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Aktualisiert: 4. August 2026

Kfz-Typklassen 2026

Der GDV hat die Typklassen neu berechnet. 5,9 Millionen Autos sind in der Haftpflicht teurer geworden, 4,5 Millionen günstiger. Hier siehst du, welche Modelle betroffen sind, wie du deine Typklasse abfragst und was du bei einer Erhöhung tun kannst.

33.000 Modelle ausgewertetQuelle: GDV, ADAC

Überblick und Vergleichsrechner

Das Wichtigste in Kürze

  • Der GDV stuft jedes Jahr rund 33.000 Automodelle neu ein. Die Typklassen 2026 wurden am 9. September 2025 veröffentlicht und gelten seit dem 1. Januar 2026.
  • 5,9 Millionen Fahrzeuge sind in der Haftpflicht höher eingestuft, 4,5 Millionen niedriger. Bei rund 32 Millionen (75 Prozent) ändert sich nichts.
  • Deine eigene Typklasse fragst du kostenlos per HSN und TSN auf typklasse.de ab.
  • Steigt dein Beitrag wegen einer höheren Typklasse, kannst du nach § 40 VVG innerhalb eines Monats kündigen.

Jetzt Versicherung vergleichen

Die Typklasse ist nur ein Faktor. Wie viel du wirklich zahlst, hängt auch vom Versicherer ab.

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Was sind Typklassen?

Kurz gesagt: Die Typklasse zeigt, wie teuer dein Automodell für Versicherer ist. Der GDV schaut sich an, wie oft ein Modell in Unfälle verwickelt ist und was Reparaturen kosten. Datengrundlage sind die Schadenbilanzen der letzten drei Jahre (2022 bis 2024).

Konkret fliessen drei Faktoren in die Berechnung ein: die Schadenhäufigkeit, der durchschnittliche Schadenaufwand und die Reparaturkosten pro Modell. Die meisten Anpassungen bewegen sich um eine Klasse. Sprünge von zwei oder drei Klassen sind die Ausnahme.

Für deine Autoversicherung bedeutet das: Je höher die Typklasse, desto mehr zahlst du. Das Ganze läuft über drei getrennte Einstufungen:

Haftpflicht

10 bis 25

16 Klassen

Teilkasko

10 bis 33

24 Klassen

Vollkasko

10 bis 34

25 Klassen

Typklassen-Tabelle 2026: Auf- und Absteiger

Wer zahlt mehr, wer weniger? Plus heisst teurer, Minus heisst günstiger gegenüber 2025. Die HP-Klasse ist die neue Haftpflicht-Einstufung.

Diese Modelle werden teurer

ModellHP-KlasseHP +/-TK +/-VK +/-
Renault Austral 1.321+3+2-
Ford Focus 1.016+2--
VW Touareg 3.0 TDI22+2+1-
Mercedes GLA 250 e17+2+1+1
Toyota Yaris Cross Hybrid 1.516+1+2+2

Diese Modelle werden günstiger

ModellHP-KlasseHP +/-TK +/-VK +/-
Renault Clio 1.318-2--
VW ID.4 Pure 12514-2--1
BMW iX1 xDrive 3014-2--2
Ford Focus ST 2.316-2--1
Mercedes SLK 20012-1-2-1
Fiat 500 Abarth 1.411-1-1-1

Datenquelle: ADAC-Übersicht der GDV-Typklassen 2026 (GDV-Veröffentlichung vom 09.09.2025). HP = Haftpflicht, TK = Teilkasko, VK = Vollkasko. Die Werte gelten für die genannte Motorisierung und können je nach Variante abweichen.

Welche Autos sind günstig in der Versicherung?

Als Faustregel gilt: Kleinwagen und Kompakte liegen fast immer in niedrigen Typklassen, grosse SUVs und Sportwagen in hohen. Bei einem kleinen Auto geht schlicht weniger kaputt, und die Ersatzteile kosten weniger.

Wie gross der Unterschied beim Preis wird, hat Finanztip durchgerechnet: Für einen fünf Jahre alten Fiat 500 kostete die günstigste passende Versicherung rund 490 Euro im Jahr, für einen gleich alten Audi Q7 rund 1.616 Euro. Beide Angebote wurden mit identischen Angaben zu Fahrer, Fahrleistung und Selbstbeteiligung ermittelt (Quelle: Finanztip, Stand September 2025).

Modell (Beispiele 2026)HaftpflichtTeilkaskoVollkasko
Fiat 500 Abarth 1.4112417
Mercedes SLK 200121716
VW ID.4 Pure 125142120
BMW iX1 xDrive 3014-21
Toyota Yaris Cross Hybrid 1.5162420
Renault Clio 1.3182120
Renault Austral 1.3212421
VW Touareg 3.0 TDI222726

Quelle: ADAC-Übersicht der GDV-Typklassen 2026. Sortiert nach Haftpflicht-Klasse. Exakte Einstufung für dein Auto per HSN/TSN auf typklasse.de abfragen.

