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Risikolebensversicherung günstig

Familie absichern, ohne dein Budget zu sprengen. Tarifbeispiel: 30-jährige Nichtraucher zahlen für 100.000 € Schutz oft 4–7 € im Monat (Quelle: Stiftung Warentest, 02/2024).

Ab ca. 4 €/Monat
Bis 1 Mio. € möglich
Steuer absetzbar (§ 10 EStG)

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Was heißt „günstig“ bei einer Risikolebensversicherung?

Die Beiträge zwischen den Anbietern können sich um 100 % unterscheiden, obwohl die Leistung am Ende dieselbe ist: eine vereinbarte Summe für deine Hinterbliebenen, falls dir etwas zustößt. Stiftung Warentest hat in der Untersuchung 02/2024 (test.de) über 40 Tarife verglichen — der teuerste war fast doppelt so teuer wie der günstigste, bei identischer Versicherungssumme.

Günstig wirst du vor allem mit drei Faktoren: jung anfangen, nicht rauchen und einen reinen Online-Direktversicherer wählen. Anbieter wie HUK24, InterRisk, Cosmos Direkt oder die Hannoversche tauchen in unabhängigen Tests regelmäßig in den oberen Plätzen auf. Wer aktuell raucht, zahlt typischerweise 30 bis 50 % mehr — aber nach 12 Monaten Rauchstopp lässt sich der Tarif beim Versicherer auf Nichtraucher umstellen.

Brauchst du parallel einen tieferen Überblick zu Tarifarten und Anbieter-Tabellen? Dann schau in unseren großen Risikolebensversicherung Vergleich. Wer den Schutz schnell online aktivieren möchte, findet auf Lebensversicherung sofort abschließen die passenden Sofortschutz-Tarife.

Risikolebensversicherung und Steuer

Was § 10 EStG dir wirklich bringt — und wo der Haken sitzt.

Die Beiträge zur Risikolebensversicherung gehören zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen nach § 10 Abs. 1 Nr. 3a Einkommensteuergesetz. Klingt gut, ist in der Praxis aber meist ein zahnloser Tiger: der gemeinsame Höchstbetrag mit der Krankenversicherung liegt bei 1.900 € (Arbeitnehmer) bzw. 2.800 € (Selbstständige). Bei den meisten Familien ist dieser Topf längst durch die Krankenkassenbeiträge ausgeschöpft (siehe § 10 EStG bei gesetze-im-internet.de).

Im Leistungsfall sieht die Sache anders aus: die Auszahlung an die Hinterbliebenen ist nach § 3 Nr. 4 EStG einkommensteuerfrei. Erbschaftsteuer kann jedoch anfallen — abhängig vom Bezugsrecht und vom Verwandtschaftsverhältnis. Tipp: bei Ehepaaren das überkreuzte Bezugsrecht nutzen. Du versicherst dich selbst, dein Partner ist Versicherungsnehmer und Bezugsberechtigter. So bleibt die Auszahlung außerhalb deines Nachlasses und die Erbschaftsteuer entfällt in vielen Fällen ganz. Details bei der Verbraucherzentrale.

Ehepaare: zwei Einzelpolicen oder eine verbundene?

Auf den ersten Blick wirkt die verbundene Police günstiger — auf den zweiten ist sie es selten.

Zwei Einzelpolicen

Beide Partner haben eigenen Vertrag. Im Leistungsfall zahlt nur dein Vertrag aus, der deines Partners läuft weiter.

  • Bei Trennung kein Streit um den Vertrag
  • Steuerlich getrennt absetzbar
  • Überkreuzes Bezugsrecht nutzbar (Erbschaftsteuer-Trick)

Verbundene Police

Beide Leben in einem Vertrag, ein gemeinsamer Beitrag. Auszahlung beim ersten Todesfall — danach endet der Vertrag.

  • Oft 5–10 % günstiger
  • Bei Trennung schwer zu teilen
  • Nur eine Auszahlung möglich

Empfehlung der Verbraucherzentrale: in den meisten Fällen sind zwei Einzelpolicen die flexiblere Lösung — auch wenn die verbundene Police auf dem Angebotsblatt etwas billiger aussieht.

Tarifbeispiele: 100.000 € Versicherungssumme, 20 Jahre Laufzeit

ProfilAlterRaucherBeitrag/Monat (Beispielspanne)
Berufsanfänger25 J.Neinca. 3,50–6 €
Junge Familie30 J.Neinca. 4–7 €
Familie mit Kindern35 J.Neinca. 5–9 €
Familie mit Kindern35 J.Jaca. 9–14 €
Hauskäufer40 J.Neinca. 8–13 €
Spätstarter50 J.Neinca. 22–35 €

Quelle: Beitragsspannen aus Stiftung Warentest 02/2024, Cosmos Direkt und HUK24 Online-Rechner (Stand 2026). Dein konkreter Beitrag hängt von Beruf, Hobbys und Gesundheitsangaben ab.

Risikoleben oder Berufsunfähigkeit — was zuerst?

Beide Versicherungen schützen vor unterschiedlichen Risiken: die Risikolebensversicherung springt im Todesfall ein, die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) bei dauerhaftem Arbeitsausfall. Wer Familie und Kredit hat, braucht in der Regel beides — die BU ist sogar statistisch das wichtigere Risiko, weil eine Berufsunfähigkeit deutlich häufiger eintritt als ein vorzeitiger Tod (siehe GDV-Statistik).

