
Wohngebäudeversicherung KostenWas du wirklich zahlst 2026
Was kostet eine Wohngebäudeversicherung? Für ein normales Einfamilienhaus beginnen die Beiträge ab 89 Euro im Jahr. Was du tatsächlich zahlst, hängt von Wohnfläche, Bauart, Baujahr und Standort ab. Hier bekommst du konkrete Zahlen und kannst deinen Tarif direkt berechnen.
Kosten im Überblick
Durchschnittliche Jahresbeiträge nach Gebäudetyp
Einfamilienhaus
ab 89 €
pro Jahr
Reihenhaus / Doppelhaus
ab 70 €
pro Jahr
Mit Elementar
ab 149 €
pro Jahr
Mehrfamilienhaus
ab 249 €
pro Jahr
Premium-Schutz
ab 299 €
pro Jahr
Wohngebäudeversicherung Kostenrechner
Berechne jetzt den genauen Beitrag für dein Haus und vergleiche Angebote von über 25 Anbietern.
Diese 7 Faktoren bestimmen deinen Beitrag
Kein Geheimnis: So rechnen Versicherer deinen Preis aus
Wohnfläche
Die Quadratmeterzahl ist der wichtigste Preisfaktor. Je größer das Haus, desto höher der Beitrag. Bei 100 m² zahlst du etwa 89 bis 120 Euro, bei 200 m² etwa 180 bis 250 Euro pro Jahr für einen Basischutz.
Bauart
Massive Bauweise aus Stein oder Beton ist deutlich günstiger zu versichern als Holzbauweise oder Fachwerkhaus. Der Unterschied liegt bei 20 bis 40 Prozent, weil Holzhäuser ein höheres Brandrisiko haben.
Baujahr
Ältere Gebäude vor 1970 sind oft teurer zu versichern, weil Elektrik und Wasserleitungen häufiger Probleme machen. Neubauten mit moderner Installation sind günstiger, vor allem beim Leitungswasserschutz. Wasserschaden in der Gebäudeversicherung umfasst hier noch viel mehr.
Standort und Risikozone
Der Standort hat erheblichen Einfluss. Häuser in Bayern an Inn oder Donau oder in Sachsen an der Elbe zahlen für Elementarschutz deutlich mehr als Gebäude in risikoarmen Lagen. Versicherer nutzen dafür ZÜRS-Zonen (Zone 1 bis 4).
Deckungsumfang
Basisschutz (Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel) ist günstiger als Komfort- oder Premiumtarife. Der Leitungswasserschaden ist schon im Standard enthalten. Elementarschutz kostet extra, ist aber dringend empfehlenswert.
Selbstbeteiligung
Eine höhere Selbstbeteiligung von 300 oder 500 Euro statt der Standard-150-Euro kann den Beitrag um 10 bis 20 Prozent senken. Du trägst kleine Schäden selbst, die Versicherung springt bei großen ein.
Vorschäden
Mehrere Vorschäden in den letzten Jahren können den Beitrag erhöhen oder sogar zur Ablehnung führen. Ähnlich wie beim Kfz-Tarif gilt: Je weniger Schäden du meldest, desto günstiger bleibt dein Beitrag langfristig.
Kosten nach Wohnfläche
Durchschnittswerte aus Vergleichsrechner-Daten, Stand April 2026
Einfamilienhaus (massiv, Baujahr ab 1990)
| Wohnfläche | Basis | Komfort | Mit Elementar |
|---|---|---|---|
| 80 bis 100 m² | 89 bis 120 € | 120 bis 160 € | 149 bis 200 € |
| 100 bis 150 m² | 120 bis 180 € | 160 bis 220 € | 200 bis 280 € |
| 150 bis 200 m² | 180 bis 250 € | 220 bis 300 € | 280 bis 380 € |
| 200 bis 300 m² | 250 bis 350 € | 300 bis 420 € | 380 bis 520 € |
| über 300 m² | ab 350 € | ab 420 € | ab 520 € |
Reihenhaus / Doppelhaus
| Wohnfläche | Basis | Komfort | Mit Elementar |
|---|---|---|---|
| 80 bis 120 m² | 70 bis 110 € | 100 bis 140 € | 130 bis 180 € |
| 120 bis 160 m² | 110 bis 160 € | 140 bis 200 € | 180 bis 250 € |
Beitragsanpassung 2026
Warum steigen die Beiträge und was kannst du dagegen tun?
4,21 %
Anpassungsfaktor 2026
Basiert auf Baupreisindex und Lohnindex
Steigende Baukosten
Material und Handwerkerkosten sind seit 2020 stark gestiegen. Weil Versicherungen den Wiederherstellungswert deines Hauses absichern, steigt automatisch auch der Beitrag. Ohne diese Anpassung wärst du unterversichert.
Mehr Naturkatastrophen
Der GDV hat für 2024 versicherte Naturkatastrophenschäden von 5,7 Milliarden Euro gemeldet. Diese gestiegenen Schadenkosten geben Versicherer über Beitragserhöhungen weiter.
