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Neu: Reform 2027 einkalkuliert · Stand April 2026

Riester-Rente 2026: Vergleich und Reform-Entscheidung

Du willst wissen, ob sich Riester jetzt noch lohnt – oder ob du auf das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 warten sollst? Der Rechner klärt es dir in drei Minuten, mit deinen echten Zahlen.

175 €
Grundzulage pro Jahr
bis 300 €
pro Kind
2.100 €
Steuer absetzbar
ab 60 €
Mindestbeitrag/Jahr
SSL-verschluesselt Kostenlos und unverbindlich Transparent

Dein persönlicher Riester-Check

Einkommen, Kinder, Alter eingeben – die Zulage und der mögliche Steuervorteil werden sofort berechnet.

Deine Daten werden SSL-verschluesselt übertragen.

Soll ich 2026 noch abschliessen oder auf 2027 warten?

Die ehrliche Antwort: es kommt auf deine Situation an. Drei häufige Profile – und was Experten wie die Verbraucherzentrale und die Finanztip-Redaktion dazu sagen.

Lohnt sich jetzt

Du bist unter 40 und hast Kinder

Die Kinderzulagen sind bei Riester der stärkste Hebel. Wer zwei ab 2008 geborene Kinder hat, bekommt 600 Euro Kinderzulage plus 175 Euro Grundzulage pro Jahr – bei vergleichsweise kleinem Eigenbeitrag.

Bestandsschutz nach 2027 gilt voraussichtlich auch für Neu-Abschluesse in 2026.

Abwarten möglich

Du bist 40 bis 55, solo, Normalverdiener

Ohne Kinderzulagen reduziert sich die Förderung auf die Grundzulage und den Steuervorteil. Für diese Gruppe kann es sinnvoll sein, die Gesetzesverabschiedung zum Altersvorsorgedepot abzuwarten – das neue Modell soll renditestärker werden.

Ergänzend lohnt ein Blick auf die Ruerup-Rente, die betriebliche Altersvorsorge (bAV) oder die klassische private Rentenversicherung. Noch unsicher? Unsere Rentenluecke-Entscheidungshilfe rechnet dir vor, wie viel du wirklich zusätzlich brauchst.

Vorsicht

Du bist über 55 oder kurz vor der Rente

Kurze Ansparzeiten fressen die Kostenvorteile. In den letzten zehn Jahren vor Rentenbeginn rechnet sich ein klassischer Riester-Vertrag nur noch selten – zu hohe Abschlusskosten, zu wenig Laufzeit für Zinseszins.

Besser: bestehenden Vertrag optimieren oder mit privater Rentenversicherung planen.

Unser Tipp: Laufende Riester-Vertraege solltest du auf keinen Fall vorschnell kündigen – die Zulagen der letzten Jahre müsstest du dann zurückzahlen (schädliche Verwendung, § 93 EStG). Beitragsfrei stellen ist meistens die bessere Option.

Was ist die Riester-Rente eigentlich?

Die Riester-Rente ist eine private Altersvorsorge mit staatlicher Förderung. Wer rentenversicherungspflichtig arbeitet, bekommt jährliche Zulagen vom Staat und kann die Beiträge als Sonderausgaben von der Steuer absetzen (§ 10a EStG). Benannt ist das Modell nach Walter Riester, dem damaligen Bundesarbeitsminister, der die Reform 2002 auf den Weg gebracht hat.

Der Deal: du zahlst in einen zertifizierten Vertrag ein (z. B. bei einem Versicherer, einer Bank oder einer Fondsgesellschaft), der Staat legt Zulagen drauf und spart dir Steuern. Im Ruhestand wird das Kapital als lebenslange monatliche Rente ausgezahlt, ein Teil kann auch einmalig entnommen werden.

Kurz gesagt: Riester ist kein Renditewunder, sondern eine Zulagen-Maschine. Besonders für Familien mit Kindern kann das Modell den Eigenbeitrag auf einen Bruchteil drücken.

Dein Geld vom Staat: Zulagen 2026 im Überblick

Die Zulagen sind der Hauptgrund, warum sich Riester überhaupt noch rechnet. Hier die belastbaren Zahlen für 2026, verifiziert über das Einkommensteuergesetz:

  • 175 Euro Grundzulage pro Jahr

    Für jede unmittelbar zulagenberechtigte Person, seit 2018 unverändert (§ 84 EStG).

  • 185 Euro pro Kind (Geburt vor 2008)

    Kinderzulage nach § 85 EStG, solange Kindergeld für das Kind bezogen wird.

  • 300 Euro pro Kind (Geburt ab 2008)

    Erhöhte Kinderzulage für Geburtsjahrgänge 2008 und später.

  • 200 Euro Berufseinsteiger-Bonus

    Einmalig, wenn du bei Vertragsabschluss unter 25 bist und nach dem 31.12.1982 geboren wurdest.

Beispielrechnung: Familie mit zwei Kindern

Lena arbeitet Vollzeit, 42.000 Euro Brutto im Vorjahr. Zwei Kinder, Jahrgänge 2017 und 2019. Ihr Mann ist über den Ehegatten-Zugang mittelbar förderberechtigt (eigener Vertrag mit 60 Euro/Jahr).

Grundzulage Lena175 €
Grundzulage Ehemann (mittelbar)175 €
Kinderzulage 2 × 300 €600 €
Summe Zulagen pro Jahr950 €
Mindesteigenbeitrag (4 % von 42.000 € minus Zulagen)ca. 730 €

Beispiel illustrativ, die konkrete Förderhöhe hängt von Einkommen, Familienstatus und Vertrag ab. Dein tatsächliches Ergebnis siehst du im .

Wer darf riestern?

