreis von 65 € (BEHG § 10 Abs. 2). Für 2026 stehen insgesamt 192.085.240 Zertifikate im Kalender, pro Termin 10.671.000, jeden Mittwoch zwischen 13 und 15 Uhr (DEHSt).

Wer bietet? Die Unternehmen, die Benzin, Diesel, Heizöl oder Erdgas in Verkehr bringen, also Mineralölkonzerne, Gasimporteure und Heizölhändler. Sie müssen für jede Tonne CO₂, die ihre Brennstoffe verursachen, ein Zertifikat abgeben. Die Kosten reichen sie weiter, weshalb der Auktionspreis direkt an der Zapfsäule und auf der Gasrechnung ankommt.

Die entscheidende Sonderregel heißt 65-Euro-Regel: Erreicht der Zuschlagspreis den Höchstpreis, darf die DEHSt an diesem Termin bis zu doppelt so viele Zertifikate zuteilen wie geplant. Genau das ist bei der ersten Auktion passiert und seitdem bei jeder weiteren. Deshalb ist die Jahresmenge deutlich früher weg als ursprünglich bis Ende Oktober vorgesehen.

Wer nach der Auktionsphase noch Zertifikate braucht, kauft sie im Nachverkauf: vom 3. November bis voraussichtlich 3. Dezember 2026, dienstags und donnerstags, zum festen Preis von 68 € (DEHSt). Dieser Preis ist die Obergrenze für 2026.

CO2-Preis 2026 in den Auktionen: bisher jeder Zuschlag bei 65 €

Die erste Versteigerung am 1. Juli 2026 hat die Richtung vorgegeben. Nach Angaben der DEHSt gaben 101 Teilnehmer Gebote über knapp 292 Millionen Zertifikate ab, zugeteilt wurden rund 21,3 Millionen, der Erlös lag bei knapp 1,4 Milliarden Euro. Bis zur sechsten Auktion am 5. August stieg die Nachfrage laut dem Verband MEW auf rund 535 Millionen Zertifikate, die Zuteilungsquote fiel auf knapp unter 4 Prozent.

TerminZuschlagspreisZugeteilte MengeGebotsmengeZuteilungsquote
1. Juli 2026 (1. Auktion)65,00 €21,34 Mio. nEZ291,71 Mio. nEZ7,32 %
8. Juli bis 5. August (2. bis 6. Auktion)65,00 €verdoppelt (65-Euro-Regel)bis rund 535 Mio. nEZknapp unter 4 %

Stand 5. September 2026. Quellen: DEHSt, Meldung vom 2. Juli 2026; EEX-Pressemitteilung zur ersten nEHS-Auktion (21.341.599 nEZ, 291,71 Mio. nEZ Gebote, Zuteilungsquote 7,32 %); MEW-Pressemitteilung vom 5. August 2026 (Auktionen 2 bis 6). Die Einzelergebnisse aller Termine veröffentlicht die EEX in ihren Marktdaten.

Was heißt das für dich? Für 2026 kannst du fest mit 65 € pro Tonne rechnen. Die Tabelle oben zeigt die Aufschläge genau für diesen Preis. Der ursprünglich bis 28. Oktober geplante Auktionszeitraum wird nach Berechnung des MEW nicht ausgeschöpft: elf statt 18 Termine, der letzte voraussichtlich am 9. September. Wer als Händler danach kaufen muss, zahlt 68 €, das sind bei Heizöl etwa 0,9 Cent pro Liter mehr.

CO2-Preis 2027: Der Korridor bleibt bei 55 bis 65 €

Der CO2-Preis 2027 bleibt laut Kabinettsbeschluss vom 12. August 2026 im Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne, genau wie 2026. Lange war offen, ob 2027 die Versteigerung ohne Preisrahmen laufen würde. Das Bundeskabinett hat am 12. August 2026 den Entwurf für ein drittes Änderungsgesetz zum BEHG beschlossen. Danach gilt auch 2027 ein Korridor von 55 bis 65 € pro Tonne, mit derselben Auktionsmechanik wie 2026 (BMUKN, Gesetzentwurf). Die Preise für Überschussmengen und für den Nachkauf sollen um jeweils 5 € steigen.

