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Geprüfte Tipps · BMWE, co2online & Verbraucherzentrale

Energiekosten senken 2026
So sparst Du Energie bei Strom, Gas und Heizung

Wer seine Energiekosten senken will, sollte zuerst auf den Tarif schauen: Laut stromauskunft.de kostet Strom in der Grundversorgung im Schnitt 40,37 ct/kWh, im günstigsten Neukundentarif 30,11 ct/kWh (Stand 23.09.2026). Bei 3.500 kWh im Jahr sind das rund 359 € Unterschied, also bis zu 25 Prozent weniger. Dazu kommen einfache Spartipps wie Geräte ganz ausschalten, LED-Lampen und ein Grad weniger beim Heizen.

Von der CheckAlle Redaktion · Letzte Aktualisierung:

Das Wichtigste in Kürze

  • • Tarif prüfen: Vom Grundversorger zum günstigsten Stromanbieter sparen Haushalte mit 3.500 kWh laut stromauskunft.de im Schnitt 359 € im Jahr (Stand 23.09.2026).
  • • Geräte ganz ausschalten statt Standby bringt laut co2online durchschnittlich rund 165 € im Jahr.
  • • LED spart bis zu 80 % gegenüber Glüh- und Halogenlampen (BMWE).
  • • 1 °C weniger heizen spart bis zu 6 % Energie (BMWE).

Größter Hebel: Anbieterwechsel

Bis zu 25 % weniger Stromkosten beim Wechsel aus der Grundversorgung (stromauskunft.de, 23.09.2026)

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Energie sparen: die 6 effektivsten Tipps

Jeder Tipp mit Quelle: BMWE, co2online oder stromauskunft.de.

LED-Beleuchtung

bis zu 80 %

LEDs statt alter Glüh- und Halogenlampen bringen bis zu 80 % Einsparung. Quelle: BMWE.

Standby abschalten

ca. 165 €/Jahr

Geräte ganz auszuschalten statt im Ruhemodus zu lassen, spart im Schnitt rund 165 € im Jahr. Quelle: co2online.

Kühlschrank einstellen

7 °C reichen

Sieben Grad reichen im Kühlschrank, minus 18 Grad im Gefrierfach. Quelle: BMWE.

Kühler waschen

40 statt 60 °C

Für Baumwolle reichen 40 statt 60 °C, für Kunstfasern 30 °C, dazu Sparprogramm und volle Trommel. Quelle: BMWE.

Heizung 1 °C runter

bis zu 6 %

Ein Grad weniger spart bis zu sechs Prozent Energie. Quelle: BMWE.

Anbieter wechseln

Ø 359 €/Jahr

Wer mit 3.500 kWh vom Grundversorger zum günstigsten Anbieter wechselt, spart im Schnitt 359 € im Jahr. Quelle: stromauskunft.de, 23.09.2026.

Stromverbrauch nach Geräten: wo geht der Strom hin?

Bevor Du sparst, schau hin, wer in Deinem Haushalt am meisten zieht. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) nennt in seinen Energiespartipps diese Verteilung des Haushaltsstroms:

  • • Informationstechnik, TV & Audio: 28 %
  • • Waschen & Trocknen: 14 %
  • • Licht: 13 %
  • • Kühl- und Gefriergeräte: 11 %
  • • Kochen: 9 %
  • • Spülen: 8 %
  • • Sonstiges (zum Beispiel Zusatzheizungen, Lüftungen, Umwälzpumpen): 17 %

Quelle: Bundeswirtschaftsministerium, Energiespartipps (PDF). In Deinem Haushalt kann die Verteilung anders aussehen, etwa wenn Du mit Strom heizt oder Warmwasser elektrisch bereitest.

Wie viel Strom ist normal? Der Stromspiegel 2025 als Maßstab

Ein 3-Personen-Haushalt verbraucht laut Stromspiegel 2025 rund 3.500 kWh im Jahr im Einfamilienhaus und 2.400 kWh im Mehrfamilienhaus (co2online, Stand 13. Mai 2025). Bevor Du einzelne Energie-sparen-Tipps abarbeitest, vergleich Deinen Jahresverbrauch mit dieser Tabelle. Die Werte gelten ohne elektrische Warmwasserbereitung, mit Durchlauferhitzer oder Boiler liegen sie höher. Liegst Du deutlich über Deiner Zeile, lohnt sich die Suche nach dem Stromfresser, liegst Du darunter, lohnt eher der Blick auf Deinen Tarif.

