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Fruehstart-Rente 2026: 10 Euro vom Staat, pro Kind und Monat

Von Checkalle Redaktion ·

Geplant ist: Der Bund zahlt für jedes Kind ab dem 6. Geburtstag bis zur Volljährigkeit 10 Euro im Monat in ein privates Altersvorsorgedepot. Das sind 120 Euro pro Jahr und über zwölf Förderjahre 1.440 Euro vom Staat, bevor das Geld am Kapitalmarkt arbeitet. Wir zeigen dir, was bereits feststeht, was noch offen ist und was du jetzt schon tun kannst.

Familie spart für die Zukunft des Kindes mit der Fruehstart-Rente
10 €/MonatAlter 6 bis 18Ohne AntragStand: Eckpunkte 17.12.2025

Das Wichtigste in Kürze

  • Förderung: 10 € pro Monat vom Staat für Kinder von 6 bis 18 Jahren. 12 Jahre lang, also bis zu 1.440 € pro Kind plus Anlage-Ertraege.
  • Erster Jahrgang: 2020, also die zum Programmstart sechsjährigen Kinder. Kein Antrag, keine Einkommensgrenze.
  • Status (Mai 2026): noch kein Gesetz. Eckpunktepapier vom Kabinett 17.12.2025; Gesetzentwurf wird im Laufe von 2026 erwartet, mit rückwirkender Geltung ab 1.1.2026.
  • Auszahlung: erst zum Renteneintritt des Kindes. Bis dahin bleiben Erträge steuerfrei (nachgelagerte Besteuerung).

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Bis das Fruehstart-Renten-Gesetz steht, kannst du dich mit klassischer Altersvorsorge schon mal orientieren und das passende Depot für dein Kind vorbereiten.

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Wer bekommt die Fruehstart-Rente?

Geplant ist: Jedes Kind, das in Deutschland lebt und zwischen 6 und 18 Jahre alt ist, soll automatisch förderberechtigt sein. Es gibt keine Einkommens- oder Vermögensgrenze für die Familie (Bundesregierung, Kabinettsbeschluss 17.12.2025).

PunktWert
Förderbetrag10 € pro Monat
Pro Jahr120 €
Über 12 Förderjahre1.440 € + Erträge
Altervom vollendeten 6. bis zur Volljährigkeit
Erster Jahrgang2020 — die zum Start sechsjährigen Kinder
Eigenbeitrag nötig?Nein, Eltern dürfen aber zusätzlich einzahlen
Antrag nötig?Nein, Förderung erfolgt automatisch über das Depot

Quellen: Bundesregierung, Pressemitteilung Kabinettsbeschluss 17. Dezember 2025; BMF FAQ Fruehstart-Rente; cross-check Finanztip und GDV.

Lohnt sich die Fruehstart-Rente für dein Kind?

Kurze Antwort: ja, weil die 10 Euro pro Monat geschenktes Geld sind. Du musst keinen Cent dazulegen. Der eigentliche Hebel ist aber die Zeit: 12 Jahre Förderung plus ein Anlagehorizont bis zur Rente sind sehr lang. Je nach Marktentwicklung kann das aus den 1.440 Euro Förderung am Ende ein deutlich größerer Betrag werden.

Modellannahme - keine Renditegarantiehistorische Marktrenditen, vor Steuern und Gebühren
Anlagedauer ab Geburt 2020Bei 0 % RenditeBei 4 % p.a.Bei 6 % p.a.
Mit 18 Jahren (2038)1.440 €ca. 1.800 €ca. 2.100 €
Mit 40 Jahren (2060)1.440 €ca. 4.300 €ca. 7.700 €
Mit 67 Jahren (2087)1.440 €ca. 12.500 €ca. 37.000 €

Beispielrechnung Checkalle 2026, ohne Steuern und Gebühren. Die spätere Auszahlung wird nachgelagert besteuert; Renditen am Kapitalmarkt sind nicht garantiert. Quelle Methodik: Finanztip Fruehstart-Rente Ratgeber.

Fruehstart-Rente vs. Riester vs. Aktivrente vs. ETF-Sparplan

MerkmalFruehstart-RenteRiester (Reform 2027)Aktivrente 2026ETF-Sparplan
ZielgruppeKinder 6 bis 18ErwachseneBeschäftigte ab Regelaltersgrenzejede/jeder
Förderung pro Jahr120 € vom StaatGrundzulage 175 € + Eigenbeitrag2.000 € steuerfrei pro Monatkeine direkte Förderung
Eigenbeitrag nötig?NeinJaNicht relevant (Lohn)100 % Eigenbeitrag
AuszahlungRenteneintritt Kindab 65 Jahremonatlich, sofortjederzeit
Gesetz steht?Eckpunkte 17.12.2025, Entwurf 2026Bundesrat 8.5.2026, Start 1.1.2027geplant 2026jederzeit verfügbar

Mehr Hintergrund zu den anderen Säulen findest du im Riester-Reform 2027 Ratgeber, bei der Aktivrente 2026 und im Rentenversicherungs-Vergleich.

Ist die Fruehstart-Rente steuerfrei?

Kurz: in der Ansparphase ja. Solange das Geld im Depot deines Kindes liegt und arbeitet, zahlst du auf Zinsen, Dividenden und Kursgewinne keine Steuern. Erst wenn dein Kind das Geld viele Jahre später im Rentenalter entnimmt, fällt darauf Steuer an. Das nennt sich nachgelagerte Besteuerung und ist im BMF Monatsbericht Januar 2026 ausdrücklich festgehalten.

