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Plakettenwechsel 1. März 2026

E-Scooter Versicherung 2026
Kosten, Vergleich und neue Plakette

Seit 1. März 2026 gilt die schwarze Versicherungsplakette. Die Farbe wechselt jedes Jahr, so steht es in § 53 FZV. Wer ohne Haftpflicht fährt, macht sich strafbar.

Haftpflicht PflichtVerkehrsjahr bis 28.02.2027Sofort-Plakette online

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Hinweis

E-Scooter Versicherungen werden direkt über spezialisierte Anbieter abgeschlossen. Für den allgemeinen Kfz-Versicherungsvergleich nutze unseren Vergleichsrechner.

E-Scooter Versicherung 2026: Das Wichtigste

  • Neue Farbe: Seit 1. März 2026 gilt die schwarze Plakette. Die grüne von 2025 ist ungültig (§ 53 Abs. 1 FZV).
  • Pflicht: Jeder E-Scooter über 6 km/h braucht eine Haftpflicht. Ganz ohne Versicherung zu fahren ist eine Straftat (§ 30 PflVG).
  • Kosten: Hängen von Anbieter, Alter und Teilkasko ab. Die HUK-COBURG nennt ab 16 Euro im Jahr für Fahrer ab 23 (Stand 10.09.2026).
  • Gültigkeit: Das Verkehrsjahr läuft vom 1. März 2026 bis 28. Februar 2027 (§ 52 Abs. 1 FZV).
  • Abschluss: Online beim Versicherer. Die Plakette kommt per Post und muss hinten am Roller sitzen.

E-Scooter Plakette 2026: Welche Farbe gilt?

Die Farbe wechselt jedes Verkehrsjahr, damit sich schon von aussen erkennen lässt, ob ein Roller aktuell versichert ist. Die Reihenfolge ist nicht willkürlich: schwarz, blau, grün, dann wieder von vorn. Festgelegt in § 53 Absatz 1 FZV, gezählt ab dem Verkehrsjahr 2023.

2026

Schwarze Plakette

Aktuell gültig

1. März 2026 bis 28. Februar 2027

2025

Grüne Plakette

Abgelaufen

Seit 1. März 2026 ungültig

2027

Blaue Plakette

Ab 1. März 2027

Danach grün im Verkehrsjahr 2028

Was kostet die E-Scooter Versicherung 2026?

Eine Pauschalantwort gibt es nicht. Der Beitrag wird zum 1. März für das ganze Verkehrsjahr festgesetzt und hängt an ein paar wenigen Stellschrauben.

Nur Haftpflicht

Die gesetzliche Mindestabsicherung

  • Zahlt Schäden, die du anderen zufügst
  • Versicherungskennzeichen ist im Beitrag enthalten
  • Dein eigener Roller ist nicht versichert
  • Kein Schutz bei Diebstahl

Haftpflicht plus Teilkasko

Freiwilliger Zusatz für den eigenen Roller

  • Alles aus der Haftpflicht
  • Diebstahl, Brand und Unwetterschäden
  • Meist mit Selbstbeteiligung
  • Umfang steht in den Bedingungen deines Tarifs

Wovon dein Beitrag abhängt

  • Dem Verkehrsjahr. Der Beitrag gilt vom 1. März bis Ende Februar. Steigst du mitten im Jahr ein, rechnen viele Versicherer anteilig ab.
  • Deinem Alter. Fast alle Anbieter staffeln nach Alter. Unter 23 wird es in der Regel teurer, die genaue Grenze setzt jeder Versicherer selbst.
  • Dem Umfang. Haftpflicht allein ist die Pflicht. Teilkasko kostet extra und lohnt sich eher bei teureren Rollern.
  • Der Selbstbeteiligung. In der Teilkasko drückt eine höhere Selbstbeteiligung den Beitrag, kostet dich aber im Schadensfall mehr.

Ein konkretes Beispiel

Die HUK-COBURG nennt für das Verkehrsjahr 2026/2027 einen Einstiegsbeitrag ab 16 Euro im Jahr, laut eigenem Beitragsbeispiel für Versicherungsnehmer und Fahrer ab 23 Jahren. Quelle: huk.de, abgerufen am 10.09.2026.

Das ist ein einzelnes Beispiel, kein Marktdurchschnitt. Andere Versicherer liegen darüber oder darunter, und die Beiträge werden jedes Jahr zum 1. März neu festgesetzt. Hol dir den aktuellen Preis immer direkt beim Anbieter.

Wenn dein Roller ein paar hundert Euro gekostet hat, lohnt ein Blick auf die E-Scooter Teilkasko. Sie deckt Diebstahl und Unwetterschäden am eigenen Fahrzeug ab, die die Haftpflicht nie übernimmt.

E-Scooter Versicherungspflicht: Was du wissen musst

Seit dem 15. Juni 2019 regelt die Elektrokleinstfahrzeuge-Verordnung (eKFV), was in Deutschland als E-Scooter gilt und auf die Strasse darf. Die Verordnung wurde zuletzt am 30. Januar 2026 geändert (BGBl. 2026 I Nr. 32). Roller mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit über 6 km/h brauchen eine Kfz-Haftpflicht. Das trifft praktisch jedes Modell, das du im Handel bekommst.

