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Unfallversicherung Leistungen 2026

Unfallversicherung Leistungen2026 — Was zahlt deine Versicherung?

Du willst wissen, was eine private Unfallversicherung wirklich auszahlt? Hier bekommst du den schnellen Überblick: Invaliditätsleistung, Unfallrente, Tagegeld und mehr — mit Quellen und ohne Marketing-Nebel.

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VVG § 178 Grundlage
Rechtsrahmen private PUV
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Versicherte Leistungen

Welche Leistungen zahlt eine private Unfallversicherung?

Eine private Unfallversicherung (PUV) zahlt, wenn ein Unfall — also etwas Plötzliches, Unfreiwilliges, von außen Einwirkendes — körperliche Schäden verursacht. Im Gegensatz zur gesetzlichen Unfallversicherung (SGB VII) greift sie auch in der Freizeit, beim Sport und im Urlaub. Laut GDV passieren rund 70 % aller Unfälle in der Freizeit — genau dort, wo die gesetzliche nicht zahlt.

Invaliditätsleistung

Bleibt nach einem Unfall ein dauerhafter körperlicher Schaden, kommt hier die Einmalsumme. Die Höhe richtet sich nach deiner Grundsumme, dem Invaliditätsgrad nach Gliedertaxe und der Progression. Mehr zur Invalidität und Gliedertaxe.

Quelle: § 178 VVG; Empfehlung Stiftung Warentest: 3- bis 5-faches Bruttojahreseinkommen als Grundsumme.

Unfallrente

Monatliche Rente ab einem festgelegten Invaliditätsgrad — meist ab 50 %. Sinnvoll, wenn du keine starke Berufsunfähigkeitsversicherung hast. Vergleiche, ob höhere Invaliditätssummen mit Progression nicht den selben Schutz günstiger geben.

Krankenhaus-Tagegeld

Pro Tag im Krankenhaus zahlt deine Versicherung einen festen Betrag — gut für Zusatzkosten oder Verdienstausfall. Vor allem für Selbstständige interessant, die kein Krankengeld bekommen. Die genaue Höhe legst du selbst im Tarif fest.

Bergungskosten

Such-, Rettungs- und Bergungseinsätze — etwa Hubschrauberrettung in den Alpen — kann die gesetzliche Krankenkasse oft nicht voll übernehmen. Die Versicherung schließt diese Lücke. Die Obergrenze steht in deinen Tarifbedingungen.

Todesfallleistung

Stirbt der Versicherte innerhalb eines Jahres nach dem Unfall, bekommen die Hinterbliebenen eine Einmalsumme. Wer eine Risikolebensversicherung hat, kann hier eine niedrige Summe ansetzen — sonst lohnt sich ein höherer Wert.

Sofortleistung

Bei klar definierten schweren Verletzungen wie Knochenbrüchen, Bänderrissen oder Verbrennungen zahlt die Versicherung sofort — ohne erst auf das Invaliditätsgutachten zu warten. Welche Verletzungen genau gelten, steht im Tarif.

Private vs. gesetzliche Unfallversicherung — wo liegt der Unterschied?

Gesetzliche Unfallversicherung

Geregelt im SGB VII. Deckt nur Unfälle bei der Arbeit, auf dem Arbeitsweg und in der Schule. Für Unfälle in der Freizeit, im Haushalt oder beim Sport: keine Leistung.

Träger sind Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Beiträge zahlt dein Arbeitgeber, du bist als Beschäftigter automatisch versichert.

Private Unfallversicherung

Rechtsgrundlage: § 178 VVG. Sie zahlt bei einem „plötzlich von außen auf den Körper wirkenden Ereignis" mit unfreiwilliger Gesundheitsschädigung — egal ob in der Freizeit, im Urlaub oder zu Hause.

Die Verbraucherzentrale ordnet sie als sinnvoll ein für Selbstständige, Hausfrauen und Hausmänner, Rentner, Kinder und Menschen mit risikoreichen Hobbys.

Wie wird die Invaliditätsleistung berechnet?

Wichtig: Die Gliedertaxe variiert pro Versicherer — es gibt keinen gesetzlichen Standardwert. Die folgenden Werte sind nur eine Beispielorientierung aus durchschnittlichen Bedingungen. Deine konkrete Tabelle steht in deinen Vertragsbedingungen. Quelle: Verbraucherzentrale.

KörperteilÜblicher Beispielwert
Armca. 70 %
Beinca. 70 %
Augeca. 50 %
Gehör (ein Ohr)ca. 30 %
Daumenca. 20 %

Bei Teilverlust oder eingeschränkter Funktion wird anteilig gerechnet. Beim Vergleich lohnt sich die Suche nach einer verbesserten Gliedertaxe — manche Tarife setzen für einen Arm 90 % statt 70 % an, was bei einer schweren Verletzung mehrere zehntausend Euro mehr Auszahlung bedeuten kann.

Progression — der Hebel bei schweren Schäden

Die Progression verstärkt die Auszahlung bei schweren Schäden überproportional. Beispiel mit 225 % Progression und 100.000 € Grundsumme:

  • Bei 50 % Invalidität: 87.500 € (statt 50.000 € ohne Progression)
  • Bei 100 % Invalidität: 225.000 €

Spezialtarife mit höheren Stufen rechnen entsprechend stärker. Welche Variante zu deinem Profil passt, zeigt der Vergleichsrechner oben.