Wichtig: Gleiche Typklasse heisst nicht gleicher Preis. Die Versicherer kalkulieren unterschiedlich, deshalb lohnt sich ein Vergleich der günstigen Kfz-Versicherungen unabhängig davon, welches Auto du fährst.

Typklasse herausfinden: So gehts

Du brauchst zwei Nummern aus deinem Fahrzeugschein (Zulassungsbescheinigung Teil I):

HSN (Feld 2.1)

Die Herstellerschlüsselnummer. Vierstellig, identifiziert den Hersteller deines Autos.

TSN (Feld 2.2)

Die Typschlüsselnummer. Dreistellig, identifiziert das genaue Modell und die Motorvariante.

Mit HSN und TSN fragst du die Typklasse kostenlos ab, direkt auf typklasse.de oder über die Typklassenabfrage der Versicherer. Dort sind alle rund 33.000 Modelle hinterlegt. Die offiziellen Zahlen zur Neueinstufung stehen in der GDV-Medieninformation.

Die Abfrage dauert keine zwei Minuten und kostet nichts.

E-Autos und Typklassen 2026

Pauschal lässt sich nicht sagen, ob E-Autos günstiger oder teurer sind. Es kommt aufs Modell an.

Der VW ID.4 Pure fällt in der Haftpflicht um 2 Klassen auf 14. Der BMW iX1 xDrive 30 wird gleich doppelt günstiger: 2 Klassen runter in der Haftpflicht und 2 in der Vollkasko. Auf der anderen Seite steigt der Toyota Yaris Cross Hybrid in Teilkasko und Vollkasko um jeweils 2 Klassen.

Warum die grossen Unterschiede? Bei E-Autos sind Kasko-Reparaturen oft teuer, weil Akku und Elektronik aufwändig sind. Wird die Batterie bei einem Unfall beschädigt, geht das schnell ins Geld. Modelle mit guter Schadenbilanz wie der ID.4 bekommen trotzdem niedrige Klassen.

Wenn du ein E-Auto fährst oder eins kaufen willst: Typklasse vorher prüfen und dann Versicherer vergleichen. Gerade bei Elektroautos sind die Preisunterschiede gross, und manche Anbieter haben Spezialtarife.

Was tun bei höherer Typklasse?

Deine Typklasse ist gestiegen und der Beitrag geht hoch? Ärgerlich, aber kein Grund zur Panik. Die Typklasse ist nur einer von vielen Faktoren. Hier vier Sachen, die wirklich helfen:

Versicherer vergleichen

Nicht jeder Versicherer bewertet Typklassen gleich. Ein Kfz-Versicherungsvergleich zeigt dir in zwei Minuten, wer trotz hoher Typklasse günstig ist.

SF-Klasse nutzen

Lange unfallfrei gefahren? Deine Schadenfreiheitsklasse kann eine schlechtere Typklasse teilweise ausgleichen. Das wirkt sich oft stärker auf den Beitrag aus als die Typklasse selbst.

Selbstbeteiligung erhöhen

Eine höhere Selbstbeteiligung in der Kasko senkt den Jahresbeitrag spürbar. Rechne vorher durch, ob du kleinere Schäden aus eigener Tasche zahlen würdest.

Sonderkündigung prüfen

Steigt dein Beitrag wegen der neuen Typklasse, hast du nach § 40 VVG ein Sonderkündigungsrecht: ein Monat Zeit ab Zugang der Beitragsmitteilung. Bei den meisten Verträgen ist ausserdem der 30. November der reguläre Wechsel-Stichtag.

Wann kommen die Typklassen 2027?

Der GDV veröffentlicht die neuen Einstufungen jedes Jahr im Herbst. Die Typklassen 2026 kamen am 9. September 2025. Mit den Typklassen 2027 ist deshalb im September 2026 zu rechnen. Stand 4. August 2026 sind sie noch nicht veröffentlicht.

Sobald der GDV die neuen Zahlen bekannt gibt, aktualisieren wir diese Seite mit der Tabelle der Auf- und Absteiger. Wenn dein Auto hochgestuft wird, ist das der beste Zeitpunkt für einen Versicherungswechsel vor dem Stichtag am 30. November.

Typklasse vor dem Autokauf prüfen

Die Typklasse macht beim Autokauf einen echten Unterschied, wie das Finanztip-Beispiel oben zeigt: gut 1.100 Euro Differenz pro Jahr zwischen Fiat 500 und Audi Q7 bei gleichen Angaben.

Tipp: Vor dem Kauf auf typklasse.de nachschauen. Du brauchst nur HSN (Feld 2.1) und TSN (Feld 2.2) aus dem Fahrzeugschein.