Achtung: Ohne Versicherung drohen harte Strafen

Hier lohnt es sich, zwei Fälle auseinanderzuhalten, weil sie rechtlich sehr unterschiedlich enden.

Fall 1: gar keine Versicherung. Das Verbot steht in § 6 PflVG, bestraft wird es nach § 30 PflVG. Das ist eine Straftat, kein Bussgeld.

  • Vorsätzlich: Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe (§ 30 Abs. 1 PflVG)
  • Fahrlässig: Freiheitsstrafe bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen (§ 30 Abs. 2 PflVG)
  • Der Roller kann eingezogen werden (§ 30 Abs. 4 PflVG)
  • Bei einem Unfall haftest du persönlich für alle Schäden

Fall 2: versichert, aber ohne angebrachte Plakette. Dann greift nicht das Strafrecht, sondern § 77 FZV in Verbindung mit § 24 Absatz 1 StVG. Das ist eine Ordnungswidrigkeit.

Zum Führungszeugnis: Eine Geldstrafe von bis zu 90 Tagessätzen wird dort nicht eingetragen, solange im Register keine weitere Strafe steht (§ 32 Abs. 2 Nr. 5 BZRG). Pauschal sagen lässt sich das also nicht.

Welche E-Scooter sind versicherungspflichtig?

Kurz gesagt: fast alle. Ein E-Scooter braucht eine Versicherung, wenn er diese Bedingungen erfüllt:

  • Bauartbedingte Höchstgeschwindigkeit über 6 km/h und höchstens 20 km/h
  • Lenk- oder Haltestange, bei Rollern ohne Sitz mindestens 700 Millimeter lang
  • Nenndauerleistung höchstens 500 Watt, bei selbstbalancierenden Fahrzeugen bis 1400 Watt
  • Höchstens 700 mm breit, 1400 mm hoch, 2000 mm lang und 55 kg schwer
  • Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) oder Einzelbetriebserlaubnis vorhanden

E-Scooter ohne ABE oder mit mehr als 20 km/h sind im öffentlichen Strassenverkehr nicht zugelassen. Wer trotzdem damit fährt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, unabhängig von der Versicherungsfrage. Für die Haftpflicht deines Autos gibt es übrigens unseren Kfz-Versicherungsvergleich.

E-Scooter Unfall: Wer zahlt was?

Drei Szenarien aus dem Alltag, die zeigen, wann welche Versicherung greift.

Parkendes Auto beschädigt

Du streifst mit deinem E-Scooter ein parkendes Auto. Die Reparatur kostet 2.800 EUR.

Haftpflicht zahlt komplett

E-Scooter gestohlen

Dein E-Scooter (Wert: 800 EUR) wird nachts aus dem Keller gestohlen.

Nur Teilkasko zahlt (abzgl. SB)

Eigener Sturz

Du stürzt allein bei Regen und brichst dir den Arm. Kein Dritter beteiligt.

Keine E-Scooter Versicherung zahlt

Dafür brauchst du eine Unfallversicherung.

So versicherst du deinen E-Scooter in 3 Schritten

1

Anbieter wählen

Hol dir bei zwei oder drei Versicherern den Beitrag für dein Alter und entscheide, ob du Teilkasko dazunimmst. Vergleiche dabei nicht nur den Preis, sondern auch die Selbstbeteiligung.

2

Online abschliessen

Geh auf die Webseite des Anbieters und schliesse die Versicherung ab. Du brauchst nur deine persönlichen Daten und die Fahrzeug-Identifikationsnummer deines E-Scooters (steht auf dem Typenschild). Der Vorgang dauert etwa 10 Minuten.

3

Plakette anbringen

Die schwarze Plakette kommt per Post, meistens innerhalb von 2 bis 3 Werktagen. Sie gehört fest an die Rückseite, möglichst unter die Schlussleuchte, mindestens 200 Millimeter über der Fahrbahn und aus 15 Metern lesbar. So verlangt es § 53 Absatz 3 FZV.

Miet-Scooter vs. eigener E-Scooter: Wer braucht was?

Miet-Scooter (Tier, Lime, Bolt)

Die Versicherung läuft über den Verleiher. Du brauchst nichts extra abzuschliessen. Aber: Bei grober Fahrlässigkeit oder Diebstahl haftest du unter Umständen selbst. Lies die AGB deines Anbieters, bevor du losfährst.

Eigener E-Scooter

Du brauchst eine eigene Haftpflichtversicherung mit gültiger Plakette. Ohne fährst du illegal. Bei teuren Modellen ab 500 EUR empfiehlt sich die Teilkasko gegen Diebstahl.

E-Scooter Haftpflicht oder Teilkasko: Was lohnt sich?

Die Haftpflicht ist Pflicht und reicht für die meisten Fahrer. Sie zahlt, wenn du andere Personen oder deren Eigentum beschädigst. Dein eigener E-Scooter ist dabei nicht versichert.

