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Kreditkarte für Ausländer in Deutschland beantragen

Ausländische Kreditkarte in Deutschland

Deine Karte aus dem Ausland weiternutzen oder als Ausländer eine deutsche Karte beantragen. Für Expats, Studenten und alle, die gerade erst angekommen sind.

Auch ohne SCHUFA-Historie
Englischsprachig
0 EUR
Jahresgebühr möglich
Keine
SCHUFA nötig
EN
Ratgeber auch auf Englisch
100%
Online Antrag

Ausländische Kreditkarte in Deutschland: was wirklich geht

Das Wichtigste in Kürze

  • Debit- und Prepaid-Karten haben keinen Kreditrahmen. Weil kein Darlehen vergeben wird, entfällt dort die Kreditwürdigkeitsprüfung nach § 505a BGB.
  • Eine echte Kreditkarte mit Verfügungsrahmen setzt diese Prüfung dagegen immer voraus. Kein Anbieter in Deutschland darf sie weglassen.
  • Ein Basiskonto steht nach § 31 ZKG jedem Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU zu, auch ohne festen Wohnsitz.
  • Revolut und N26 geben ihren Grundtarif jeweils mit 0 EUR pro Monat an (Anbieterangabe, Stand August 2026).

Letzte Aktualisierung: · CheckAlle.de Redaktion

Du bist neu in Deutschland und die Hausbank will dir keine Karte geben? Liegt meistens nicht an dir, sondern an der fehlenden SCHUFA-Historie. Wer gerade erst eingezogen ist, hat dort schlicht keinen Eintrag.

Der Ausweg führt über Karten ohne Kreditrahmen. Debit- und Prepaid-Karten buchen direkt vom Guthaben ab, es wird also kein Darlehen vergeben. Damit entfällt die Kreditwürdigkeitsprüfung, die bei einer echten Kreditkarte gesetzlich vorgeschrieben ist. Du bekommst eine Karte, mit der du in Deutschland zahlen, online einkaufen und Geld abheben kannst. Ob ein Anbieter zusätzlich die SCHUFA abfragt, steht in seinen Datenschutzhinweisen.

Du brauchst eher einen Kredit als Ausländer? Oder suchst du allgemein eine kostenlose Kreditkarte ohne Jahresgebühr? Für Leute mit bestehendem negativem SCHUFA-Eintrag gibt es unsere Seite zu Kreditkarten trotz negativer Schufa.

Kreditkarten Vergleich für Ausländer

Auch ohne deutsche SCHUFA-Historie

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Kostenlos und unverbindlich.

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DSGVO-konform

Kreditkarten für Ausländer im Vergleich 2026

Alle hier aufgeführten Anbieter vergeben Karten an Ausländer in Deutschland. Die Angaben basieren auf den offiziellen Anbieterseiten.

AnbieterKartentypGrundpreisKreditrahmenHinweis
Revolut StandardDebitKostenlosNeinKostenpflichtige Stufen ab 2,99 EUR/Monat (Anbieter)
N26 StandardMastercard DebitKostenlosNeinDeutsche Vollbanklizenz, Einlagensicherung bis 100.000 EUR (Anbieter)
bunqDebitSiehe EntgeltinformationenNeinNiederländische Lizenz, Preise im Preisverzeichnis

Stand: August 2026. Alle Angaben stammen von den verlinkten Anbieterseiten, ohne Gewähr. Verbindlich ist das Preis- und Leistungsverzeichnis des Anbieters.

So bekommst du deine Karte in 4 Schritten

1

Anmeldung

Melde dich beim Einwohnermeldeamt an und hol dir die Meldebescheinigung.

2

App laden

App des Anbieters herunterladen und mit deiner deutschen Adresse registrieren.

3

Video-Ident

Reisepass vor die Kamera halten. Die Dauer nennt dir der Anbieter im Anmeldeprozess.

4

Karte nutzen

Virtuelle Karte meist direkt nutzbar. Die physische Karte kommt danach per Post.

Was brauchst du für die Beantragung?

