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Strompreise 2026 in Deutschland: BDEW-Daten, Preisbestandteile, Prognose
Stand: 20. Mai 2026
Von Checkalle · Aktualisiert am

Strompreise 2026: Tariftypen, Preisbestandteile und Prognose

Im Mai 2026 zahlst du als Neukunde rund 26,83 ct/kWh Strom (BDEW Januar 2026). Der Haushaltsdurchschnitt liegt bei 37,2 ct/kWh, in der Grundversorgung sind es rund 42,83 ct/kWh. Wer aus der Grundversorgung wechselt, spart laut Verbraucherzentrale je nach Haushaltsgröße 240 bis 700 € pro Jahr.

Das Wichtigste in Kürze

  • Neukundentarif Mai 2026: ca. 26,83 ct/kWh (BDEW Januar 2026).
  • Haushaltsdurchschnitt 37,2 ct/kWh, Grundversorgung 42,83 ct/kWh (BDEW Strompreisanalyse Januar 2026).
  • Preisbestandteile 2026: 22-24 % Beschaffung, 23-27 % Netzentgelte, 50-55 % Steuern und Abgaben (BDEW).
  • Strompreisbremse endete 31. Dezember 2023, keine Verlängerung für 2026 (Bundesregierung).
  • EEG-Umlage ist seit 1. Juli 2022 abgeschafft, nicht mehr auf der Rechnung (Bundesregierung KTF-Finanzierung).

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37,2 ct

pro kWh (Haushalt Ø)

Quelle: BDEW Strompreisanalyse Jan 2026

-11 %

gegenüber 2023

Höchststand 2023 ~42 ct (BDEW)

~1.302 €

Jahreskosten 3.500 kWh

Haushalt-Ø Arbeitspreis

Strompreis 2026 nach Tariftyp

Der Strommarkt teilt sich grob in vier Tariftypen. Wer aus der Grundversorgung kommt, sieht beim Wechsel den größten Unterschied. Die Industrie zahlt deutlich weniger, weil sie Spotpreise nutzen darf und einige Endkundenumlagen entfallen.

TariftypPreis pro kWh3.500 kWh / JahrQuelle
Neukundentarif (Sondervertrag)ca. 26,83 ct/kWh~939 €BDEW Januar 2026
Haushaltskunden Ø37,2 ct/kWh~1.302 €BDEW Strompreisanalyse Januar 2026
Grundversorgungca. 42,83 ct/kWh~1.499 €BDEW Januar 2026
Industrie (Vergleich)ca. 15-20 ct/kWhBDEW Januar 2026

Hinweis: Die Beträge zeigen den reinen Arbeitspreis. Die jährliche Grundgebühr liegt je nach Versorger meist bei 60 bis 150 €. Wenn du direkt zum Wechselrechner willst, geht es hier zum Stromvergleich-Hub.

Preisentwicklung 2021 bis 2026

Die Strompreise haben einen rauen Weg hinter sich. Nach dem Peak 2023 sinken die Endkundenpreise wieder, allerdings nicht so schnell wie viele gehofft haben. Steigende Netzentgelte und der wegfallende Großhandels-Schub bremsen die Erholung.

JahrØ Strompreis (Haushalt)TrendKontext
202131,9 ct/kWhvor Energiekrise
202240,1 ct/kWhUkraine-Krieg, Spotmarkt-Peak
202342,0 ct/kWhHöchststand, Strompreisbremse aktiv
202436,5 ct/kWhNormalisierung, Bremse endete
202539,0 ct/kWhNetzentgelte hoch
202637,2 ct/kWhBDEW Jan 2026 Haushalt-Ø

Datenbasis: BDEW Strompreisanalysen 2021 bis 2026, jeweils Haushaltskunden inkl. Steuern und Abgaben.

Wie sich der Strompreis 2026 zusammensetzt

Vom Cent, den du pro kWh zahlst, bleibt deinem Versorger nur rund ein Viertel. Den Rest machen Netze, Steuern und Abgaben aus. Die EEG-Umlage taucht seit Juli 2022 nicht mehr auf deiner Stromrechnung auf, sie wird aus dem Klima- und Transformationsfonds finanziert.

~22-24 %

Beschaffung & Vertrieb

~23-27 %

Netzentgelte & Messung

~50-55 %

Steuern, Abgaben, Umlagen

Quelle: BDEW Strompreisanalyse Januar 2026, Haushaltskunde 3.500 kWh. Die staatlichen Komponenten enthalten Stromsteuer, KWKG-Umlage, §19 StromNEV-Umlage, Offshore-Netzumlage, Konzessionsabgabe und Umsatzsteuer.