Durchschnittlicher Stromverbrauch pro Jahr nach Haushaltsgröße, Stromspiegel 2025 (co2online), Stand 13. Mai 2025
HaushaltEinfamilienhausMehrfamilienhaus
1 Person1.800 kWh/Jahr1.200 kWh/Jahr
2 Personen2.700 kWh/Jahr1.900 kWh/Jahr
3 Personen3.500 kWh/Jahr2.400 kWh/Jahr
4 Personen3.800 kWh/Jahr2.600 kWh/Jahr

Quelle: Stromspiegel 2025 (co2online), Durchschnittswerte ohne elektrische Warmwasserbereitung. Wie viel Dich Deine Kilowattstunden kosten, hängt vor allem vom Tarif ab, das Rechenbeispiel steht im nächsten Abschnitt und Tarife findest Du in unserem Stromvergleich.

Praktisch heißt das: Ein energieeffizienter neuer Kühlschrank kostet laut co2online etwa 600 bis 1.100 € und kann rund 100 € Stromkosten im Jahr sparen. Ob sich der Tausch lohnt, hängt davon ab, wie viel Dein altes Gerät verbraucht.

Smart-Meter-Tarife können helfen, Spitzenverbräuche zu verschieben. Mehr dazu unter dynamische Stromtarife 2026.

Stromkosten verstehen: Arbeits- und Grundpreis

Bevor Du Tarife vergleichst, hilft die Formel:

Jahreskosten = (Verbrauch in kWh × Arbeitspreis ct/kWh) + Grundpreis €/Jahr

Beispiel: stromauskunft.de rechnet mit 3.500 kWh im Jahr. In der Grundversorgung kostet Strom im Schnitt 40,37 ct/kWh, das sind 1.412,83 € im Jahr. Im günstigsten verfügbaren Tarif mit 30,11 ct/kWh sind es 1.053,81 €, also rund 359 € weniger (Stand 23.09.2026).

Wichtig: Achte auf Preisgarantien und Vertragslaufzeit. Eine 12-Monats-Preisgarantie ist sicherer als reine „Festpreis"-Versprechen ohne klare Laufzeit. Den Tarif solltest Du jährlich gegenchecken, auch nach einem Wechsel. Mehr dazu unter Stromvergleich und Gaspreise 2026.

Strom sparen Raum für Raum

Küche

  • • Mit passendem Deckel und passender Herdplatte halbierst Du den Energieverbrauch beim Kochen (co2online)
  • • Wasserkocher statt Topf für Heißwasser
  • • Backofen nicht vorheizen (außer Rezept fordert es)
  • • Restwärme nutzen, Herd kurz vor Garende ausschalten
  • • Kühlschrank 7 °C, Gefrierfach -18 °C

Wohnzimmer

  • • Geräte per schaltbarer Steckerleiste ganz ausschalten: laut co2online im Schnitt rund 165 € im Jahr
  • • LED statt Halogen: bis zu 80 % weniger Strom (BMWE)
  • • Smart-Stecker mit Zeitschaltung für Geräte-Gruppen

Bad

  • • Wassersparender Duschkopf: bis zu 30 % weniger Warmwasserkosten (BMWE)
  • • Kürzer und etwas kühler duschen
  • • Hände mit kaltem Wasser waschen, Seife wirkt auch so

Waschküche

  • • Eco-Programm, Maschine voll beladen
  • • 40 statt 60 °C für Baumwolle, 30 °C für Kunstfasern (BMWE)
  • • Wäsche an der Luft trocknen statt Trockner

Heizkosten senken (auch ohne neue Heizung)

Laut Bundeswirtschaftsministerium entfallen 71 Prozent der Energie im Haushalt aufs Heizen und 15 Prozent aufs Warmwasser. Hier steckt also das größte Sparpotenzial:

  • • 1 °C Raumtemperatur runter spart bis zu 6 % Energie (BMWE)
  • • Heizkörper entlüften (kostenlos, ein Schlüssel reicht)
  • • Stoßlüften statt Fenster auf Kipp: fünf bis zehn Minuten weit auf, danach zu
  • • Heizkörper nicht zustellen: spart bis zu 12 % Energie (BMWE)
  • • Türen zu Flur, Keller und Dachboden schließen: bis zu 5 % weniger Heizkosten (BMWE)

Wer mit Gas heizt, lohnt sich der Tarif-Check ähnlich stark wie beim Strom. Mehr dazu im nächsten Abschnitt, oder direkt bei der Wärmepumpe-vs-Gasheizung-Vergleich.

Gas sparen: der größere Hebel bei der Heizung

Auch beim Gas lohnt der Blick auf den Tarif. Ein Rechenbeispiel von Verivox (Stand 09.09.2026): In Heidelberg kostet Gas bei 20.000 kWh im Jahr in der Grundversorgung 3.686,76 €, im günstigsten Tarif im ersten Jahr 2.392,25 €. Das ist ein Einzelbeispiel, Dein Ergebnis hängt von Wohnort und Verbrauch ab.

