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Was kostet eine Vollkaskoversicherung 2026?

Der Vollkasko-Anteil kostet laut GDV rund 333 EUR im Jahr, zusätzlich zur Haftpflicht mit 256 EUR. Macht zusammen etwa 590 EUR. Nur sagt dieser Durchschnitt wenig darüber aus, was du zahlst. Auf dieser Seite steht, was den Beitrag treibt und welche Stellschraube wie viel bringt.

333 EUR Vollkasko-Anteil (GDV)
SF-Klasse als größter Hebel
Stichtag 30. November

Das Wichtigste in Kürze

Letzte Aktualisierung:

Der Durchschnitt

590 EUR im Jahr für Haftpflicht plus Vollkasko (GDV). Davon entfallen 333 EUR auf den Vollkasko-Anteil.

Der größte Hebel

Die SF-Klasse. Zwischen Fahranfänger und langjaehrig schadenfrei liegen schnell vierstellige Beträge.

Die schnelle Ersparnis

Selbstbeteiligung von 300 auf 500 EUR bringt rund 5 Prozent. Jährliche statt monatlicher Zahlung spart den Ratenzuschlag.

Der Haken

Jeder gemeldete Vollkasko-Schaden stuft dich zurück. Kleine Schäden rechnen sich oft nicht.

Vollkasko Kosten 2026: die Durchschnittswerte

Vollkasko kostet je nach Quelle zwischen 590 EUR und 743 EUR im Jahr, jeweils für Haftpflicht und Vollkasko zusammen. Der Unterschied hat einen einfachen Grund. Der Gesamtverband der Versicherer (GDV) rechnet über alle Verträge hinweg, also auch über alte Verträge mit hoher SF-Klasse. Portale wie CHECK24 werten ihre Neuabschlüsse aus, und dort sind mehr junge Fahrer und teurere Autos dabei. Deshalb liegen die Portalwerte höher.

Durchschnittliche Jahresbeitraege für Kfz-Haftpflicht, Teilkasko und Vollkasko
VersicherungsartGDV-DurchschnittCHECK24-Kunden
Kfz-Haftpflicht allein256 EUR/Jahr683 EUR/Jahr
Haftpflicht + Teilkasko338 EUR/Jahr570 EUR/Jahr
Haftpflicht + Vollkasko590 EUR/Jahr743 EUR/Jahr

Quellen: GDV-Durchschnittsbeitraege (via Finanztip, Stand 2025), CHECK24-Kundendurchschnitt (motor.com.de, 2026). Kfz-Versicherungen sind seit 2022 um rund 40 Prozent teurer geworden (Finanztip).

Unterm Strich kostet der Sprung von Teilkasko auf Vollkasko im GDV-Schnitt rund 250 EUR im Jahr. Ob dieser Aufpreis bei deinem Auto sinnvoll ist, klärt der Vergleich Teilkasko oder Vollkasko. Hier geht es um den Preis selbst.

Vollkasko-Beitrag berechnen

Dein tatsächlicher Beitrag hängt an Fahrzeug, SF-Klasse und Wohnort. Der Rechner zeigt ihn dir.

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Warum dein Beitrag vom Durchschnitt abweicht

Fünf Faktoren bestimmen den Vollkasko-Beitrag: Schadenfreiheitsklasse, Typklasse, Regionalklasse, Selbstbeteiligung und Fahrleistung. Die Schadenfreiheitsklasse erklärt die größten Unterschiede, die Fahrleistung die kleinsten.

1. Schadenfreiheitsklasse

Wer neu einsteigt, zahlt ein Vielfaches von jemandem mit vielen schadenfreien Jahren. Die genauen Beitragssätze legt jeder Versicherer selbst fest, eine allgemein gültige Tabelle gibt es nicht. Wie die Einstufung funktioniert, steht im Abschnitt zur SF-Klasse im Kasko-Vergleich.

2. Typklasse deines Fahrzeugs

In der Vollkasko reichen die Typklassen von 10 bis 34. Sie richten sich nach Schaden- und Reparaturbilanz des Modells. Für 2026 hat der GDV über zehn Millionen Fahrzeuge neu eingestuft: rund 5,9 Millionen wurden höher, rund 4,5 Millionen niedriger eingruppiert. Details stehen in unserer Übersicht zu den Typklassen 2026.

3. Regionalklasse am Wohnort

Maßgeblich ist der Zulassungsbezirk, nicht wo du parkst. Wer in eine Region mit besserer Schadenbilanz umzieht, zahlt weniger. Die aktuellen Einstufungen findest du unter Regionalklassen 2026.