Was sich 2026 für dich verändert

EEG-Umlage bleibt bei 0 ct/kWh

Seit dem 1. Juli 2022 zahlst du keine EEG-Umlage mehr. Die Förderung erneuerbarer Energien läuft aus dem Klima- und Transformationsfonds (Quelle: Bundesregierung).

Netzentgelte steigen leicht

Mehrere Übertragungsnetzbetreiber haben für 2026 Erhöhungen der Netzentgelte angekündigt, weil der Gas-Absatz sinkt und Netzausbau weiter läuft (Quelle: Bundesnetzagentur). Auf den Endkundenpreis schlägt das mit rund 0,5 bis 1 ct/kWh durch.

§14a EnWG und dynamische Tarife: kurzer Stand

Seit dem 1. Januar 2025 muss jeder Anbieter einen dynamischen Tarif anbieten (§41a EnWG). Wer ein Smart Meter und flexible Verbraucher wie Wärmepumpe oder E-Auto hat, kann damit 200 bis 400 € pro Jahr sparen (Finanztip). Ohne flexible Last lohnt ein dynamischer Tarif meist nicht.

Bei §14a EnWG geht es um steuerbare Verbrauchseinrichtungen. Der Netzbetreiber darf bei Engpässen auf eine Mindestleistung von 4,2 kW dimmen, höchstens drei Stunden pro Tag. Im Gegenzug bekommst du eines von drei Sparmodulen (pauschaler Netzentgelt-Rabatt, prozentuale Reduktion oder zeitvariable Netzentgelte) und 110 bis 190 € pro Jahr Vorteil.

Tieferer Reform-Check mit Verbraucherzentrale-Daten und konkretem Wechselguide: Strompreise 2026 Reform-Check und Wechsel-Sparen. Oder direkt zur dynamischen Tarif-Analyse: Dynamische Stromtarife 2026.

Prognose 2026 und Ausblick 2027

Die Bundesnetzagentur sieht den deutschen Strommarkt für 2026 als stabil versorgt. Was sich beim Endkundenpreis bewegt, hängt vor allem an drei Faktoren:

  • EEX-Spotpreis: Liegt seit Anfang 2026 stabil. Solange Wind, Solar und Importe weiterlaufen, bleibt der Großhandelspreis im Rahmen.
  • Netzentgelte 2027: Mehrere Netzbetreiber haben Erhöhungen angekündigt, im Schnitt 0,5 bis 1 ct/kWh. Das hebt den Endkundenpreis 2027 voraussichtlich auf 37,5 bis 38 ct/kWh.
  • KWKG-Umlage und §19 StromNEV: Beide bleiben 2026 stabil. Eine Wiedereinführung der EEG-Umlage ist nicht beschlossen.

Eine detaillierte Forecast-Analyse mit BDEW-, BNetzA- und Bundesregierung-Daten findest du in der Strompreis-Prognose 2026 und 2027. Aktueller Stand: 20. Mai 2026.

Regionale Unterschiede 2026

Der Bundesdurchschnitt versteckt teils große Lücken zwischen den Regionen. Wer in einem Bundesland mit wenig Versorgerwettbewerb wohnt, zahlt erfahrungsgemäß mehr. Auch Netzentgelte schwanken stark zwischen den vier Übertragungsnetzbetreibern.

Bayern

leicht über Bundesdurchschnitt durch höhere Netzentgelte

Nordrhein-Westfalen

nahe am Durchschnitt, viele Anbieter im Wettbewerb

Berlin

leicht unter Durchschnitt, dichtes Versorgernetz

Sachsen / Thüringen

oft teurer, weniger Wettbewerb pro PLZ

Datenbasis: BNetzA Marktmonitor Strom 2026. Konkrete PLZ-Preise prüfst du am schnellsten mit dem Vergleichsrechner oben.

So sparst du 2026 bei den Stromkosten

Der größte Hebel sitzt im Tarif, nicht bei einzelnen LED-Lampen. Trotzdem zählt jedes kWh. Hier vier Sparhebel mit verifizierten Quellen, sortiert vom größten Effekt absteigend.

Aus der Grundversorgung wechseln

Laut Verbraucherzentrale sparst du als 3-Personen-Haushalt (3.500 kWh) realistisch 450 bis 700 € pro Jahr. Single-Haushalte sparen rund 240 €, 4-Personen-Haushalte bis 700 €.

Dynamischen Tarif prüfen (mit Smart Meter)

Für Haushalte mit Wärmepumpe, E-Auto oder Speicher sind nach Finanztip 200 bis 400 € Extra-Ersparnis pro Jahr drin. Ohne flexible Verbraucher zahlst du oft drauf.

Stromfresser ersetzen, Standby kappen

Alte Kühlschränke, Standby-Geräte und Wäschetrockner sind die größten Stromfresser. Laut Umweltbundesamt sparst du mit Standby-Steckdosenleisten und A+++-Geräten 50 bis 150 € pro Jahr.