Tipp: Wenn das Budget knapp ist, zuerst eine günstige Risikolebensversicherung abschließen (Hinterbliebene zuerst absichern), dann sukzessive die BU dazunehmen. Mehr dazu in unserem Lebensversicherung Vergleich.

Worauf du beim Tarifvergleich achten solltest

Beitrag und Beitragsstabilität

Achte auf den garantierten Beitrag, nicht nur den günstigeren Zahlbeitrag.

Nachversicherungsgarantie

Erhöhung bei Heirat, Geburt oder Hauskauf — ohne neue Gesundheitsfragen.

Vorgezogene Todesfall-Leistung

Auszahlung bei schwerer Krankheit zu Lebzeiten (nicht jeder Tarif).

Verlängerungsoption

Recht auf Vertragsverlängerung ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Überschussbeteiligung

Senkt den effektiven Beitrag, ist aber nicht garantiert.

Klare Gesundheitsfragen

Wenige präzise Fragen sind besser als viele schwammige.

Häufige Fragen zur günstigen Risikolebensversicherung

Beispieltarif: Ein 30-jähriger Nichtraucher mit 100.000 € Versicherungssumme und 20 Jahren Laufzeit zahlt bei Direktversicherern wie HUK24, InterRisk oder Cosmos Direkt typischerweise zwischen 4 € und 7 € pro Monat. Bei 250.000 € Summe steigt der Beitrag auf etwa 8 € bis 14 €. Die genaue Prämie hängt von Alter, Beruf, Hobbys, Gesundheitszustand und Raucher-Status ab (Quelle: Stiftung Warentest, test.de Vergleich 02/2024).

Die Verbraucherzentrale empfiehlt das Drei- bis Fünffache des Bruttojahreseinkommens als Versicherungssumme. Bei 50.000 € Jahreseinkommen sind das 150.000 € bis 250.000 €. Wenn ein Immobilienkredit dazukommt, sollte die Summe mindestens die Restschuld abdecken. Mehr Details: verbraucherzentrale.de zur Risikolebensversicherung.

Ja, Beiträge zur Risikolebensversicherung zählen als sonstige Vorsorgeaufwendungen nach § 10 Abs. 1 Nr. 3a EStG. Sie sind allerdings nur im Rahmen des gemeinsamen Höchstbetrags mit der Krankenversicherung abziehbar (1.900 € für Arbeitnehmer, 2.800 € für Selbstständige). Bei den meisten Familien ist der Topf bereits durch die Krankenkassenbeiträge ausgeschöpft. Im Leistungsfall ist die Auszahlung steuerfrei (§ 3 Nr. 4 EStG), Erbschaftsteuer kann je nach Bezugsrecht und Verwandtschaftsgrad anfallen.

Zwei Einzelpolicen sind in den meisten Fällen die bessere Wahl. Vorteile: beide Partner werden steuerlich getrennt absetzbar, im Todesfall des einen Partners läuft der Vertrag des anderen weiter, und bei einer Trennung muss kein Vertrag aufgelöst werden. Eine verbundene Police (beide Leben in einem Vertrag) wirkt zwar oft einige Euro günstiger, zahlt aber nur einmal aus und lässt sich kaum trennen. Die Verbraucherzentrale rät zur Einzelpolice je Partner.

Bei jedem Antrag werden Größe, Gewicht, aktuelle Erkrankungen, Krankenhausaufenthalte der letzten fünf bis zehn Jahre, Dauermedikamente, psychische Erkrankungen und Raucher-Status abgefragt. Wichtig: alle Fragen wahrheitsgemäß beantworten. Bei falschen Angaben kann der Versicherer im Leistungsfall die Zahlung verweigern (vorvertragliche Anzeigepflicht, § 19 VVG).

Raucher zahlen typischerweise 30 bis 50 Prozent mehr Beitrag als Nichtraucher. Wer mindestens zwölf Monate rauchfrei ist, kann beim Versicherer eine Tarifumstellung beantragen. Bei Risikoberufen (z. B. Dachdecker, Berufstaucher, Kraftfahrer) wird ein Berufszuschlag fällig. Hobbys wie Tauchen, Fallschirmspringen oder Motorradrennen führen meist zu einer Risikoeinstufung und ggf. zu Ausschlüssen.

Der Schutz beginnt mit Annahme des Antrags durch den Versicherer (in der Regel ein bis drei Werktage nach Antragstellung), nicht direkt mit dem Online-Klick. Manche Anbieter bieten gegen Aufpreis einen vorläufigen Sofortschutz ab Antragsdatum. Im Leistungsfall erfolgt die Auszahlung nach § 14 VVG, sobald die nötigen Unterlagen (Sterbeurkunde, ärztliche Todesbescheinigung) vorliegen, üblicherweise innerhalb von vier bis sechs Wochen.

Standard-Ausschlüsse: Suizid in den ersten drei Jahren ab Vertragsbeginn (§ 161 VVG), vorsätzliche Tötung durch die bezugsberechtigte Person, falsche Angaben im Gesundheitsfragebogen, Tod durch Krieg oder Kernenergie (je nach Bedingungen). Manche Verträge haben zusätzliche Ausschlüsse für extreme Hobbys. Vor Vertragsabschluss lohnt sich ein Blick in die Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB).

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