4. Selbstbeteiligung

Die einzige Stellschraube, die du sofort selbst anpassen kannst: Wer die Selbstbeteiligung von 300 auf 500 EUR erhöht, senkt den Beitrag um rund 5 Prozent. Die vollständige Staffel steht im nächsten Abschnitt.

5. Fahrleistung, Nutzerkreis, Garage

Kilometer im Jahr, wer noch fährt, ob das Auto in einer Garage steht. Einzeln bewegen diese Angaben wenig. Falsch angegeben können sie im Schadenfall aber teuer werden, deshalb lieber ehrlich schätzen als zu niedrig.

Selbstbeteiligung: was 300, 500 oder 1.000 EUR bringen

Die Selbstbeteiligung ist der Anteil, den du im Schadenfall selbst trägst. Je höher sie ist, desto niedriger der Beitrag. Der Effekt flacht nach oben hin allerdings ab.

Wirkung der Selbstbeteiligung auf den Vollkasko-Beitrag
Vollkasko-SBWirkung auf den BeitragPasst zu dir, wenn
150 EURRund 10 Prozent teurer als 300 EURdu im Schadenfall möglichst wenig selbst zahlen willst
300 EURMittleres Niveaudu einen Kompromiss suchst (Finanztip-Empfehlung)
500 EURRund 5 Prozent günstiger als 300 EURdu 500 EUR notfalls sofort aufbringen kannst
1.000 EURWeitere Ersparnis, deutlich höheres Eigenrisikodu eine Rücklage hast und selten Schäden meldest

Quellen: Finanztip (Selbstbeteiligung Kfz-Versicherung), CHECK24-Kundendaten. 67 Prozent der CHECK24-Kunden wählen 500 EUR Selbstbeteiligung. In der Teilkasko sind 150 EUR üblich.

Rechne es einmal durch: Wer von 300 auf 500 EUR geht, spart bei einem Beitrag von 600 EUR rund 30 EUR im Jahr. Die 200 EUR mehr Eigenanteil hast du nach knapp sieben schadenfreien Jahren wieder drin. Wer häufiger Schäden meldet, fährt mit der niedrigeren Selbstbeteiligung besser.

Wofür die Vollkasko trotz Beitrag nicht zahlt

Vollkasko ist der umfassendste Kfz-Schutz, aber sie ist keine Rundum-Garantie. Diese vier Fälle überraschen Kunden am häufigsten.

Normaler Verschleiß

Abgefahrene Reifen und müde Bremsbeläge sind Gebrauch, kein Schaden.

Betriebsschäden

Ein Motorschaden ohne Unfall fällt nicht unter die Vollkasko.

Falscher Kraftstoff

Benzin statt Diesel getankt? Die Rechnung bleibt in der Regel bei dir.

Vorsatz und Alkohol

Absichtliche Beschädigung und Fahrten unter Alkohol- oder Drogeneinfluss sind ausgeschlossen.

Ein Sonderfall ist die grobe Fahrlässigkeit, etwa das Überfahren einer roten Ampel. Viele aktuelle Tarife enthalten den Verzicht auf diese Einrede und zahlen dann trotzdem. Standard ist das nicht: Prüfe den Baustein, bevor du abschließt. Der ADAC und die Stiftung Warentest prüfen Kasko-Tarife regelmäßig auf genau solche Klauseln.

Beitrag senken: was welche Stellschraube bringt

1

Werkstattbindung akzeptieren

Im Schadenfall fährst du in eine Partnerwerkstatt des Versicherers. Dafür sinkt der Kaskobeitrag um bis zu 20 Prozent (Quelle: CHECK24). Wer an seiner Markenwerkstatt hängt, lässt es lieber.

2

Selbstbeteiligung auf 500 EUR

Rund 5 Prozent weniger Beitrag gegenüber 300 EUR. Voraussetzung: Du kannst die 500 EUR im Fall der Fälle sofort aufbringen.

3

Jährlich statt monatlich zahlen

Viele Versicherer verlangen für unterjährige Zahlung einen Ratenzuschlag. Eine Jahreszahlung umgeht ihn, ohne dass sich am Schutz etwas ändert.

4

Kleine Schäden selbst zahlen

Jeder gemeldete Vollkasko-Schaden stuft dich zurück, und das wirkt jahrelang nach. Bei Schäden knapp über der Selbstbeteiligung lohnt die Rechnung fast immer.

5

Einmal im Jahr neu rechnen

Typklassen und Regionalklassen ändern sich jährlich. Der Stichtag für den Wechsel ist der 30. November, die Kündigung muss einen Monat vorher raus.