  • • Tarif prüfen: siehe Rechenbeispiel oben
  • • Heizkörper entlüften: wenn sie gluckern, spart das laut BMWE Heizkosten
  • • Raumtemperatur 1 °C runter: bis zu 6 % weniger Energie (BMWE)
  • • Heizungspumpe erneuern: eine moderne Pumpe braucht bis zu 80 % weniger Energie (BMWE)

Den vollständigen Gasvergleich mit Tarifen für deine PLZ findest du unter Günstiger Gasanbieter, aktuelle Preise und Entwicklung unter Gaspreise 2026.

Sofort-Tipps ohne Kosten

  1. Standby auf null, Steckerleiste über Nacht aus
  2. Licht aus in leeren Räumen
  3. Tageslicht nutzen, schwere Vorhänge zurück
  4. Kühlschrank-Temperatur prüfen (7 °C reicht)
  5. Wäsche an der Luft trocknen
  6. Topfdeckel beim Kochen
  7. Heizung 1 °C runter, Pulli an

Allein Geräte ganz auszuschalten statt Standby bringt laut co2online im Schnitt rund 165 € im Jahr.

Investitionen, die sich rechnen können

  • Zehn LED-Lampen: rund 20 bis 50 € Anschaffung, rund 215 € Einsparung im Jahr (co2online)
  • Energieeffizienter Kühlschrank: rund 600 bis 1.100 €, rund 100 € Einsparung im Jahr (co2online)
  • Moderne Heizungspumpe: braucht bis zu 80 % weniger Energie als eine alte (BMWE)
  • Wassersparender Duschkopf: bis zu 30 % weniger Warmwasserkosten (BMWE)

Mehr unter Balkonkraftwerk-Vergleich 2026.

Förderung: Energiekosten mit Zuschuss senken

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist die Förderung des Bundes für Sanierungen, mit der Du Deine Energiekosten dauerhaft senken kannst. Beim BAFA läuft zum Beispiel die Förderung von Einzelmaßnahmen (BEG EM).

Welche Förderung zu Deinem Vorhaben passt, klärst Du am besten vorher in einer Energieberatung, etwa bei der Verbraucherzentrale-Energieberatung.

Anbieterwechsel: die schnellste Art zu sparen

Viele Haushalte sind beim Grundversorger gelandet und nie aktiv gewechselt. Genau hier liegt der größte Hebel:

  • • Wechsel ist kostenlos: der neue Anbieter übernimmt die Kündigung
  • • Keine Stromunterbrechung: der Wechsel passiert auf dem Papier, an der Steckdose merkt niemand etwas
  • • Vertragsbindung beachten: die Verbraucherzentrale rät zu höchstens einem Jahr Laufzeit
  • • Bonus realistisch einordnen: ab dem zweiten Vertragsjahr sind Bonus-Tarife laut Verbraucherzentrale oft besonders teuer

Wie viel es bei Dir ist, zeigt nur ein Vergleich mit Deiner Postleitzahl und Deinem Verbrauch. Zur Orientierung: Finanztip kommt bei 3.000 kWh Stromverbrauch im Jahr auf 200 bis 300 € mögliche Ersparnis, wenn Du aus der Strom-Grundversorgung zu den günstigsten von Finanztip empfohlenen Tarifen wechselst (Stand 22.09.2026).

Ökostrom: günstig und mit kleinerem Fußabdruck

Ökostrom kostet laut stromauskunft.de aktuell nur geringfügig mehr als der günstigste Tarif, nämlich 0,19 ct/kWh mehr (Stand 23.09.2026). Achte auf das ok-power-Gütesiegel oder das Grüner Strom-Label: Laut co2online stellen sie sicher, dass der Anbieter den Ausbau erneuerbarer Energien fördert. Mehr dazu im Ökostrom-Vergleich.

Häufige Fragen zum Energiesparen

Wie kann ich am meisten Energie sparen?

Beim Strom bringt der Wechsel aus der Grundversorgung oft am meisten: Laut stromauskunft.de sparen Haushalte mit 3.500 kWh beim Wechsel vom Grundversorger zum günstigsten Anbieter im Schnitt 359 € im Jahr (Stand 23.09.2026). Danach kommen Geräte ganz ausschalten statt Standby (laut co2online im Schnitt rund 165 € im Jahr), LED statt Glüh- oder Halogenlampen (bis zu 80 Prozent Einsparung laut BMWE) und beim Heizen ein Grad weniger (bis zu sechs Prozent Energie laut BMWE).