Balkonkraftwerk gegenrechnen

Ein 800-W-Balkonkraftwerk produziert 700 bis 950 kWh pro Jahr (HTW Berlin). Bei 37 ct/kWh entspricht das rund 260 bis 350 € Ersparnis pro Jahr. Mit Solarpaket I (2024) ist die Anmeldung deutlich einfacher geworden.

Häufige Fragen zu Strompreisen 2026

Wie hoch ist der Strompreis 2026 pro kWh?

Im Mai 2026 zahlst du als Neukunde rund 26,83 ct/kWh Strom, der Haushaltsdurchschnitt liegt bei 37,2 ct/kWh und in der Grundversorgung sind es rund 42,83 ct/kWh (BDEW Strompreisanalyse Januar 2026). Bei 3.500 kWh Verbrauch entspricht das Jahreskosten von rund 939 € (Neuvertrag) bis 1.499 € (Grundversorgung).

Sind die Strompreise 2026 günstiger als 2025?

Knapp. 2025 lag der Haushaltsdurchschnitt laut BDEW bei rund 39 ct/kWh, 2026 sind es 37,2 ct/kWh, also etwa 4 % günstiger. Gegenüber dem Spitzenwert 2023 (rund 42 ct/kWh) liegen die Preise heute rund 11 % niedriger. Den größten Sprung machst du beim Wechsel weg von der Grundversorgung.

Wie setzt sich der Strompreis 2026 zusammen?

Laut BDEW Strompreisanalyse Januar 2026 verteilen sich die Kosten so: rund 22 bis 24 % Beschaffung und Vertrieb, 23 bis 27 % Netzentgelte und Messung, 50 bis 55 % Steuern, Abgaben und Umlagen (Stromsteuer, KWKG, §19 StromNEV, Offshore-Netzumlage, Konzession, Umsatzsteuer). Die EEG-Umlage ist seit dem 1. Juli 2022 abgeschafft und wird aus dem Klima- und Transformationsfonds finanziert.

Wie hoch ist die Grundversorgung beim Strom 2026?

Die Grundversorgungstarife liegen 2026 im Schnitt bei rund 42,83 ct/kWh (BDEW Januar 2026). Bei 3.500 kWh Jahresverbrauch sind das etwa 1.499 € Jahreskosten. Ein Wechsel in einen Sondervertrag senkt den Arbeitspreis auf rund 26,83 ct/kWh und spart laut Verbraucherzentrale je nach Haushaltsgröße 240 bis 700 € pro Jahr.

Was kommt nach der Strompreisbremse 2026?

Die Strompreisbremse endete am 31. Dezember 2023 (Bundesregierung, EWPBG). Für 2026 ist keine Verlängerung beschlossen. Wer entlastet werden möchte, muss selbst aktiv werden und in einen günstigeren Tarif wechseln. Bei einer Preiserhöhung greift weiterhin das Sonderkündigungsrecht nach §41 EnWG.

Werden die Strompreise 2027 wieder steigen?

Mehrere Netzbetreiber haben für 2026 und 2027 leichte Erhöhungen der Netzentgelte angekündigt (Bundesnetzagentur Pfad). Der Großhandelspreis am EEX-Spotmarkt bleibt für 2026 stabil, falls keine geopolitische Eskalation passiert. Konservative Prognose: Endkundenpreis 2027 etwa 0,5 bis 1 ct/kWh über dem 2026-Niveau, also rund 37,5 bis 38 ct/kWh Haushaltsdurchschnitt.

Was ist ein dynamischer Stromtarif 2026?

Seit 1. Januar 2025 muss jeder Anbieter einen dynamischen Tarif anbieten (§41a EnWG). Der Preis pro kWh orientiert sich am stündlichen Börsenstrompreis. Für Wärmepumpen-, E-Auto- oder Speicher-Haushalte mit Smart Meter sind 200 bis 400 € Extra-Ersparnis pro Jahr möglich (Finanztip). Ohne flexible Verbraucher zahlst du oft drauf, weil der Abend-Hauptlasttarif teurer ist als der Festpreis.

Was ist 2026 mit §14a EnWG für Wärmepumpen und Wallboxen?

Seit 2024 dürfen Netzbetreiber bei drohendem Netzengpass steuerbare Verbrauchseinrichtungen (Wärmepumpe, Wallbox, Speicher) auf eine Mindestleistung von 4,2 kW dimmen, höchstens drei Stunden pro Tag. Komplettabschaltung bleibt verboten. Im Gegenzug bekommst du nach §14a EnWG eines von drei Sparmodulen (pauschaler Netzentgelt-Rabatt, prozentuale Reduktion oder zeitvariable Netzentgelte). Vorteil: 110 bis 190 € pro Jahr.

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