Vorsicht bei diesen Sparideen

  • Fahrleistung zu niedrig angeben. Weicht der Tacho ab, drohen Nachzahlung und Ärger im Schadenfall.
  • Fahrerkreis künstlich klein halten, obwohl regelmäßig jemand anderes fährt.
  • Den billigsten Tarif nehmen, ohne auf grobe Fahrlässigkeit und Marderfolgeschaeden zu schauen.

Einen bekannten Anbieter im Detail zeigt unser Check zur HUK24 Vollkasko. Wenn ein Schaden bereits passiert ist, hilft der Ratgeber Vollkaskoschaden melden. Und den kompletten Marktüberblick liefert der Kfz-Versicherungsvergleich.

Häufige Fragen zu den Vollkasko-Kosten

Beitrag, Selbstbeteiligung und Rückstufung im Überblick

Der Vollkasko-Anteil liegt laut GDV bei rund 333 EUR im Jahr, zusätzlich zur Haftpflicht mit 256 EUR. Zusammen sind das etwa 590 EUR. CHECK24-Kunden zahlen für Haftpflicht plus Vollkasko im Schnitt 743 EUR. Dein tatsächlicher Beitrag hängt vom Fahrzeug, deiner SF-Klasse und dem Wohnort ab.

Beim GDV-Durchschnitt von 590 EUR im Jahr sind das rund 49 EUR im Monat für Haftpflicht und Vollkasko zusammen. Achtung: Monatliche Zahlung kostet bei vielen Versicherern einen Ratenzuschlag. Wer jährlich zahlt, kommt günstiger weg.

Laut GDV-Durchschnittsbeiträgen liegt der Aufpreis bei rund 250 EUR pro Jahr. Teilkasko kommt zusammen mit der Haftpflicht auf etwa 338 EUR, Vollkasko auf etwa 590 EUR. Der Abstand fällt kleiner aus, wenn du eine hohe SF-Klasse hast.

Meist liegt es an der SF-Klasse. Wer neu einsteigt, zahlt ein Vielfaches von dem, was ein Fahrer mit 20 schadenfreien Jahren zahlt. Danach folgen Typklasse des Fahrzeugs, Regionalklasse am Wohnort, Selbstbeteiligung und die jährliche Fahrleistung. Kfz-Versicherungen sind außerdem seit 2022 spürbar teurer geworden.

Finanztip empfiehlt 300 EUR in der Vollkasko und 150 EUR in der Teilkasko als Ausgangspunkt. Wer von 300 auf 500 EUR geht, spart rund 5 Prozent Beitrag. 67 Prozent der CHECK24-Kunden wählen 500 EUR. Über 500 EUR wird die zusätzliche Ersparnis schnell klein im Verhältnis zum Risiko.

Nicht versichert sind Betriebsschäden wie ein Motorschaden ohne Unfall, normaler Verschleiß, vorsätzliche Beschädigung und Schäden unter Alkohol- oder Drogeneinfluss. Auch falsches Tanken zahlt die Vollkasko in der Regel nicht. Grobe Fahrlässigkeit ist nur abgedeckt, wenn der Tarif den Verzicht auf die Einrede enthält.

Meistens nicht mehr. Als Orientierung gilt: Wenn der Jahresbeitrag mehr als 10 Prozent des Fahrzeugwerts ausmacht, steht der Schutz in keinem guten Verhältnis zum Preis. Bei einem Restwert von 4.000 EUR wären das 400 EUR. Die ausführliche Entscheidungshilfe steht im Vergleich Teilkasko oder Vollkasko.

Ja. Anders als bei der Teilkasko wirst du nach einem selbstverschuldeten Schaden in der SF-Klasse zurückgestuft, und das wirkt mehrere Jahre nach. Bei kleinen Schäden lohnt sich deshalb oft die Rechnung, ob Selbstzahlen günstiger ist als die Rückstufung.

Einmal im Jahr vor dem 30. November. Typklassen und Regionalklassen werden jährlich neu berechnet, und der GDV hat für 2026 über zehn Millionen Fahrzeuge neu eingestuft. Dein Beitrag kann sich also ändern, ohne dass du einen Schaden hattest.

Ja. Wenn der Verursacher unbekannt bleibt, springt die Vollkasko ein. Das ist einer der Fälle, in denen sie ihr Geld zurückholt: Bei Haftpflicht oder Teilkasko bleibst du auf dem Schaden sitzen. Allerdings zählt der Fall als Vollkasko-Schaden und wirkt sich auf die SF-Klasse aus.

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