Welche Geräte verbrauchen am meisten Strom?

Laut Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) entfallen im Haushalt 28 Prozent des Stroms auf Informationstechnik, TV und Audio, 14 Prozent auf Waschen und Trocknen, 13 Prozent auf Licht, 11 Prozent auf Kühl- und Gefriergeräte, 9 Prozent aufs Kochen und 8 Prozent aufs Spülen. Die übrigen 17 Prozent verteilen sich auf Sonstiges wie Zusatzheizungen, Lüftungen oder Pumpen.

Wie viel kann ich insgesamt im Haushalt sparen?

Eine pauschale Summe lässt sich nicht seriös nennen, dafür sind Haushalte zu verschieden. Zwei Anhaltspunkte: Der Wechsel vom Grundversorger zum günstigsten Stromanbieter spart laut stromauskunft.de bei 3.500 kWh im Schnitt rund 359 € im Jahr (Stand 23.09.2026). Geräte ganz auszuschalten statt sie im Standby zu lassen, bringt laut co2online durchschnittlich rund 165 € im Jahr.

Lohnt sich ein Stromanbieterwechsel?

Wenn Du noch in der Grundversorgung bist, meistens ja. Laut stromauskunft.de kostete Strom dort am 23.09.2026 im Schnitt 40,37 ct/kWh, der günstigste Neukundentarif 30,11 ct/kWh. Der Wechsel selbst kostet nichts, die Versorgung läuft ohne Unterbrechung weiter, und der neue Anbieter übernimmt die Kündigung beim alten.

Welche Temperatur ist im Kühlschrank richtig?

Laut Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) reichen sieben Grad, um Lebensmittel zu kühlen, im Gefrierfach sind minus 18 Grad genug. Stell Deinen Kühlschrank also nicht kälter ein als nötig.

Sind LED-Lampen wirklich sparsamer?

Ja. Alte Glüh- und Halogenlampen durch LEDs zu ersetzen, bringt laut Bundeswirtschaftsministerium (BMWE) bis zu 80 Prozent Einsparung. co2online rechnet für zehn LED-Lampen im Haushalt mit rund 20 bis 50 € Anschaffungskosten und rund 215 € Einsparung im Jahr.

Wie senke ich den Stromverbrauch beim Kochen?

Mit einem passenden Deckel auf dem Topf und einer Herdplatte in Topfgröße senkst Du den Energieverbrauch beim Kochen laut co2online um die Hälfte. Außerdem hilft es, ohne Vorheizen und mit Restwärme zu kochen und im Wasserkocher nur so viel Wasser zu erhitzen, wie Du brauchst.

Wie viel kann ich durch Standby-Abschaltung sparen?

Laut co2online durchschnittlich rund 165 € Stromkosten im Jahr, wenn Du elektrische Geräte richtig ausschaltest, statt sie nur in den Ruhemodus zu versetzen. Mit einer schaltbaren Steckerleiste geht das mit einem Klick.

Lohnt sich Smart Home zum Stromsparen?

Smarte und programmierbare Thermostate helfen laut BMWE, Raumtemperatur und Heizzeiten passend einzustellen, und sind schnell installiert. Wie schnell sich so ein Gerät bezahlt macht, hängt von Deiner Heizung und Deinem Alltag ab.

Welche Heizkosten-Tipps wirken sofort?

Ein Grad weniger spart laut BMWE bis zu sechs Prozent Energie. Heizkörper nicht zuzustellen spart bis zu zwölf Prozent, geschlossene Türen zwischen den Räumen bis zu fünf Prozent der Heizkosten. Außerdem: Heizkörper entlüften, wenn sie gluckern, und fünf bis zehn Minuten stoßlüften statt das Fenster auf Kipp zu lassen.

Gibt es 2026 Förderung fürs Energiesparen?

Für Sanierungen gibt es die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), beim BAFA zum Beispiel für Einzelmaßnahmen (BEG EM). Welche Förderung zu Deinem Vorhaben passt, klärst Du am besten in einer Energieberatung, etwa bei der Verbraucherzentrale.

Wie schnell merke ich die Ersparnis?

Nach einem Anbieterwechsel zahlst Du ab Lieferbeginn den neuen Preis, das siehst Du an den Abschlägen und spätestens in der Jahresabrechnung. LED-Lampen und komplett ausgeschaltete Geräte senken den Verbrauch sofort, auf der Rechnung zeigt sich das mit der nächsten Abrechnung.

Quellen & weiterführende Links

Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus den folgenden Quellen, geprüft am 23. September 2026.

Hinweis: Die genannten Einsparpotenziale stammen aus den oben verlinkten Quellen und hängen von Deinem Haushalt, Tarif und Wohnort ab.

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