Dein Sonderkündigungsrecht
Wenn dein Versicherer den Beitrag erhöht, ohne die Leistung zu verbessern, kannst du außerordentlich kündigen. Das Recht gilt innerhalb eines Monats nach Erhalt des Erhöhungsschreibens. Nutze das als Chance für einen Tarifvergleich.
Wert 1914 oder Wohnflächenmodell?
So wird dein Beitrag grundlegend berechnet
Wert 1914
Das ältere Modell. Ein Gutachter oder ein Berechnungsschlüssel ermittelt, was dein Haus 1914 gekostet hätte. Dieser fiktive Wert wird dann mit einem jährlich aktualisierten Baupreisindex multipliziert, um den heutigen Wiederherstellungswert zu ermitteln.
Vorteil: Sehr genau beim tatsächlichen Gebäudewert. Nachteil: Komplizierter zu verstehen und anfälliger für Unterversicherung, wenn der Wert nicht regelmäßig aktualisiert wird.
Wohnflächenmodell
Das modernere Modell. Du gibst einfach die Quadratmeterzahl an. Der Versicherer rechnet daraus den Beitrag anhand standardisierter Quadratmeterpreise je nach Bauart, Baujahr und Region.
Vorteil: Einfach, transparent, weniger Unterversicherungsrisiko bei richtiger Flächenangabe. Die meisten neuen Verträge laufen auf dieser Basis.
Egal welches Modell du nutzt: Stelle sicher, dass du gegen Unterversicherung geschützt bist. Ein Unterversicherungsverzicht schützt dich, wenn doch ein zu niedriger Wert angegeben wurde.
Wer zahlt die Versicherung?
Mieter oder Vermieter? Die Antwort ist klar, aber die Details sind wichtig
Vermieter (Eigentümer)
Die Wohngebäudeversicherung ist immer Pflicht des Eigentümers. Der Vermieter schließt den Vertrag ab und ist Versicherungsnehmer.
Vermieter dürfen die Kosten jedoch als Betriebskosten auf die Mieter umlegen, wenn das im Mietvertrag vereinbart ist. Rechtliche Grundlage ist die Betriebskostenverordnung BetrKV § 2 Nr. 13.
Mieter
Wenn der Mietvertrag eine entsprechende Klausel enthält, zahlen Mieter anteilig über die Nebenkostenabrechnung mit. Der Posten erscheint dann als "Gebäudeversicherung" in der jährlichen Abrechnung.
Mieter können die Kosten nicht selbst senken, aber ein Vergleich lohnt sich, falls du Eigentümer bist oder werden willst.
Steuerlich absetzbar?
Nicht immer, aber in bestimmten Fällen schon
Vermieter
Voll absetzbar als Werbungskosten in der Anlage V der Steuererklärung. Du trägst die Beiträge direkt in die Zeile für Versicherungen ein und sparst die Einkommensteuer auf diesen Betrag.
Selbstständige
Anteilig absetzbar als Betriebsausgabe, wenn du Teile des Gebäudes beruflich nutzt (z.B. Arbeitszimmer oder separates Büro). Der absetzbare Anteil entspricht dem beruflich genutzten Flächenanteil.
Eigennutzer
Leider kein direkter Steuerabzug für selbst genutzte Eigenheime. Die Wohngebäudeversicherung gilt steuerrechtlich als private Ausgabe. Prüfe aber auch deine Privathaftpflicht, die ebenfalls in deine Versicherungsstruktur gehört.
5 Spartipps für 2026
So zahlst du weniger, ohne Leistung zu verlieren
Jährlich zahlen
Wähle jährliche statt monatlicher Zahlung. Das spart in der Regel 3 bis 5 Prozent, weil Versicherer Ratengebühren berechnen.
Selbstbeteiligung erhöhen
300 oder 500 Euro Selbstbeteiligung statt 150 Euro senken den Jahresbeitrag um 10 bis 20 Prozent. Kleinere Schäden zahlt man selbst.
Versicherungen bündeln
Gebäude- und Hausratversicherung beim gleichen Anbieter bringen oft 5 bis 15 Prozent Rabatt auf beide Policen.
Regelmäßig vergleichen
Alle drei bis fünf Jahre vergleichen. Der Markt ändert sich, und du findest oft einen günstigeren Tarif mit gleichem oder besserem Schutz.
Zusatzleistungen prüfen
Erweiterter Glasbruch, Rohrreinigung oder Hausgeldausfall: Prüfe, welche Extras du wirklich brauchst. Streichst du nicht benötigte Klauseln, sinkst der Beitrag.
Häufige Fragen zu den Kosten
Alles Wichtige zu Preisen und Beiträgen
Jetzt Kosten berechnen und sparen
Vergleiche Angebote von über 25 Versicherern und finde den günstigsten Tarif für dein Haus. Kostenlos und unverbindlich.
Auch interessant: Elementarversicherung Vergleich für zusätzlichen Naturkatastrophenschutz