Beschlossen ist das noch nicht. Der Entwurf muss durch Bundestag und Bundesrat, die Beratungen sind für den Herbst angesetzt. Bis dahin steht im Gesetz für 2027 kein Korridor. Sobald das Gesetz im Bundesgesetzblatt steht, aktualisieren wir diese Seite.

Praktisch bedeutet der Beschluss: Wenn die Auktionen 2027 so laufen wie 2026, bleibt es bei 65 € und damit bei den Aufschlägen aus der Tabelle oben. Für die Heizkosten 2027 ändert sich also voraussichtlich wenig, was bei der Wahl des Gastarifs hilft: Was du bei den Gaspreisen 2026 an CO₂-Anteil siehst, gilt so auch für das kommende Jahr.

Klimageld 2026: Was wurde aus dem Versprechen?

Kurz: Das Klimageld wird 2026 nicht ausgezahlt.

Die Ampel-Koalition hatte 2021 versprochen, einen Teil der CO₂-Einnahmen pauschal an alle zurückzuzahlen. Umgesetzt wurde das nie. Im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung taucht der Begriff nicht mehr auf (Finanztip, Stand 28. Mai 2026).

Die Einnahmen aus den Auktionen, allein die erste brachte knapp 1,4 Milliarden Euro, fließen in den Klima- und Transformationsfonds (KTF). Daraus werden unter anderem die Heizungsförderung und die Gebäudesanierung bezahlt. Direkt auf deinem Konto landet davon nichts.

Entlastet wird 2026 trotzdem, nur an anderer Stelle. Der Bund bezuschusst die Übertragungsnetzentgelte mit 6,5 Milliarden Euro; ein Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden Stromverbrauch spart dadurch rechnerisch etwa 100 Euro im Jahr. Die Gasspeicherumlage ist seit dem 1. Januar 2026 weggefallen. Für 2027 bis 2029 sind jährlich 5,525 Milliarden Euro Zuschuss vorgesehen (Bundesregierung, 3. September 2026).

Unterm Strich: Wer mit Gas oder Öl heizt und viel fährt, zahlt 2026 mehr, als die Netzentgelt-Entlastung zurückbringt. Den Rest musst du selbst ausgleichen: Strom- und Gastarif prüfen, Verbrauch senken oder die Heizung umrüsten (Quelle: Finanztip, Stand 28. August 2026).

ETS 2 ab 2028: Was kommt nach dem deutschen CO2-Preis?

Ab 2028 ersetzt das EU-weite ETS 2 den deutschen CO2-Preis für Gebäude und Straßenverkehr; einen gesetzlichen Mindestpreis wie in Deutschland gibt es dort nicht. Der nationale Emissionshandel ist damit eine Übergangslösung. 2028 übernimmt das EU-weite ETS 2 den Handel für Gebäude und Straßenverkehr; laut EU-Kommission ist das System dann voll in Betrieb (EU-Kommission, Stand 2. September 2026). Der deutsche Korridor endet damit nach 2027.

Einen gesetzlichen Mindestpreis wie in Deutschland gibt es im ETS 2 nicht. Die EU setzt stattdessen auf eine Marktstabilitätsreserve, die Preissprünge nach oben dämpfen soll: Liegt der Preis in den ersten beiden Jahren über 45 € (in Preisen von 2020, also inflationsbereinigt), werden zusätzliche Zertifikate auf den Markt gegeben. Nach unten gibt es keine Bremse.

Für dich heißt das: Der Preis für Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel hängt ab 2028 vom europäischen Markt ab, nicht mehr von einem deutschen Gesetz. Ob er über oder unter den heutigen 65 € liegt, lässt sich seriös nicht vorhersagen. Wer bis dahin auf Wärmepumpe oder Fernwärme umgestiegen ist, ist davon nicht betroffen; wie sich der Umstieg rechnet, zeigt unser Vergleich Wärmepumpe gegen Gasheizung.

Mieter oder Vermieter: Wer zahlt den CO2-Preis beim Heizen?

Wer zur Miete wohnt und mit Gas, Heizöl oder Flüssiggas heizt, zahlt den CO₂-Preis seit 2023 nicht mehr allein. Das CO₂-Kostenaufteilungsgesetz (CO2KostAufG) teilt die Kosten nach dem energetischen Zustand des Gebäudes: Je mehr CO₂ pro Quadratmeter Wohnfläche anfällt, desto größer ist der Anteil des Vermieters. Der Vermieter ermittelt den Wert in der jährlichen Heizkostenabrechnung und weist deinen Anteil dort aus (CO2KostAufG § 5 und Anlage).