Praktisch heisst das: aus den 1.440 Euro staatlicher Förderung plus Kursgewinnen über Jahrzehnte wird ein Brutto-Betrag. Versteuert wird er erst beim Auszahlen. Weil der persönliche Steuersatz im Ruhestand meistens niedriger ist als während des Berufslebens, bleibt unterm Strich oft mehr im Depot, als wenn du die Erträge jedes Jahr versteuert hättest.

Eigenbeiträge von dir, den Grosseltern oder anderen Verwandten sollen ebenfalls möglich sein. Die genaue Höchstgrenze ist im Eckpunktepapier noch nicht beziffert, sondern nur mit "begrenztem Umfang" umschrieben. Warte auf die finale Verordnung, bevor du grosse Sondereinzahlungen einplanst.

Stand der Gesetzgebung

Wichtig: Die Fruehstart-Rente ist noch kein Gesetz. Das Bundeskabinett hat am 17. Dezember 2025 erst die Eckpunkte beschlossen. Der eigentliche Gesetzentwurf wird im Laufe von 2026 erwartet. Ziel der Bundesregierung ist eine rückwirkende Geltung ab 1. Januar 2026, sobald das Gesetz in Kraft tritt.

Davon zu unterscheiden ist das Altersvorsorge-Reformgesetz, das der Bundesrat am 8. Mai 2026 beschlossen hat. Es ersetzt die Riester-Rente für Erwachsene ab 1. Januar 2027 durch das neue Altersvorsorgedepot. Die Fruehstart-Rente ist eine eigene Regelung speziell für Kinder und läuft parallel (siehe GDV-Einschaetzung).

Details wie Höchstgrenzen für zusätzliche Einzahlungen oder welche Anbieter zertifiziert werden, können sich im Gesetzgebungsverfahren noch ändern. Diese Seite wird aktualisiert, sobald der Gesetzentwurf vorliegt.

Welche Anbieter werden voraussichtlich teilnehmen?

Eine offizielle Liste zertifizierter Fruehstart-Renten-Anbieter gibt es noch nicht. Solange das Gesetz nicht steht, kann auch niemand abschliessend zertifiziert werden. Wer jetzt vorausschauend plant, schaut sich aber das parallel laufende Erwachsenen- Altersvorsorgedepot an, denn die Anbieterstruktur dürfte sehr ähnlich werden.

Wahrscheinliche Kandidaten sind laut Finanztip kostengünstige Online-Broker und Direktbanken wie Trade Republic, Scalable Capital, Flatex, comdirect und ING. Sie bieten heute schon Kinderdepots ohne Depotgebühr und mit ETF-Sparplaenen ab 1 Euro an. Bei klassischen Versicherern wie Allianz oder R+V ist eine Teilnahme ebenfalls denkbar, in der Regel allerdings mit höheren laufenden Kosten.

Bis das Gesetz verabschiedet ist, kannst du noch keinen offiziellen Fruehstart-Vertrag abschliessen. Du kannst aber bereits jetzt ein klassisches Kinder- oder Renten-Depot eröffnen und später prüfen, ob es sich in das Förderprodukt umstellen lässt. Frage beim Anbieter-Support konkret nach der Migration zum Altersvorsorgedepot 2026.

Quellen: Finanztip Fruehstart-Rente Ratgeber; Anbieter-Webseiten; Stiftung Warentest Altersvorsorge für Gebührenvergleiche.

Was kannst du jetzt schon tun?

1. Anbieter prüfen

Schau dir Kinder- oder Renten-Depots an. Günstige, kostentransparente Depots haben gute Chancen, später auch Fruehstart-Rente-tauglich zu sein. Achte auf Gebühren unter 1 Prozent pro Jahr (Orientierungswert aus dem Erwachsenen-Depot).

2. Eigene Vorsorge ordnen

Prüfe parallel, wie deine eigene Altersvorsorge aussieht: Riester, Rürup, klassische Rentenversicherung oder ETF-Sparplan. Die Fruehstart-Rente ergänzt das, ersetzt aber nichts.

3. Updates beobachten

Verfolge die Gesetzgebung. Erst nach Verabschiedung kannst du das konkrete Fruehstart-Renten-Depot eröffnen. Bis dahin hilft ein klassisches Kinderdepot bei der Vorbereitung.

Wenn du für dein Kind ohnehin schon spart, lohnt sich ein Blick in den Rentenversicherungs-Vergleich, in den Riester-Rente-Vergleich für dich selbst und bei Bedarf in den Ratgeber zur Aktivrente 2026. Auch eine Lebensversicherung oder Risikolebensversicherung sichert die Familie ab.

Worauf solltest du beim späteren Anbieter achten?

  • 1.Kosten: Die Renditechance hängt stark von Gebühren ab. Das Eckpunktepapier nennt für das parallele Erwachsenen-Depot eine Obergrenze. Günstige Depots bringen langfristig oft den größten Unterschied.
  • 2.Flexible Anlage: Über zwölf Jahre und mehr lohnt sich meistens eine renditeorientierte Anlage wie breite ETFs. Achte darauf, dass dein Anbieter Sparpläne auf marktbreite Indizes anbietet (MSCI World, FTSE All-World).
  • 3.Transparenz und Wechsel: Ein- und Auszahlungen sollten klar dokumentiert sein. Sieh dir das Produktinformationsblatt an und prüfe, ob du den Anbieter später wechseln kannst, ohne die Förderung zu verlieren. Bei klassischen Vorsorgeprodukten ist das meistens möglich.

Häufige Fragen zur Fruehstart-Rente

Renten-Vorsorge für die Familie

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