Aufenthaltstitel

EU-Bürger brauchen nur einen Ausweis. Nicht-EU-Bürger benötigen einen gültigen Aufenthaltstitel (Blaue Karte, Visum oder Aufenthaltserlaubnis). Ein Basiskonto steht nach § 31 ZKG jedem mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU zu.

Meldeadresse

Du brauchst eine Anmeldung in Deutschland. Die Meldebescheinigung bekommst du beim Einwohnermeldeamt deiner Stadt. Termin vorab buchen.

Reisepass + Smartphone

Für die Video-Identifizierung brauchst du einen gültigen Reisepass oder Personalausweis und ein Smartphone mit Kamera.

Tipp für Studenten: Deine Immatrikulationsbescheinigung kann bei manchen Anbietern als zusätzlicher Nachweis helfen. Bei Fintechs wie Revolut oder bunq ist sie aber meistens nicht nötig. Mehr dazu findest du auf unserer Seite zu Kreditkarten für Studenten.

SCHUFA Erklärung für Ausländer in Deutschland

Was bedeutet die SCHUFA für Ausländer?

Die SCHUFA sammelt Daten zur Kreditwürdigkeit von Personen in Deutschland. Wer gerade erst eingezogen ist, hat dort eine sogenannte dünne Akte. Für traditionelle Banken ist das ein Ablehnungsgrund, weil sie das Zahlungsverhalten nicht einschätzen können.

Guthabenbasierte Konten gehen dem Problem aus dem Weg. Wo kein Verfügungsrahmen vergeben wird, entsteht kein Verbraucherdarlehen, und damit entfällt auch die gesetzliche Kreditwürdigkeitsprüfung nach § 505a BGB. Du gibst nur aus, was auf dem Konto liegt.

Bei einer echten Kreditkarte mit Verfügungsrahmen ist das anders. Dort schreibt der Gesetzgeber die Prüfung vor, kein Anbieter darf sie weglassen. Die BaFin formuliert es so: „Bevor Banken ein Darlehen vergeben, prüfen sie das Ausfallrisiko“. Wer mit „Kreditkarte ohne Bonitätsprüfung“ wirbt, meint deshalb fast immer eine Prepaid- oder Debitkarte.

Mit einem deutschen Gehaltskonto baut sich deine SCHUFA-Historie über einige Monate automatisch auf. Dann stehen dir auch klassische Banken offen. Wer neben der Karte auch einen Kredit vergleichen möchte, findet hier passende Angebote.

Übrigens: Die allgemeine Übersicht unserer Kreditkarten im Vergleich lohnt sich auch, wenn du dir einen breiteren Überblick verschaffen willst.

Bist du als Expat selbstständig oder freiberuflich tätig? Dann findest du speziell zugeschnittene Informationen auf unserer Seite zu Kreditkarten für Freiberufler, wo wir Karten ohne festen Einkommensnachweis zusammenstellen.

Häufige Fragen zu Kreditkarten für Ausländer

Ja. EU-Bürger brauchen einen Ausweis und eine Meldeadresse. Nicht-EU-Bürger benötigen dazu einen gültigen Aufenthaltstitel. Das Problem ist meistens nicht die Staatsangehörigkeit, sondern die fehlende SCHUFA-Historie. Guthabenbasierte Konten kommen ohne Kreditrahmen aus, deshalb entfällt dort die Kreditwürdigkeitsprüfung. Ob ein Anbieter zusätzlich die SCHUFA abfragt, steht in seinen Datenschutzhinweisen.

Ja. Prepaid- und Debitkarten laufen auf Guthaben oder direkt vom Girokonto. Es gibt keinen Kreditrahmen, also wird auch kein Darlehen vergeben und keine Kreditwürdigkeitsprüfung nach § 505a BGB fällig. Eine echte Kreditkarte mit Verfügungsrahmen ist etwas anderes: Dort ist die Bonitätsprüfung gesetzlich vorgeschrieben, kein Anbieter darf sie weglassen. Für den Alltag in Deutschland reicht eine Debitkarte in den meisten Fällen aus.