Die Teilkasko ist freiwillig und kostet extra. Sie greift bei Diebstahl, Brand und Unwetterschäden am eigenen Roller. Je teurer dein Modell, desto eher rechnet sie sich. Wie hoch der Aufpreis ausfällt und welche Selbstbeteiligung gilt, unterscheidet sich von Versicherer zu Versicherer, deshalb lohnt der direkte Blick in die Bedingungen.

Mehr zur Entscheidung findest du in unserem Ratgeber E-Scooter Teilkasko 2026. Und wer den Unterschied zwischen Teilkasko und Vollkasko generell verstehen will, findet dort einen Überblick.

Häufige Fragen zur E-Scooter Versicherung 2026

Welche Farbe hat die E-Scooter Plakette 2026?

Ab dem 1. März 2026 ist die Versicherungsplakette schwarz. Die grüne Plakette vom Vorjahr ist seit dem 28. Februar 2026 ungültig. Danach folgen blau (2027) und grün (2028). Die Reihenfolge steht in § 53 Absatz 1 FZV und wiederholt sich seit dem Verkehrsjahr 2023.

Ist eine E-Scooter Versicherung Pflicht?

Ja. Elektrokleinstfahrzeuge mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit über 6 km/h brauchen eine Kfz-Haftpflichtversicherung. Fährst du ganz ohne Versicherung, ist das eine Straftat nach § 30 PflVG. Bist du versichert, hast aber die Plakette nicht angebracht, ist es eine Ordnungswidrigkeit nach § 77 FZV. Zwei verschiedene Dinge, zwei verschiedene Folgen.

Was kostet eine E-Scooter Versicherung 2026?

Das hängt vom Anbieter, deinem Alter und davon ab, ob du Teilkasko dazunimmst. Ein Beispiel: Die HUK-COBURG nennt für das Verkehrsjahr 2026/2027 ab 16 Euro im Jahr für Fahrer ab 23 (Stand 10.09.2026). Jüngere zahlen bei den meisten Versicherern mehr. Prüfe den Preis immer beim Anbieter selbst, denn er wird zum 1. März neu festgesetzt.

Was deckt die E-Scooter Teilkasko ab?

Die Teilkasko greift bei Diebstahl, Brand und Unwetterschäden. Der genaue Umfang steht in den Bedingungen deines Tarifs, da unterscheiden sich die Anbieter. Ob sie sich lohnt, hängt vor allem vom Wert deines Rollers ab. Mehr dazu in unserem Teilkasko-Ratgeber.

Wo bekomme ich die schwarze Plakette 2026?

Du kannst die neue Plakette direkt beim Versicherer online bestellen. Viele Anbieter verschicken sie sofort nach Vertragsabschluss. Alternativ gibt es sie in Versicherungsbüros und teilweise an Tankstellen.

Was passiert, wenn ich ohne E-Scooter Versicherung fahre?

Ohne gültige Haftpflicht ist das Fahren eine Straftat. § 30 Absatz 1 PflVG sieht Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe vor, bei Fahrlässigkeit bis zu sechs Monate oder Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen. Der Roller kann eingezogen werden. Und bei einem Unfall haftest du mit deinem Privatvermögen.

Brauche ich für einen Miet-Scooter (Tier, Lime) eine eigene Versicherung?

Nein. Leihroller von Anbietern wie Tier, Lime oder Bolt sind über den Verleiher versichert. Du brauchst nur für deinen eigenen E-Scooter eine Versicherung. Prüfe aber die AGB des Verleihers, welche Schäden abgedeckt sind.

Wie versichere ich meinen E-Scooter? Schritt für Schritt

Such dir einen Versicherer, schliesse online ab und bring die zugeschickte Plakette hinten am Roller an. § 53 Absatz 3 FZV verlangt, dass sie fest sitzt, möglichst unter der Schlussleuchte, mindestens 200 Millimeter über der Fahrbahn und aus 15 Metern lesbar ist.

Gilt die E-Scooter Versicherung auch im Ausland?

Die meisten Tarife decken auch Fahrten innerhalb der EU ab. Prüfe vor einer Reise die Versicherungsbedingungen deines Anbieters. Die grüne Versicherungskarte (internationale Versicherungskarte) hilft im Ausland als Nachweis.

Kann ich meine E-Scooter Versicherung steuerlich absetzen?

Das hängt davon ab, wie du den Roller nutzt, und die Regeln sind im Einzelfall unterschiedlich. Für eine verbindliche Auskunft frag deinen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein. Wir geben hier bewusst keine Steuerberatung.

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Rechtsgrundlagen und Quellen

  • § 56 FZV Versicherungskennzeichen für Elektrokleinstfahrzeuge, verweist auf § 52 und § 53
  • § 53 FZV Farbe, Ausgestaltung und Anbringung der Plakette
  • § 30 PflVG Strafvorschriften bei fehlender Haftpflicht
  • § 1 eKFV Definition der Elektrokleinstfahrzeuge, § 2 eKFV Voraussetzungen für das Inbetriebsetzen
  • GDV Verbraucherinformationen zur E-Scooter-Versicherung

Letzte Aktualisierung: . Redaktion CheckAlle.de. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.