Unmittelbar förderberechtigt

  • Rentenversicherungspflichtige Arbeitnehmer und Angestellte
  • Beamte, Richter, Soldaten
  • ALG-I- und Buergergeld-Empfaenger (unter Bedingungen)
  • Eltern in Elternzeit, Pflegepersonen
  • Geringfügig Beschäftigte (ohne Rentenversicherungs-Befreiung)
  • Vollständig Erwerbsgeminderte

Mittelbar förderberechtigt

Ehegatten einer unmittelbar berechtigten Person, wenn sie einen eigenen Riester-Vertrag abschliessen und mindestens 60 Euro pro Jahr einzahlen (§ 79 EStG).

Nicht förderberechtigt

  • Selbstständige ohne gesetzliche Rentenversicherung
  • Angestellte im berufsständischen Versorgungswerk (z. B. Ärzte, Anwälte)
  • Rentner ohne weitere Erwerbstätigkeit
  • Studenten ohne Job

Wer nicht förderberechtigt ist, schaut sich besser die Ruerup-Rente an – die ist für Selbstständige gedacht.

Welche Riester-Variante passt zu dir?

Es gibt vier zertifizierte Formen. Die richtige Wahl hängt vor allem von deiner Restlaufzeit und deiner Risikobereitschaft ab.

VarianteRenditechanceRisikoFür wen
Riester-Rentenversicherungniedrig bis mittelsehr niedrigSicherheitsorientierte, alles unter 15 Jahren Laufzeit
Riester-Fondssparplanhochmittel (Beitragsgarantie)Jüngere mit 20+ Jahren Ansparzeit
Riester-Banksparplansehr niedrigkein Kursrisikokaum noch angeboten
Wohn-Riesterabhängig vom Immobilienmarktgebunden an SelbstnutzungImmobilien-Kaeufer/-Bauer (§ 92a EStG)

Wer Immobilienfinanzierung und Altersvorsorge kombinieren möchte, sollte parallel einen Kreditvergleich rechnen – Wohn-Riester ersetzt keinen Zinsvergleich.

Steuervorteil verstehen: Günstigerprüfung in 60 Sekunden

Bis zu 2.100 Euro pro Jahr lassen sich als Sonderausgaben absetzen (§ 10a EStG). Entscheidend ist nicht, ob du das voll ausschöpfst – sondern die sogenannte Günstigerprüfung.

Das Finanzamt rechnet automatisch zwei Szenarien: einmal die Steuerersparnis aus dem Sonderausgabenabzug und einmal die Summe der Zulagen. Du bekommst, was höher ist. Die Zulagen wandern direkt auf den Vertrag, die zusätzliche Steuerersparnis landet als Erstattung auf deinem Konto.

Für wen besonders attraktiv: Gutverdiener mit wenigen oder keinen Kindern. Wer einen hohen Grenzsteuersatz hat und nicht viele Zulagen bekommt, profitiert stärker vom Abzug als von den 175 Euro Grundzulage.

Bundestag-Beschluss: 27. März 2026

Riester-Reform 2027: kurz erklärt

Der Bundestag hat das Altersvorsorgereformgesetz am 27. März 2026 beschlossen. Ab 1. Januar 2027 können Anbieter neue Altersvorsorgedepots starten, klassische Riester-Vertraege sind ab dann für Neuabschlüsse nicht mehr verfügbar. Bestandsverträge laufen mit Bestandsschutz weiter. Details, neue Zulagenstruktur (50 / 25 Cent pro Spar-Euro, max. 540 EUR Grundzulage), Vergleichstabelle und Entscheidungshilfe findest du im Schwerpunktartikel zur Riester-Reform 2027.

Wann Riester (noch) nicht deine beste Wahl ist

Ehrlich gesagt: Riester passt nicht zu jedem Lebensmodell. In diesen Fällen lohnt sich ein anderer Weg:

  • Du bist Selbstständiger ohne gesetzliche Rente

    Dann bist du nicht unmittelbar zulagenberechtigt. Schau dir die Ruerup-Rente an.

  • Du erwartest, im Alter auf Bürgergeld angewiesen zu sein

    In der Auszahlungsphase gilt die Riester-Rente als Einkommen und wird angerechnet. Das relativiert den Fördervorteil.

  • Du hast weniger als 10 Jahre bis zur Rente

    Die Abschluss- und Verwaltungskosten eines neuen Vertrags amortisieren sich auf kurze Laufzeiten kaum. Besser: bestehende Vorsorge optimieren.

  • Du willst maximale Flexibilität

    Kündigen vor Rentenbeginn ist teuer (schädliche Verwendung). Wer später an das Kapital will, ist mit einem freien ETF-Sparplan flexibler.

Auch eine passende Kreditkarte für Senioren und eine Risikolebensversicherung gehören für viele in den Gesamtplan der Altersvorsorge.

Häufige Fragen zur Riester-Rente

Die Grundzulage beträgt 175 Euro pro Jahr (§ 84 EStG). Dazu kommt pro Kind eine Kinderzulage: 185 Euro für Kinder, die vor 2008 geboren wurden, und 300 Euro für Kinder ab Geburtsjahr 2008 (§ 85 EStG). Berufseinsteiger unter 25 Jahren, die nach dem 31. Dezember 1982 geboren sind, bekommen einmalig 200 Euro zusätzlich.

Dein nächster Schritt

Gib deine Eckdaten in den Rechner – du siehst sofort, wie hoch deine Zulagen ausfallen und welche Anbieter zu deinem Profil passen.

Kostenlos, unverbindlich, in 3 Minuten fertig. Wenn du den Tarif direkt abschliessen möchtest, geht es weiter auf unserer Sofort-Abschluss-Seite.