Das kommt auf deine Situation an. Wer noch keine SCHUFA-Historie hat, kommt über ein guthabenbasiertes Konto am schnellsten zu einer nutzbaren Karte, weil dort kein Kreditrahmen vergeben wird. Revolut nennt für den Standard-Tarif 0 EUR pro Monat (Anbieterangabe, Stand August 2026). Bei jedem Anbieter gilt: SCHUFA-Praxis, IBAN-Land und Preise ändern sich, prüfe sie vor der Anmeldung direkt beim Anbieter.

EU-Bürger: Personalausweis oder Reisepass plus eine deutsche Meldeadresse. Nicht-EU-Bürger zusätzlich: gültiger Aufenthaltstitel. Manche Anbieter verlangen auch einen Arbeitsvertrag oder Einkommensnachweis. Bei App-Banken reicht meistens ein Reisepass plus Meldeadresse. Die Identifizierung läuft per Video-Ident oder über die Post.

EU-Bürger können sich in Deutschland frei niederlassen und brauchen keinen Aufenthaltstitel. Ein gültiger Ausweis und die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt reichen aus. Nicht-EU-Bürger brauchen eine Aufenthaltserlaubnis, Blaue Karte oder ein Visum. Manche Banken akzeptieren nur bestimmte Aufenthaltstitel. Fintechs sind da in der Regel weniger streng als Filialbanken.

Ja. Ein eigenes Einkommen ist für ein Guthabenkonto keine Voraussetzung. Nicht-EU-Studenten brauchen einen gültigen Aufenthaltstitel, EU-Studenten reichen Ausweis und Meldeadresse. Die Immatrikulationsbescheinigung hilft als zusätzlicher Nachweis, verlangt wird sie selten. Welche Anbieter englischsprachig arbeiten, siehst du im Vergleich oben.

Die Grundtarife der App-Banken sind häufig kostenlos. Revolut gibt für den Standard-Tarif 0 EUR pro Monat an, die kostenpflichtigen Stufen liegen bei 2,99, 8,99 und 15,99 EUR (Anbieterangabe, Stand August 2026). Andere Anbieter rechnen anders ab. Verbindlich ist immer das Preis- und Leistungsverzeichnis des jeweiligen Anbieters, nicht ein Vergleichsportal.

Bei App-Banken lädst du die App herunter, registrierst dich mit deutscher Adresse und identifizierst dich per Video mit dem Reisepass. Wichtig ist die Reihenfolge: Zuerst beim Einwohnermeldeamt anmelden, sonst fehlt die gültige Meldeadresse. Ein Basiskonto steht dir nach § 31 ZKG ohnehin zu, wenn du dich rechtmäßig in der EU aufhältst.

Grundsätzlich ja, aber das wird oft teuer. Viele ausländische Karten berechnen Gebühren für Zahlungen in Euro oder Bargeldabhebungen. Manche Händler in Deutschland akzeptieren ausserdem nur Girocard. Empfehlung: Behalte deine ausländische Karte als Backup, aber beantrage für den Alltag eine deutsche Karte. Bei Revolut oder N26 ist das in wenigen Tagen erledigt.

Bei App-Banken ist die virtuelle Karte oft direkt nach der Kontoeröffnung nutzbar, die physische Karte kommt später per Post. Bei Filialbanken dauert der Prozess länger, weil ein Termin und die Identifizierung vor Ort dazukommen. Die konkrete Dauer nennt dir der Anbieter im Anmeldeprozess.

Ja, wenn du ein Konto bei einer Bank hast, die der SCHUFA meldet. Ein deutsches Gehaltskonto und regelmäßige Zahlungen genügen. Nach einigen Monaten entsteht so eine SCHUFA-Historie. Danach stehen dir auch Angebote von Filialbanken offen. Reine Guthabenkonten helfen dabei meistens nicht, weil ohne Kreditlinie wenig zu melden ist. Ob dein Anbieter an die SCHUFA meldet, steht in seinen Datenschutzhinweisen.

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