CO₂-Ausstoß in kg pro m² und JahrAnteil MieterAnteil Vermieter
unter 12100 %0 %
12 bis unter 1790 %10 %
17 bis unter 2280 %20 %
22 bis unter 2770 %30 %
27 bis unter 3260 %40 %
32 bis unter 3750 %50 %
37 bis unter 4240 %60 %
42 bis unter 4730 %70 %
47 bis unter 5220 %80 %
52 und mehr5 %95 %

Ein Beispiel aus der Tabelle: Liegt das Gebäude bei 45 Kilogramm CO₂ pro Quadratmeter und Jahr, trägt der Vermieter 70 Prozent der CO₂-Kosten. Unter 12 Kilogramm bleibt alles beim Mieter. Prüfe in deiner nächsten Heizkostenabrechnung, ob die Aufteilung ausgewiesen ist; fehlt sie, darfst du deinen Anteil an den Heizkosten laut Gesetz um 3 Prozent kürzen (CO2KostAufG § 7 Abs. 4). Für Wohnungen mit Fernwärme oder Wärmepumpe spielt die Tabelle keine Rolle, weil dort kein Brennstoff nach BEHG verbrannt wird.

So gleichst du CO2-Mehrkosten 2026 aus

Bei 65 €/t und 15.000 kWh Gasverbrauch zahlst du rund 210 € mehr im Jahr. Am CO₂-Anteil selbst kannst du nichts ändern, er ist bei jedem Anbieter gleich. Am Rest der Rechnung schon.

Strom vergleichen

Strom fällt nicht unter den nationalen CO₂-Preis. Wenn du nie gewechselt hast, steckst du wahrscheinlich noch im Grundversorgungstarif. Der Vergleich zeigt für deinen Verbrauch, wie groß die Differenz zu anderen Tarifen ist.

Gas vergleichen

Der CO₂-Preis trifft alle Gasanbieter gleich. Grundpreis, Arbeitspreis und Neukundenbonus unterscheiden sich dagegen deutlich. Was die Anbieter aktuell verlangen, steht in unserer Gaspreis-Übersicht 2026.

Langfristig: Heizung modernisieren

Wärmepumpen, Pelletheizungen und Fernwärme aus erneuerbaren Quellen umgehen den CO₂-Preis komplett. Die KfW fördert den Heizungstausch im Programm 458 seit dem 21. Juli 2026 mit 30 Prozent Grundförderung, 16 Prozent Klimageschwindigkeits-Bonus und einem Einkommensbonus von 10 bis 40 Prozent; insgesamt sind maximal 70 Prozent drin, bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen bis 30.000 Euro maximal 80 Prozent (KfW 458). Ob sich das für dein Haus rechnet, kannst du im Vergleich Wärmepumpe gegen Gasheizung durchspielen; kleinere Hebel ohne Investition findest du unter Energie sparen.

Häufige Fragen zum CO2-Preis 2026

Wie hoch ist der CO2-Preis 2026 in Deutschland?

Gesetzlich gilt 2026 ein Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne CO2 (BEHG § 10 Abs. 2). In den Versteigerungen an der EEX lag der Zuschlagspreis bisher bei jedem Termin am Höchstpreis von 65 Euro (Stand 5. September 2026, DEHSt und EEX). Wer nach der Auktionsphase nachkauft, zahlt 68 Euro pro Zertifikat.

Wann laufen die EEX-Auktionen für CO2-Zertifikate 2026?

Der erste Termin war der 1. Juli 2026, danach jeden Mittwoch von 13 bis 15 Uhr. Geplant waren Termine bis zum 28. Oktober. Weil bei einem Zuschlag zu 65 Euro die Tagesmenge verdoppelt wird, ist die Jahresmenge von rund 192 Millionen Zertifikaten schneller ausverkauft: Nach Berechnung des Verbands MEW endet die Auktionsphase voraussichtlich schon am 9. September. Vom 3. November bis 3. Dezember gibt es einen Nachverkauf zu 68 Euro.

Wie viel teurer wird Benzin durch den CO2-Preis 2026?