Frist nach § 178 Abs. 2 VVG

Laut § 178 Abs. 2 VVG muss die Invalidität innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eintreten und ärztlich festgestellt sein. Manche Tarife verlängern diese Frist auf 15 oder 18 Monate — ein klarer Vorteil, auf den du beim Vergleich achten solltest.

Ausschlüsse

Was ist NICHT versichert?

Diese Standardausschlüsse stehen in fast jedem Tarif. Die genaue Formulierung findest du in deinen Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) und im VVG.

Krankheiten

Gesundheitsschäden durch Krankheiten sind nicht versichert. § 178 VVG verlangt einen Unfall, kein Leiden.

Alkohol/Drogen

Unfälle ab gewissen Promille- oder Drogen-Grenzen werden nach Tarifbedingungen ausgeschlossen oder anteilig gekürzt.

Vorsatz

§ 81 VVG: Vorsätzliche Herbeiführung schließt die Leistung aus.

Krieg & innere Unruhen

Standardausschluss; in den AVB und in § 82 VVG verankert.

Risikosportarten (teils)

Fallschirmspringen, Boxen, Tauchen über bestimmten Tiefen — variabel pro Tarif, oft nur gegen Aufpreis versicherbar.

Kernenergie

Schäden durch Kernenergie oder radioaktive Strahlung sind generell ausgeschlossen.

Worauf achten beim Vergleich?

Eine günstige Police hilft dir wenig, wenn die Bedingungen nicht passen. Stiftung Warentest und Finanztip raten zu folgenden Kriterien:

  1. Versicherungssumme: Faustregel 3- bis 5-faches Bruttojahreseinkommen als Grundsumme.
  2. Progression: mindestens 225 %, bei höherem Sicherheitsbedarf 350 % oder 500 %.
  3. Gliedertaxe: Werte pro Körperteil vergleichen — „verbesserte Gliedertaxe" steht oft in Premium-Tarifen.
  4. Mitwirkungsanteil: Manche Tarife rechnen Vorerkrankungen anteilig ab. Verzichtsklauseln sind besser.
  5. Beitragsbefreiung: Fällt der Versicherte aus, läuft der Vertrag in guten Tarifen kostenfrei weiter.
  6. Geltungsbereich: Weltweit ist Standard. Prüfe, ob Beruf und sportliche Aktivitäten eingeschlossen sind.

Du willst tiefer einsteigen? Schau dir auch Invalidität & Gliedertaxe im Detail, Kosten und Beiträge oder Familientarife an.

Häufige Fragen zu Unfallversicherung Leistungen

Welche Leistungen bietet eine private Unfallversicherung?

Die Kernbausteine sind Invaliditätsleistung (Einmalsumme bei dauerhaftem Schaden), Unfallrente (monatliche Zahlung ab schwerer Invalidität), Krankenhaus-Tagegeld, Bergungskosten, Todesfallleistung und Sofortleistung bei klar definierten Verletzungen. Welche du wirklich brauchst, hängt von Beruf, Familie und Hobbys ab.

Was ist die Invaliditätsleistung genau?

Die Invaliditätsleistung ist die Einmalsumme, die deine Versicherung zahlt, wenn nach einem Unfall ein dauerhafter körperlicher Schaden bleibt. Höhe = vereinbarte Grundsumme × Invaliditätsgrad nach Gliedertaxe × Progression. Stiftung Warentest empfiehlt das 3- bis 5-fache deines Bruttojahreseinkommens als Grundsumme.

Wie funktioniert die Progression?

Die Progression macht die Auszahlung bei schweren Schäden überproportional. Bei 225 % Progression bekommst du bei 100 % Invalidität nicht 100, sondern 225 % der Grundsumme. Bei 50 % Invalidität ist der Effekt geringer. Spezialtarife mit höheren Stufen liegen entsprechend darüber. Die genaue Tabelle steht in den Tarifbedingungen.

Wann zahlt die private Unfallversicherung NICHT?

Bei Krankheiten und deren Folgen, bei Vorsatz (§ 81 VVG), unter Alkohol- oder Drogeneinfluss ab den im Tarif definierten Grenzen, bei Krieg und inneren Unruhen (§ 82 VVG), bei Schäden durch Kernenergie und je nach Tarif bei Extremsportarten. Was deine Police im Detail ausschließt, steht in den Versicherungsbedingungen.

Brauche ich Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung?

Beide decken unterschiedliche Risiken: Die Unfallversicherung greift nur nach Unfällen, die Berufsunfähigkeitsversicherung auch nach Krankheiten. Krankheiten sind die häufigste Ursache für Erwerbsausfälle. Wer keine BU bekommt (Risikoberuf, Vorerkrankungen), für den ist die Unfallversicherung der nächstbeste Schutz. Im Idealfall hast du beide.

In welcher Frist muss die Invalidität festgestellt werden?

Nach § 178 Abs. 2 VVG muss die Invalidität innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eintreten und ärztlich festgestellt werden. Manche Tarife verlängern die Frist auf 15 oder 18 Monate. Das ist ein klarer Vorteil und sollte in deine Tarif-Auswahl einfließen.

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Vergleiche Tarife mit den Bausteinen, die zu dir passen — Gliedertaxe, Progression, Geltungsbereich.

Hinweis: Konkrete Leistungshöhen, Gliedertaxen und Progressionsstufen variieren pro Tarif. Diese Seite gibt einen allgemeinen Überblick; deine konkreten Konditionen stehen in den Versicherungsbedingungen. Quellen: GDV, Verbraucherzentrale, Stiftung Warentest, VVG.

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