Typklasse und Regionalklasse: Wie beides zusammenspielt

Dein Versicherungsbeitrag setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Die Typklasse ist einer davon, die Regionalklasse ein anderer. Während die Typklasse von deinem Automodell abhängt, richtet sich die Regionalklasse nach deinem Zulassungsort.

In der Praxis heisst das: Fährst du ein Auto mit hoher Typklasse, aber wohnst in einer günstigen Region, kann sich das zum Teil ausgleichen. Umgekehrt genauso.

Wie sich Schadenfreiheit zusätzlich auf deinen Beitrag auswirkt, erklären wir im Ratgeber zur Schadenfreiheitsklasse.

Häufig gestellte Fragen zu Kfz-Typklassen

Alles Wichtige rund um die Typklassen 2026

Jedes Automodell bekommt vom GDV eine Typklasse. Sie zeigt, wie oft und wie teuer Schäden bei diesem Modell ausfallen. Höhere Klasse heisst höhere Prämie. Der GDV wertet dafür jährlich die Schadendaten aller zugelassenen Autos aus.

Drei Bereiche: Haftpflicht hat 16 Klassen (10 bis 25), Teilkasko 24 Klassen (10 bis 33) und Vollkasko 25 Klassen (10 bis 34). Ein Auto kann in jeder Versicherungsart eine andere Einstufung haben. Klasse 10 ist die günstigste.

Laut GDV werden rund 5,9 Millionen Fahrzeughalter in der Haftpflicht höher eingestuft. 4,5 Millionen profitieren von niedrigeren Klassen. Bei rund 32 Millionen Autos (75 Prozent) ändert sich nichts.

Laut ADAC auf Basis der GDV-Daten steigen unter anderem Renault Austral 1.3 (+3 Klassen Haftpflicht, +2 Teilkasko), Ford Focus 1.0 (+2 Haftpflicht), VW Touareg 3.0 TDI (+2 Haftpflicht, +1 Teilkasko) und Toyota Yaris Cross Hybrid (+2 Teilkasko und Vollkasko).

Günstiger werden zum Beispiel VW ID.4 Pure (-2 Klassen Haftpflicht, -1 Vollkasko), BMW iX1 xDrive 30 (-2 Haftpflicht, -2 Vollkasko), Renault Clio 1.3 (-2 Haftpflicht) und Mercedes SLK 200 (-2 Teilkasko, -1 Vollkasko). Quelle: ADAC, GDV.

Das findest du kostenlos über die Abfrage auf typklasse.de (GDV) heraus. Du brauchst die HSN (Feld 2.1 im Fahrzeugschein) und die TSN (Feld 2.2). Die Datenbank umfasst alle rund 33.000 bewerteten Modelle, die Abfrage dauert keine zwei Minuten.

Nicht pauschal. Der VW ID.4 Pure (Haftpflicht 14) und der BMW iX1 xDrive 30 (Haftpflicht 14) sind 2026 günstiger eingestuft worden. Andere E-Modelle haben wegen teurer Akku- und Elektronik-Reparaturen hohe Kasko-Klassen. Es lohnt sich, vor dem Kauf die Typklasse zu prüfen.

Nein. Die Typklasse legt der GDV fest, und sie gilt bei allen Versicherern gleich. Ändern kannst du sie nicht. Was geht: beim nächsten Autokauf vorher die Typklasse prüfen, oder bei Beitragserhöhung den Versicherer wechseln.

Der GDV hat die neuen Typklassen am 9. September 2025 veröffentlicht. Sie gelten seit dem 1. Januar 2026 und werden von den Versicherern bei der nächsten Beitragsberechnung angewendet.

Ja, nach § 40 VVG. Wenn dein Beitrag durch eine höhere Typklasse steigt, kannst du innerhalb eines Monats ab Zugang der Beitragsmitteilung kündigen. Bei den meisten Verträgen ist ausserdem der 30. November der reguläre Wechsel-Stichtag.

Die Typklasse hängt vom Automodell ab und gilt in ganz Deutschland gleich. Die Regionalklasse richtet sich nach deinem Zulassungsort. Beide beeinflussen deinen Beitrag. In einer günstigen Region kann selbst ein teures Auto bezahlbar versichert sein.

Der GDV veröffentlicht die neuen Einstufungen jedes Jahr im Herbst, die Typklassen 2026 kamen am 9. September 2025. Mit den Typklassen 2027 ist im September 2026 zu rechnen. Stand August 2026 sind sie noch nicht veröffentlicht.

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Trotz neuer Typklasse sparen?

Die Tarife der Versicherer unterscheiden sich bei gleicher Typklasse zum Teil um mehrere hundert Euro. Ein Vergleich lohnt sich fast immer.

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