Bei 65 Euro pro Tonne, dem Preis aller bisherigen Auktionen, sind es rund 18,5 Cent pro Liter Benzin inklusive Mehrwertsteuer. Beim gesetzlichen Mindestpreis von 55 Euro wären es 15,4 Cent. Bei 15.000 Kilometern im Jahr und 7 Litern auf 100 Kilometer kommen so rund 190 Euro Mehrkosten pro Jahr zusammen.

Wie hoch ist der CO2-Aufschlag auf Heizöl 2026?

Heizöl EL wird durch den CO2-Preis um 20,7 Cent pro Liter teurer (bei 65 Euro pro Tonne, inklusive Mehrwertsteuer). Beim Mindestpreis von 55 Euro wären es 17,3 Cent. Ein Haushalt mit 2.000 Litern Jahresverbrauch zahlt 2026 also rund 414 Euro mehr.

Wird das Klimageld 2026 ausgezahlt?

Nein. Das Klimageld wurde nie eingeführt, und im Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung kommt es nicht vor (Finanztip, Stand 28. August 2026). Die Einnahmen aus dem CO2-Preis gehen in den Klima- und Transformationsfonds. Entlastet wird 2026 auf anderem Weg: Der Bund bezuschusst die Übertragungsnetzentgelte mit 6,5 Milliarden Euro, was einen Haushalt mit 3.500 Kilowattstunden Strom rechnerisch um etwa 100 Euro entlastet, und die Gasspeicherumlage ist seit dem 1. Januar 2026 weggefallen (Bundesregierung, 3. September 2026).

Was ist der Unterschied zwischen nEHS und ETS 2?

Das nEHS (nationaler Emissionshandel) gilt in Deutschland für Gebäude und Verkehr und läuft bis Ende 2027. Ab 2028 übernimmt das EU-weite ETS 2 dieselben Sektoren mit einem gemeinsamen europäischen Preis. Einen gesetzlichen Mindestpreis gibt es dort nicht. Stattdessen greift eine Marktstabilitätsreserve: Steigt der Preis in den ersten beiden Jahren über 45 Euro (in Preisen von 2020, also inflationsbereinigt), werden zusätzliche Zertifikate freigegeben (EU-Kommission, Stand 2. September 2026).

Wie kann ich die CO2-Mehrkosten 2026 reduzieren?

Vier Hebel wirken sofort: einen günstigeren Strom- oder Gasanbieter wählen, zu Ökostrom wechseln (Strom fällt ohnehin nicht unter den nationalen CO2-Preis), den Verbrauch senken und die Heizung mit KfW-Förderung umstellen. Wie viel ein Anbieterwechsel bringt, hängt von deinem aktuellen Tarif ab; der Vergleich zeigt die Differenz für deinen Verbrauch.

Trifft der CO2-Preis auch Pelletheizungen und Wärmepumpen?

Nein. Holzpellets stehen nicht in der Brennstoffliste des BEHG, und Wärmepumpen laufen mit Strom, der nicht im nationalen Emissionshandel steckt. Wer 2026 umrüstet, zahlt den CO2-Preis am Brennstoff nicht mehr.

Wie hoch ist der CO2-Preis 2027?

Nach dem Gesetzentwurf, den das Bundeskabinett am 12. August 2026 beschlossen hat, bleibt der Korridor 2027 bei 55 bis 65 Euro pro Tonne. Die Preise für Überschussmengen und Nachkauf sollen um jeweils 5 Euro steigen. Bundestag und Bundesrat müssen noch zustimmen (Stand September 2026).

Wer zahlt den CO2-Preis bei Mietwohnungen, Mieter oder Vermieter?

Seit 2023 teilen sich Mieter und Vermieter die CO2-Kosten nach dem CO2-Kostenaufteilungsgesetz. Je schlechter der energetische Zustand des Gebäudes, desto größer der Anteil des Vermieters: von 0 Prozent bei weniger als 12 Kilogramm CO2 pro Quadratmeter und Jahr bis 95 Prozent ab 52 Kilogramm. Der Vermieter rechnet das über die Heizkostenabrechnung ab.

Alle Änderungen des Jahres auf einen Blick: Was sich 2026 in Deutschland ändert.

Energie vergleichen und CO2-Kosten senken

Den CO₂-Preis zahlst du bei jedem Anbieter. Den Rest der Rechnung nicht.